APA ots news

Reformoptionen für das österreichische Gesundheitssystem... 02.06.2026, 14:10 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

APA ots news: Reformoptionen für das österreichische Gesundheitssystem veröffentlicht

Pressemitteilung des Fiskalratsbüros

Wien (APA-ots) - Das österreichische Gesundheitssystem steht angesichts stark steigender öffentlicher Gesundheitsausgaben unter erheblichem Reformdruck. Im Jahr 2025 lagen die öffentlichen Gesundheitsausgaben bereits bei rund 50,5 Mrd Euro. Ohne Reformen ist bis 2070 mit einem weiteren Anstieg der Gesundheitsausgaben um rund 2,6% des BIP zu rechnen. Dadurch würde das Gesundheitssystem einen immer größeren Teil der öffentlichen Mittel binden und die Finanzierung anderer staatlicher Aufgaben zunehmend erschweren.

Vor diesem Hintergrund haben Florian Bachner von der Gesundheit Österreich GmbH und Johannes Holler vom Fiskalratsbüro ein Papier zu Reformen im österreichischen Gesundheitssystem verfasst. Das Dokument ist auf der Website des Fiskalrates unter Fiskalrat - Kurzanalysen und Informationen verfügbar und zeigt sowohl kurzfristig budgetwirksame Optionen als auch mittel- bis langfristig angelegte Strukturreformen auf.

Der Handlungsbedarf ist dringend: Bereits kurzfristig können Reformmaßnahmen dazu beitragen, Kostenentwicklungen zu dämpfen und bestehende Ressourcen effizienter zu nutzen. Zu den Reformoptionen zählen unter anderem ein gemeinsamer Einkauf von medizinischen Geräten, Verbrauchsgütern und Arzneimitteln, eine effizientere Nutzung von Großgeräten, die Reduktion von Low-Value-Care ( medizinische Behandlungen, Diagnostiken oder Medikationen, die für Patientinnen und Patienten keinen oder nur minimalen Nutzen haben) sowie eine verpflichtende Generika- und Biosimilar-Nutzung ( kostengünstigere Nachahmerprodukte). Auch der verpflichtende digitale Austausch von Bilddaten und Befunden kann helfen, Doppeluntersuchungen zu vermeiden und Abläufe im System zu verbessern.

Darüber hinaus braucht es strukturelle Reformen, um das Gesundheitssystem langfristig qualitativ hochwertig, effizient und finanzierbar zu halten. Dazu zählen insbesondere eine Finanzierung und Planung aus einer Hand, eine überregionale und bedarfsorientierte Versorgungsplanung, mehr Ambulantisierung und eine Redimensionierung der stationären Versorgung. Weitere Ansatzpunkte sind die Effizienzsteigerung der Krankenanstalten, eine Reform der Honorararchitektur im niedergelassenen Bereich, die Harmonisierung von Leistungs- und Honorarkatalogen der Krankenversicherungsträger sowie eine stärkere Prävention und Gesundheitsförderung.

Mit der aktuell laufenden Reformpartnerschaft Gesundheit besteht ein wichtiger politischer Rahmen, um konkrete Ergebnisse zu erarbeiten. Das vorliegende Papier soll einen fachlichen Impuls für diese Diskussionen setzen und aufzeigen, welche Maßnahmen geeignet sind, die langfristige Finanzierbarkeit und Leistungsfähigkeit des österreichischen Gesundheitssystems zu sichern.

Rückfragehinweis: Büro des Fiskalrates Dr. Johannes Holler Telefon: +43-1-40420-7474 E-Mail: johannes.holler@fiskalrat.at Website: https://www.fiskalrat.at

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0153 2026-06-02/14:04

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer