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BSW will baldigen Ausbau von 'Mitte-Deutschland-Verbindung' 08.06.2026, 18:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag hat einen zeitnahen Ausbau der "Mitte-Deutschland-Verbindung" gefordert. Der Bund müsse zu seiner Zusage stehen und die erforderlichen Mittel endlich zur Verfügung stellen, erklärte der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Roberto Kobelt. Ihm zufolge müsse möglichst bald mit der Elektrifizierung der Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz sowie mit dem teilweise zweigleisigen Ausbau der Strecke gestartet werden.

Die "Mitte-Deutschland-Verbindung" soll für eine schnellere Verbindung von Sachsen über Thüringen in den Westen Deutschlands sorgen. Anfang dieses Jahres war bekanntgeworden, dass der Bau nicht wie geplant beginnen kann. Wie aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine kleine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel hervorgeht, fehlen bis 2029 trotz der vom Bund aufgenommenen Milliardenschulden im Rahmen des sogenannten Sondervermögens rund zwei Milliarden Euro für den Bau mehrerer Bahn-Projekte. Darunter ist auch der mit Baukosten in Höhe von 544 Millionen Euro veranschlagte Teilabschnitt von Weimar über Gera nach Gößnitz der insgesamt 517 Kilometer langen Mitte-Deutschland-Verbindung.

Fertigstellung ursprünglich für 2030 geplant

Die Strecke soll komplett elektrifiziert werden; das soll für schnellere Fernverkehrsverbindungen von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet sorgen. Der bisher avisierte Baubeginn in diesem Jahr verschiebt sich demnach auf 2028 - eine komplette Elektrifizierung der Strecke gar auf 2032. Der ursprüngliche Zeitplan sah laut Bahn eine komplette Fertigstellung des Projekts bis 2030 vor.

"Die "Mitte-Deutschland-Verbindung" ist eine der wichtigsten Schienenverkehrsachsen für Thüringen", betonte Kobelt nun. Laut BSW habe das Bundesverkehrsministerium dennoch erneut erklärt, dass derzeit keine Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. "Für große Verkehrsinfrastrukturprojekte im Westen, wie Stuttgart 21, trotz massiver Kostensteigerungen, sowie für Aufrüstung ist Geld vorhanden. In Thüringen und Sachsen wird dagegen trotz politischer Zusagen gespart", so die Kritik des BSW-Politikers.

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