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Bahn/Köln-Wuppertal-Hagen

Nach Generalsanierung weiter viele Zugausfälle 13.07.2026, 08:12 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Bei der Deutschen Bahn fallen am ersten Werktag nach der monatelangen Generalsanierung auf der Strecke Köln-Wuppertal-Hagen viele Züge aus oder sind verspätet. Betroffen ist sowohl der Fern- als auch der Regionalverkehr. "Der Grund dafür sind Unregelmäßigkeiten bei Bauarbeiten der Generalsanierung", teilte die Bahn mit.

Seit Anfang Februar ist die wichtige Strecke in Nordrhein-Westfalen aufwendig modernisiert worden. Dadurch sollte der Zugverkehr "verlässlicher und leistungsfähiger" werden. Störungen und Verspätungen sollten sich "deutlich reduzieren", hatte die Bahn versprochen.

Marode Brücke sorgt für massive Einschränkungen

Doch ausgerechnet am letzten Tag der Generalsanierung fiel auf, dass eine Brücke marode ist. Deshalb konnte die Strecke nur eingleisig freigegeben werden. Außerdem müssen die Züge auf dem gesamten 65 Kilometer langen Abschnitt von Köln bis Hagen nach der Sanierung noch deutlich langsamer fahren.

Im Fernverkehr hat das laut Bahn Auswirkungen etwa auf die ICE-Verbindung von Köln nach Hannover und Berlin. Einige Züge beginnen und enden in Hamm - dadurch entfallen Halte in Köln, Solingen, Wuppertal und Hagen. Züge, die nicht ausfallen, sind deutlich verspätet unterwegs.

Im Regionalverkehr ist die Strecke für Züge der Linie RE4 in beide Richtungen zwischen Dortmund und Düsseldorf gesperrt. Auf der Linie RE7 fahren Züge nur in Richtung Rheine auf dem normalen Weg - in Richtung Krefeld werden sie über Düsseldorf umgeleitet und halten deshalb unter anderem nicht in Solingen und Köln.

Auf der Linie RE13 fallen zwischen Düsseldorf und Hamm alle Züge aus. Bei der RB48 fahren Züge von Köln in Richtung Wuppertal mit Verspätung - in Gegenrichtung fallen sie teilweise aus.

Strecke wurde fünf Monate lang aufwendig saniert

Die Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen war seit Anfang Februar gut fünf Monate lang aufwendig saniert worden. Pendler im Regionalverkehr mussten in dieser Zeit auf Ersatzbusse umsteigen, die deutlich länger unterwegs waren als sonst die Züge. Fernzüge wurden weiträumig umgeleitet. Knapp 800 Millionen Euro hat die Bahn in die Generalsanierung investiert.

Seit Freitagabend sollte eigentlich alles wieder nach Plan laufen. Dann allerdings fand ein Sachverständiger bei einer routinemäßigen Prüfung einen Schaden an einem tragenden Bauteil einer Brücke bei Opladen. Aus Sicherheitsgründen sei deshalb eines der beiden Gleise gesperrt worden, teilte die Bahn mit. Die betroffene Brücke wurde nach Angaben der Bahn bei der abgeschlossenen Korridorsanierung nicht erneuert, weil die bisherigen Inspektionen - zuletzt Ende 2025 - keine Schäden gezeigt hätten.

S-Bahn-Gleise erneut für mehrere Wochen gesperrt

Gleichzeitig sind die teilweise parallel verlaufenden S-Bahn-Gleise von Düsseldorf über Wuppertal nach Hagen gesperrt. Mit einer kurzen Unterbrechung fahren dort bis Anfang September keine Züge.

Die Bahn begründet das mit "Nacharbeiten zur Generalsanierung". Es würden Gleise, Weichen und Brücken erneuert, Lärmschutzwände errichtet und Bahnhöfe modernisiert. Auf den Linien S7, S8, S9, S28, S68 und RE49 fahren deshalb zwischen Düsseldorf, Wuppertal und Hagen nur Ersatzbusse statt Züge.

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