Commerzbank-Interessent Unicredit verzichtet auf BPM-Übernahme 22.07.2025, 20:50 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MAILAND (dpa-AFX) - Die Großbank Unicredit bläst die angepeilte Übernahme von Banco BPM ab. Die von der italienischen Regierung angewandte sogenannte "Golden Power" sei nicht befriedigend, teilte das Institut am Dienstagabend zur Begründung mit. Zwar habe es Fortschritte in den Verhandlungen mit den Behörden gegeben. Eine endgültige Lösung sei aber erst nach Ablauf der verlängerten Angebotsphase zu erwarten gewesen.

Während BPM im nachbörslichen Handel in Mailand um 27 Prozent absackten, reagierte der Unicredit-Kurs kaum auf die Neuigkeiten.

Die italienische Regierung um Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte an Karfreitag mitgeteilt, die 13 Milliarden Euro schwere Übernahme nur unter bestimmten Bedingungen zu genehmigen. Grund dafür sei der "Schutz strategischer Interessen und der nationalen Sicherheit". Genauere Angaben zu den Auflagen machte sie nicht.

Kreisen zufolge hatte die EU-Kommission Rom später mitgeteilt, dass sie kein Recht gehabt habe, sich in die geplante Übernahme einzumischen. So habe nach den Fusionskontrollvorschriften der Europäischen Union nur die Kommission die rechtliche Befugnis, Bedingungen für die Übernahme zu stellen. Die EU hatte das Geschäft im vergangenen Monat genehmigt.

Unicredit hatte unter ihrem Chef Andrea Orcel vergangenes Jahr eine nicht abgestimmte Übernahmeofferte für BPM vorgelegt. Damit kam sie Meloni in die Quere, die eigentlich um die Bank herum eine dritte große italienische Finanzgruppe schaffen wollte. Beamte in Rom hatten jedoch deutlich gemacht, dass sie eine Übernahme des Instituts durch die Unicredit kaum verhindern könnten.

Das Mailänder Institut buhlt seit vergangenem Jahr auch um die deutsche Commerzbank . Ein Übernahmeangebot für das Frankfurter Institut hat sie zwar noch nicht vorgelegt, aber Unicredit-Chef Andrea Orcel erklärte wiederholt öffentlich sein Interesse. Zuletzt gaben die Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) und das Bundeskartellamt grünes Licht, dass die Italiener ihren Commerzbank-Anteil auf knapp 30 Prozent aufstocken dürfen./he/edh

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