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Indizes schwerfällig trotz Zollfortschritten 11.06.2025, 20:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 49.554,47 PKT -0,11 % Ariva Indikation

NEW YORK (dpa-AFX) - Wie schon in den Tagen zuvor haben sich die US-Börsen am Mittwoch mit der Richtungsfindung schwergetan. Inflationsdaten und Fortschritte in den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China brachten im Verlauf ein wenig Rückenwind, der aber wieder abflachte. Es bleibt dabei, dass die Erholung vom Zollschock, den die Börsen im April erlitten hatten, seit ein paar Tagen ins Stocken geraten ist.

Erstmals seit Anfang März schaffte es der Leitindex Dow Jones Industrial zeitweise über die 43.000-Punkte-Marke. Zuletzt blieb aber nur noch ein dünnes Plus von 0,15 Prozent auf 42.931 Punkte. Andere Indizes rutschten in die Verlustzone ab. Der S&P 500 gab zuletzt um 0,22 Prozent auf 6.025 Punkte nach und der von Technologietiteln dominierte Auswahlindex Nasdaq 100 stand 0,38 Prozent tiefer bei 21.858 Zählern. Zeitweise war er erstmals seit Februar über die 22.000-Punkte-Marke zurückgekehrt.

China und die USA haben sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bei den Handelsgesprächen in London grundsätzlich auf einen Abbau von Exportbeschränkungen bei seltenen Erden verständigt. Die formelle Zustimmung durch ihn selbst und Chinas Staatschef Xi Jinping stehe aber noch aus, dämpfte Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social etwas die Freude.

Die US-Verbraucherpreise stiegen im Mai im Vergleich zum Vormonat weniger deutlich als erwartet. Da dies der vierte Monat in Folge mit einer milden Inflation war, sehen Marktbeobachter nun etwas mehr Spielraum für baldige Zinssenkungen durch die Fed - vor allem dann, wenn Handelskonflikte die Konjunktur bremsen. Wenn die US-Notenbank kommende Woche tagt, halten die Experten der Commerzbank eine Zinssenkung aber noch für nahezu ausgeschlossen.

Bei Tesla ging die Kurserholung nur vorübergehend weiter. Aus einem 2,9 Prozent großen Spitzenplus wurde zuletzt ein Minus von einem Prozent. Im Verlauf stießen die Aktien an der 21-Tage-Linie an ihre Grenzen. Im zugespitzten Streit zwischen Konzernchef Elon Musk und US-Präsident Trump werden die Töne derzeit milder, indem Musk einräumte, dass er mit einigen seiner Aussagen über Trump "zu weit gegangen" sei.

General Motors setzten ihre Erholungsbewegung um fast 2,3 Prozent fort. Der Autohersteller will einen Teil seiner Produktion von Mexiko in die Vereinigten Staaten verlegen. Geplant ist, in den kommenden zwei Jahren vier Milliarden Dollar in den Ausbau von US-Fertigungsstätten zu investieren. Angesichts der US-Handelspolitik sei das keine Überraschung, kommentierte Analyst Joseph Spak von der Schweizer Großbank UBS.

An der Nasdaq gab es ein fast vier Prozent großes Plus bei Starbucks . Die Kaffeehauskette stoße bei ihren Plänen, einen kleineren Teil ihres China-Geschäfts abzustoßen, auf ein reges Käuferinteresse, sagte Finanzchef Brian Niccol der "Financial Times".

Die Stimmung im US-Luftfahrt- und Rüstungssektor wurde gedrückt von einem Kursrutsch um 4,8 Prozent bei Lockheed Martin . Die US-Luftwaffe versetzte dem Unternehmen einen schweren Schlag, indem sie den Beschaffungsantrag für F-35-Kampfjets gegenüber den im Vorjahr geplanten 48 Flugzeugen auf 24 halbierte.

Unter den Nebenwerten machte der Online-Tierbedarfhändler Chewy mit einem Kurseinbruch um elf Prozent Schlagzeilen. Das Unternehmen enttäuschte die Anleger mit seiner Bruttomarge, dem Cashflow und einer nur bekräftigten Jahresprognose. Dies reiche nicht aus, um den guten Kursverlauf der Aktie seit April zu rechtfertigen, hieß es./tih/men

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