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Chemiebranche robust - Oddo: Markterwartungen zu pessimistisch 03.07.2025, 12:13 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT/PARIS (dpa-AFX) - Europäische Chemieaktien haben sich am Donnerstag etwas besser als der marktbreite Stoxx Europe 600 entwickelt. Begünstigt durch eine Branchenstudie der Investmentbank Oddo BHF, der zufolge die Markterwartungen wohl zu pessimistisch sind, legte der Sektorindex um 0,4 Prozent zu.

Für Brenntag ging es trotz einer Abstufung durch die Privatbank Berenberg um 0,4 Prozent hoch. Bei Symrise reichte es für einen Kursanstieg um 0,9 Prozent, wogegen BASF 0,4 Prozent verloren. Lanxess schaffte es im MDax mit einem Kursanstieg von 1,1 Prozent weit nach vorn, während Wacker Chemie auf der Stelle traten. Evonik gewannen 0,6 Prozent, K+S 0,2 Prozent und Fuchs SE 0,3 Prozent.

Die europäische Chemiebranche habe ein weiteres schwieriges Quartal hinter sich, schrieb Oddo-Analyst Michael Schäfer. Er erwartet, dass 10 der 18 von ihm beobachteten Unternehmen ihre Ausblicke senken werden, darunter BASF, Covestro und Wacker Chemie. Seine eigenen Erwartungen für die operativen Ergebnisse (Ebitda) für 2025 schraubte er um durchschnittlich 6 Prozent nach unten.

Der Markt sei sich der Risiken für die Branche aber bewusst, betonte der Experte. Dies belegten die Ebitda-Konsensschätzungen für das Jahr, die im Schnitt 4 Prozent unter den jeweiligen Mittelpunkten der Unternehmens-Zielspannen lägen. Am stärksten wichen diese bei Covestro und Wacker Chemie nach unten ab.

Laut Schäfer preisen die Bewertungen die erwarteten Ausblickssenkungen bereits überproportional ein. Daher hätten etliche Werte selbst zu seinen fast durchgängig gesenkten Kurszielen immer noch erheblich Luft nach oben. Bei K+S rechnet er zudem mit einem weiter optimistischen Ton sowie einem Ausblick, der am oberen Ende der bereits angehobenen Zielspanne des Düngerherstellers liegen dürfte.

Schäfer rät zwar vor den Quartalszahlen der Branche zur Vorsicht. Nach dem Sommer dürfte es aber mehr Klarheit mit Blick auf die US-Zölle geben. Zudem sollten Evonik, Fuchs, Lanxess und BASF von den Infrastrukturmaßnahmen der Bundesregierung profitieren.

Die Streichung einer Kaufempfehlung durch Berenberg belastete Brenntag nur vorbörslich. Experte Carl Raynsford sieht zwar die Jahresziele des Chemikalienhändlers in Gefahr. Dieses Risiko preise die Aktie aber schon großteils ein, betonte er. Raynsford empfiehlt sie nun mit "Hold". Das auf 55 Euro gesenkte Kursziel liegt etwas unter dem aktuellen Bewertungsniveau./gl/mis/jha

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