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Aktien Wien Schluss

ATX fester 10.07.2026, 18:12 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
ATX 6.485,02 PKT +0,40 % Ariva Indikation

Der Wiener Aktienmarkt hat sich fester aus der Handelswoche verabschiedet. Der heimische Leitindex ATX legte am Freitag zum Handelsschluss um 0,43 Prozent auf 6.484,89 Punkte zu. Der ATX Prime gewann 0,42 Prozent auf 3.189,18 Zähler. Der Handel an den europäischen Leitbörsen fiel größtenteils negativ aus.

Neueste Entwicklungen im Iran-Krieg sorgten vorerst nicht für große Verschiebungen an den Aktienmärkten. Die USA stimmten nach Angaben von Präsident Donald Trump weiteren Gesprächen mit dem Iran zu. Die Regierung in Teheran habe darum gebeten, die Verhandlungen fortzusetzen, sagte Trump. Gleichzeitig betonte er, dass die Waffenruhe zwischen den beiden Ländern beendet sei. Dies sei dem Iran unmissverständlich mitgeteilt worden.

Zuletzt waren die Schiffsdurchfahrten in der Straße von Hormus zurückgegangen. Lediglich 22 Schiffe haben die Meerenge am Donnerstag passiert, wie Daten des Anbieters Kpler zu entnehmen ist, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Am Mittwoch hätten die Transite demnach noch bei 30 gelegen. Am Donnerstag vor einer Woche - vor Ausbruch der neuerlichen Kämpfe - lag der Zähler noch bei 48 Passagen.

Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen ÖVP, SPÖ und NEOS hat der Nationalrat am Freitag nach dreitägiger Debatte das Doppelbudget für die Jahre 2027 und 2028 beschlossen. Neben den beiden Bundesfinanzgesetzen wurde auch der Finanzrahmen bis 2031 verabschiedet. Angepeilt wird für das kommende Jahr ein Rückgang des Budgetdefizits auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), 2028 sollen wieder die in der EU erlaubten 3 Prozent erreicht werden. Laut Analyse der Nationalbank (OeNB) treffen die Maßnahmen der Regierung bei Unternehmen vor allem den Bankensektor. Dort gewannen RBI (plus 0,83 Prozent) und Erste Group (plus 0,43 Prozent), während BAWAG (minus 0,06 Prozent) verlor.

Am heimischen Aktienmarkt bauten die Werte von Porr deutlich ab. Sie gaben um über 10 Prozent nach. Der Großaktionär IGO Industries veräußere vier Prozent der Porr-Aktien, teilte der Baukonzern in der Früh mit. Dadurch steige der Streubesitz auf 56,6 von zuvor 52,6 Prozent. Der Anteil des aus IGO und der Strauss-Gruppe bestehenden Syndikats sinke auf 43,4 Prozent, wobei die Kontrollverhältnisse unberührt blieben. Porr-Chef Karl-Heinz Strauss erhofft sich von dem Schritt eine liquidere Aktie. Das gilt ebenso für eine höhere Attraktivität für Anleger.

An der ATX-Spitze thronten die Aktien von Voestalpine mit einem Plus von 6,13 Prozent auf 43,30 Euro. Die Analysten von Deutsche Bank Research bestätigten ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien des Stahlkonzerns. Auch das Kursziel in Höhe von 60,00 Euro wurde von Analyst Bastian Synagowitz unverändert beibehalten. Laut Marktbeobachtern stufte zudem die US-Bank JPMorgan die Voestalpine von "Underweight" auf "Overweight" hoch.

Dahinter legten OMV um 1,53 Prozent auf 59,90 Euro zu. Die Analysten von UBS bestätigten ihr Kursziel für die OMV-Aktie von 63 Euro. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde von Analyst Joshua Stone unverändert gehalten. Die UBS-Analysten verweisen angesichts des jüngsten Trading-Updates auf solide Quartalszahlen der OMV.

Im prime market verteuerten sich die Werte von Bajaj Mobility um 4,62 Prozent, während sich die Aktien von Frequentis um 4,05 Prozent verbilligten.

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