AKTIEN IM FOKUS

Weitere Gewinnmitnahmen bei Rüstung - Renk doppelt abgestuft 10.06.2025, 13:03 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Rheinmetall 1.584,75 EUR -0,70 % Lang & Schwarz

FRANKFURT/PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die jüngst noch rekordhohen deutschen Rüstungsaktien haben am Dienstag unter weiteren Gewinnmitnahmen gelitten. In einer Branchenstudie der kanadischen Bank RBC heißt es, die Stimmung gegenüber Rüstungswerten sei gegenwärtig durchwachsen. Die Analysten verwiesen auf Unsicherheit mit Blick auf die staatlichen Verteidigungsbudgets. Dies belaste vor allem die Papiere großer Hersteller. Beim nächsten Nato-Gipfeltreffen in zwei Wochen dürfte die von US-Präsident Donald Trump geforderte, massive Erhöhung der Verteidigungsausgaben der europäischen Mitglieder im Fokus stehen.

Besonders heftig kamen am Dienstag MDax -Schlusslicht Renk mit einem Kursrutsch um zuletzt noch 9,2 Prozent unter die Räder. Hier belastete vor allem, dass die Bank of America die Kaufempfehlung strich und die Aktien gleich doppelt abstufte auf "Underperform". Zur Begründung hieß es, die Aktien seien kurzfristig zu weit gelaufen. Zudem monierte das Analystenteam um Benjamin Heelan, dass es dem Panzergetriebe-Hersteller an Aktivitäten im Rüstungselektronik-Bereich mangele.

Doch auch beim Radar-Spezialisten Hensoldt mussten die Anteilseigner einen Verlust von 2,5 Prozent hinnehmen. Für die Aktien des Rheinmetall-Konzerns , der im Rüstungsbereich vor allem Rad- und Kettenfahrzeuge, Waffensysteme und Munition produziert, ging es am Dax -Ende um ebenfalls 2,5 Prozent bergab.

Vor wenigen Tagen hatten die drei Rüstungstitel allesamt noch Bestmarken aufgestellt. Von diesen sind sie inzwischen zwar recht deutlich zurückgefallen. Doch die Kursgewinne seit Jahresbeginn sind immer noch imposant und bedeuten Spitzenplätze in den jeweiligen Indizes: Auf 283 Prozent beläuft sich das Plus für Renk, auf 173 Prozent für Hensoldt und 182 Prozent für Rheinmetall. Betrachtet man die Entwicklung seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022, fallen die Gewinne noch beeindruckender aus.

Etwas unter Druck standen am Dienstag auch einige europäische Rüstungsaktien, die unlängst Rekordstände erreicht hatten. So gaben die Papiere der Triebwerkshersteller Safran und Rolls-Royce in Paris und London um 1,1 beziehungsweise 2 Prozent nach. Thales verloren als Schlusslicht im französischen Cac 40 1,2 Prozent und Leonardo in Mailand 2,5 Prozent. Für Saab ging es um 5,4 Prozent bergab, nachdem sowohl die Bank of America als auch die schwedische Bank SEB sie abgestuft hatten. Deren Experten verwiesen auf ein bereits eingepreistes starkes Wachstum beziehungsweise fehlendes mittelfristiges Kurspotenzial.

Besser hielten sich die britischen BAE Systems mit plus 0,2 Prozent. Ihnen half, dass die Bank of America die Titel gleich doppelt hochgestuft hatte und nun zum Kauf rät. Diese profitierten ebenso wie die der norwegischen Kongsberg vom Engagement in den USA und Trumps Plänen für ein "Golden Dome" genanntes, mehrstufiges US-Raketenabwehrsystem nach dem Vorbild des israelischen "Iron Dome", heißt es zur Begründung./gl/ajx/jha/

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,88
Hebel: 18
mit starkem Hebel
Ask: 2,60
Hebel: 6
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GW06RP GV9R5E. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer