Anzeige
++++++ Nickel, Kobalt, Kupfer, Mangan: Eine Meeresbodenknolle passt zu Washingtons 12-Mrd-$-Abnehmer ++++++
Portfolio Tracker
Dein Depot in Echtzeit – Kurse, Renditeanalyse und Dividendenplaner an einem Ort.
Anzeige

Cyberangriffe auch auf Kühlanlagen deutscher Supermärkte 03.11.2026, 14:10 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Nach der Serie von Cyberangriffen auf Kühlanlagen in europäischen Supermärkten untersucht die Polizei mehrere Fälle auch in Deutschland. Kriminelle sollen sich nach bisherigen Erkenntnissen in Nordrhein-Westfalen sowie in Niedersachsen in Kühltruhen gehackt und dort die Temperaturen hochgestellt haben. Für betroffene Läden ist der Schaden groß.

In Wuppertal, Wetter bei Hagen und im Münsterland wurden nach Polizeiangaben Kühlanlagen vermutlich durch einen Hackerangriff lahmgelegt. Die Temperatur sei so hoch eingestellt worden, dass Lebensmittel verdorben seien und entsorgt werden mussten, sagten Polizeisprecher.

In Niedersachsen wurde die Kühlkette eines Supermarkts in Lilienthal bei Bremen zeitweise lahmgelegt. "Wir mussten Waren im Wert von über 360.000 Euro wegwerfen", sagte Inhaber Daniel Breiding. In dem Supermarkt fielen in der Nacht auf Montag Bedientheken, Kühlhäuser und Tiefkühltruhen aus. Die Anlagen heizten sich demnach auf 30 Grad auf.

Cyberkriminelle hatten in den vergangenen Tagen unter anderem in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und den Niederlanden dafür gesorgt, dass Kühlschränke und Tiefkühltruhen wärmer wurden. Nach Angaben eines belgischen Kühltechnik-Dienstleisters wurden die Anlagen aus der Ferne in den Abtaumodus versetzt.

Mitte Oktober hatte es bereits einen großangelegten Angriff gegeben, der Märkte mehrerer großer französischer Lebensmittelhandelsketten betraf. Der Angriff richtete sich gegen einen Technik-Dienstleister. Die Cyberkriminalitäts-Abteilung der Staatsanwaltschaft Paris übernahm Ermittlungen.

Auch Supermarkt der Arbeiterwohlfahrt in NRW betroffen

Opfer der Hacker wurde auch ein von der Arbeiterwohlfahrt betriebener Supermarkt in Wetter-Volmarstein im Ennepe-Ruhr-Kreis. Der eigentliche Angriff sei auf die Firma erfolgt, die die Kühlanlagen aus der Ferne warte, hieß es dort. Große Mengen an Lebensmitteln hätten weggeworfen werden müssen

Temperatur der Kühlanlagen aus der Ferne hochgestellt

Auch in einem Markt in Wuppertal seien große Mengen an Waren verdorben - offensichtlich, weil Hacker aus der Ferne die Temperatur der Kühlanlagen hochgedreht hätten, sagte ein Polizeisprecher. Der Angriff sei am Wochenende erfolgt und am Montagmorgen bemerkt worden. Auch bei einem Markt in Raesfeld im Münsterland fiel die Kühlung aus. Dort wird nun geprüft, ob ein Hackerangriff der Grund sein könnte.

Mehr Anstrengungen beim Schutz von digitaler Technik gefordert

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) ruft zu mehr Anstrengungen beim Schutz von digitaler Gebäude- und Betriebstechnik auf. Dazu habe es auch schon vor den jüngsten Cyberattacken entsprechende Aufforderungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik gegeben.

Im Nachrichtensender "Welt TV" sagte Wildberger: "Erstmal zeigt das, dass wir in einer Welt leben, wo immer häufiger das Thema Cybersicherheit an Bedeutung - leider - gewinnt. Heißt auch: Auch alle Unternehmen, das gilt auch für die Verwaltung, müssen mehr Vorsorge tragen."

Wachsamkeit vor KI-gestützten Angriffen angemahnt

Auch der Vorstandsvorsitzende von Schwarz Digits, Christian Müller, hat zu Wachsamkeit vor KI-gestützten Angriffen auf digitale Infrastruktur gemahnt. Schwarz Digits ist die IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe, zu der auch die Handelsketten Lidl und Kaufland gehören. Die Supermärkte der Schwarz Gruppe sind laut Müller nicht von den Cyberattacken betroffen.

"100 Prozent Sicherheit gibt es nicht. Das ist die grundsätzliche Aussage im Cyberumfeld", sagte Müller "Welt TV". "Im KI-Zeitalter werden die Attacken diffiziler, werden schneller, und sie werden auch durchschlagender." Cybersecurity sei ein Wettlauf, sagte Müller.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer