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Bald 14 Monate Bahn-Sperrung zwischen Hannover und Berlin 29.09.2026, 16:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Auf Fahrgäste der Deutschen Bahn kommen ab diesem Freitag zwischen Berlin und Hannover erhebliche Einschränkungen zu. Für 14 Monate ist die Strecke aufgrund aufwendiger Sanierungsarbeiten gesperrt. Die Züge werden über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet und brauchen rund 80 Minuten länger, wie die Bahn mitteilte. Das betrifft auch Fahrgäste, die mit dem ICE zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen unterwegs sind. Wer etwa von der Hauptstadt nach Düsseldorf fahren möchte, ist dann mindestens fünfeinhalb Stunden unterwegs.

Betroffen sind auch Fahrgäste im Regionalverkehr. Zwar will die Bahn während der Bauphase ein Grundangebot aufrechterhalten. So verkehren Regionalzüge etwa zwischen Nauen und Stendal über Wittenberge. Wer aber von Stendal aus weiter nach Wolfsburg muss, ist auf Ersatzbusse angewiesen. Über die einzelnen Linien und Takte informiert die Bahn auf ihrer Internetseite.

Verzögerungen bei ursprünglich geplanter Umleitungsstrecke

Der Güterverkehr wird wie der Fernverkehr vor allem über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet. Ab Ende Januar des kommenden Jahres soll für die Gütertransporte eine zweite Umleitung über die Strecke Halle (Saale)-Eichenberg eingerichtet werden. Dieser Abschnitt wird gerade saniert.

Die Einschränkungen für die Fahrgäste dauern deutlich länger aus ursprünglich geplant. Ab Mitte Dezember hätten die Fernzüge über die parallel zur Schnellfahrtstrecke verlaufenden Stammstrecke zwischen Lehrte und Berlin fahren sollen. Doch die derzeit laufende Elektrifizierung dieses Korridors verzögert sich erheblich und wird nun ein Jahr länger bis Ende 2027 dauern. Darum müssen die Züge auch im gesamten kommenden Jahr lange Umleitungen fahren.

Zehntausende Tonnen Betonfahrbahn

Der Grund für all das ist die umfassende Sanierung der Strecke Berlin-Hannover. "Gleise, Weichen, Betonfahrbahn, Oberleitungen, Stellwerke und Bahnhöfe werden gebündelt erneuert oder modernisiert", teilte der Programmleiter der sogenannten Generalsanierung bei der Bahn-Tochter DB InfraGo, Wolfgang Weinhold, mit. "Das ist eine gewaltige Aufgabe, aber eine Investition, die sich auszahlt: für mehr Qualität, Zuverlässigkeit und Stabilität auf einer der vielbefahrensten Ost-West-Bahnverbindungen Deutschlands."

Bis Dezember 2027 sollen Hunderte Kilometer Gleise, Weichen, Oberleitungen und Lärmschutzwände erneuert werden. Die Strecke ist Teil der sogenannten Generalsanierung, mit der die Deutsche Bahn bis weit in die 30er Jahre hinein Dutzende vielbefahrene Korridore erneuern und damit für mehr Pünktlichkeit sorgen will.

Die Sanierung zwischen Berlin und Hannover dauert den Angaben zufolge deshalb so lange, weil rund um Stendal mehr als 50 Kilometer Betonfahrbahn erneuert werden müssen. Zehntausende Tonnen Betonplatten müssen dafür herausgerissen und neu verlegt werden.

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