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"Viele Erfolgsgeschichten" Deutsche Nebenwerte 16.06.2026, 09:58 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

2G Energy, Cantourage, Deutsche Rohstoff - die Bilanz vieler Unternehmen im Scale-Segment kann sich dieses Jahr durchaus sehen lassen. Das Segment als Ganzes steht ebenfalls gut da.

16. Juni 2026. FRANKFURT (Deutsche Börse). Auch das Segment für kleinere Unternehmen, Scale, kann sich dem großen Börsengeschehen nicht entziehen. Anfang des Monats war der Scale All Share noch auf das Vierjahreshoch von 1.756 Punkten geklettert. Am Montagmittag sind es aber wieder nur 1.625 Zähler. Seit Jahresanfang ergibt sich allerdings immer noch ein Plus von 18 Prozent.

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2G Energy (DE000A0HL8N9) - eins der Zugpferde im Scale - hat Anfang des Monats sogar ein Allzeithoch von 76 Euro erreicht. Jetzt wird die Aktie zwar wieder zu 64 Euro gehandelt, zu Jahresanfang waren es aber nur 34 Euro. Ende Mai meldete der Hersteller nachhaltiger Kraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und Wärmepumpen einen Großauftrag im Geschäftsbereich Data-Center. "Der Auftrag hebt das 2G-Geschäft auf eine neue Ebene", kommentiert das Analysehaus First Berlin. Es rät zum Kauf und erhöht das Kursziel sehr deutlich von 44 auf 73 Euro. "Ein sehr großer Auftrag - und weitere könnten folgen", heißt es bei SMC-Research. Auch hier lautet die Empfehlung "Kaufen", als Kursziel werden sogar 78 Euro genannt.

Jetzt 2G vorne.

Umsatzspitzenreiter im Scale-Segment war im Mai 2G Energy (98 Millionen Euro). Der Umsatzspitzenreiter der Vormonate Pfisterer (78 Millionen Euro) steht nun auf dem Platz 2. Danach folgen Deutsche Rohstoff AG (43 Millionen Euro), Nynomic (25 Millionen Euro), Gabler (16 Millionen Euro) und Mensch und Maschine (16 Millionen Euro). Auch seit Jahresanfang gerechnet steht 2G vorne, gefolgt von Deutsche Rohstoff und Mensch und Maschine.

Deutsche Rohstoff mit Kursverdopplung

Der Ölförderer Deutsche Rohstoff (DE000A0XYG76) leidet am heutigen Montag unter dem Friedensabkommen zwischen Iran und den USA, das den Ölpreis fallen lässt. Dennoch gehört das Unternehmen zu den Gewinnern in diesem Jahr: Zu Jahresanfang notierte die Aktie unter 50 Euro, in der Spitze waren es 114 Euro, jetzt sind es immer noch 100 Euro. Anfang des Monats meldet die Deutsche Rohstoff einen erfolgreichen Start in ihr US-Bohrprogramm 2026. Beurteilt wird Deutsche Rohstoff von Fist Berlin und MWB Research, beide setzen die Aktie auf "Buy". Die Kursziele liegen mit 145 und 135 Euro weit über der aktuellen Notierung.

Cantourage fliegt "high"

Ebenfalls rund läuft es für Cantourage (DE000A3DSV01), den Anbieter von medizinischem Cannabis. Nach 3,30 Euro Ende 2025 kostet die Aktie mit 5,92 Euro jetzt fast doppelt so viel. Cantourage war im November 2022 an die Börse gegangen, der erste Kurs lag bei 6,48 Euro. Auch Cantourage hat viele Anhänger: Montega, NuWays und First Berlin setzen die Aktie mit dem Börsenkürze HIGH.F auf "Kaufen", mit Kurszielen von 9 Euro, 10 Euro und 11 Euro.

Rüstungsaktien: Boom vorbei?

Stockender läuft es für die Rüstungswerte im Scale-Segment. Steyr Motors (AT0000A3FW25) hat nach einem guten Jahresauftakt verloren und notiert mit aktuell 33 Euro unter dem Niveau Ende 2025. Seit dem Börsengang im Oktober 2024 zu einem Ausgabepreis von 14 Euro ergibt sich aber immer noch mehr als eine Kursverdopplung. Die Gabler Group (DE000A421RZ9) tritt mehr oder weniger auf der Stelle. Der Lübecker U-Boot-Zulieferer war im März zu 44 Euro an die Börse gegangen, aktuell wird Gabler zu 42 Euro gehandelt.

Cenit nicht allein mit Segmentwechsel

Das IT-Unternehmen Cenit AG (DE0005407100) war Ende April aus dem regulierten Markt ins Scale-Segment gewechselt, nun dürften noch mehrere andere Unternehmen folgen: FCR Immobilien (DE000A1YC913), Autozulieferer Paragon (ADE0005558696) und das Telekommunikationsunternehmen ecotel communication (DE0005854343) haben dies bereits angekündigt. Hintergrund ist das in weiten Teilen im Februar 2026 in Kraft getretenen Gesetz zur Förderung privater Investitionen und des Finanzstandorts (Standortfördergesetz), das den Segmentwechsel erleichtert.

Von Anna-Maria Borse © 16. Juni 2026, Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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