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Deutsche Börse-News

"Nach der Tech-Rally wird bei ETFs Kasse gemacht" 06.10.2026, 15:07 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Nach der anhaltend starken Rally werden Technologieaktien verstärkt verkauft. Gleichzeitig locken höhere Renditen erste Käufer in langlaufende Staatsanleihen. Im Rohstoffhandel setzen Anlegerinnen und Anleger auf Gold und fallende Ölpreise.

6. Oktober 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). In den vergangenen Tagen schnitten die US-Aktienindizes besser ab als ihre europäischen Pendants. Besonders der Nasdaq 100 legte deutlich zu und kletterte auf ein neue Rekordmarkten. Nach dem starken Lauf vieler Technologiewerte nehmen Anlegerinnen und Anleger entsprechender Indexfonds vermehrt Gewinne mit.

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Deutlich wird das vor allem bei den Branchen-ETFs, bei denen Technologie-Fonds die Umsatzlisten laut Frank Mohr klar anführen, wobei der Händler der Société Générale vor allem Verkäufe beobachtet. Abgegeben werden unter anderem der Xtrackers MSCI World Communication Services (IE00BM67HR47) und der zuletzt regelmäßig stark nachgefragte VanEck Space Innovators (IE000YU9K6K2). Ebenfalls auf den Verkaufslisten steht der UBS Solactive China Technology (LU2265794276). Anders als die meisten US-Tech-Produkte hat dieser Indexfonds auf Jahressicht allerdings gut 30 Prozent an Wert verloren.

Neuer Welt-ETF zieht Privatanleger an

Die Kaufneigung insgesamt bleibt relativ hoch. "Wir hatten bei steigenden Umsätzen gut 30 Prozent mehr Käufe als Verkäufe", berichtet Holger Heinrich von der Baader Bank. Mohr spricht ebenfalls von sehr guten Umsätzen. Dort entfielen 57 Prozent aller Orders auf Käufe. In der Vergangenheit war der Kaufüberhang zum Start eines neuen Monats dank der vielen Sparplan-Ausführungen allerdings schon deutlich höher.

Global diversifizierte Aktienfonds bleiben gefragt. Mohr meldet neben dem Handel mit etablierten Welt-ETFs viele kleinere Orders für den Vanguard FTSE Global All-Cap (IE000VAHT5T0). "Von Privatanlegern wird das Produkt stark nachgefragt." Der noch junge ETF bildet neben großen und mittelgroßen Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern auch Nebenwerte ab und ist damit noch breiter investiert als klassische Weltindizes wie der FTSE All-World.

Für US-Aktien ergibt sich ein gemischtes Bild. Heinrich registriert besonders hohe Nachfrage nach dem Amundi S&P 500 Climate Paris Aligned (IE000UZTA1X0), während Mohr Gewinnmitnahmen für den Xtrackers S&P 500 Swap (LU0490618542) sieht. Europäische Aktien werden ebenfalls selektiv gehandelt. Der Xtrackers MSCI Europe Small Cap (LU0322253906) wird gekauft, der Amundi Core STOXX Europe 600 (LU0908500753) verkauft. In Deutschland ist das Volumen gering, zudem überwiegen die Abgaben leicht.

Höhere Renditen locken Käufer

Mehr Aufmerksamkeit verdient diesmal der Handel mit Anleihe-ETFs. Die Kapitalmarktrenditen sind in den vergangenen Wochen kräftig gestiegen und haben vor allem lange Laufzeiten unter Druck gesetzt. Der Amundi Euro Government Bond 15+Y (LU1287023268) hat dadurch innerhalb von sechs Wochen rund 10 Prozent an Wert verloren. Inzwischen registriert Mohr hier zunehmend Käufe. 15-jährige Staatsanleihen werfen aktuell in Deutschland rund 3,7 Prozent und in Frankreich etwa 5,1 Prozent ab, Ungarn kommt sogar auf 5,8 Prozent. Die gestiegenen Renditen machen lange Laufzeiten damit wieder interessanter. Die Kursschwankungen sind in der Regel aber stärker als bei Kurzläufern.

Gold gefragt, Öl-Shorts gekauft

Im Rohstoffhandel sorgen Öl und Gold für Bewegung. Die Preise für Brent und WTI sind angesichts der geopolitischen Lage zuletzt wieder gestiegen. Die Kundschaft der ICF Bank setzt in diesem Umfeld verstärkt auf fallende Notierungen. Ivo Orlemann meldet starke Käufe des dreifach gehebelten WisdomTree Brent Crude Oil 3x Daily Short (XS3306517098). Gold bleibt hingegen gefragt. Gekauft werden der Invesco Physical Gold EUR Hedged (XS2183935274) und der Invesco Physical Gold (IE00B579F325). Im VanEck Gold Miners (IE00BQQP9F84) sieht Orlemann hingegen fast ausschließlich Verkäufe.

Von Thomas Koch, 6. Oktober 2026, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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