Deutschland setzt auf Rohstoff-Partnerschaft mit Australien 05.02.2026, 06:17 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

CANBERRA (dpa-AFX) - Deutschland und Australien wollen ihre Zusammenarbeit beim Import kritischer Rohstoffe aus "Down Under" weiter ausbauen. "Euer Land ist für uns ein wichtiger Partner bei der Diversifizierung unserer Lieferketten", sagte Außenminister Johann Wadephul nach einem Treffen mit seiner australischen Amtskollegin Penny Wong in der Hauptstadt Canberra. "Viele kritische Rohstoffe wie Lithium werden hier gewonnen, und wir haben großes Interesse, unsere Zusammenarbeit im Rohstoffbereich, gerade bei strategisch wichtigen Mineralien, weiter auszubauen."

Australien betreibt größte Lithium-Mine der Welt

Ein Beispiel dafür findet sich südlich von Perth an der Westküste, wo in dem Ort Greenbushes die größte Hartgestein-Lithiummine der Welt betrieben wird. Das "weiße Gold" steckt in modernen Technologien vom E-Auto-Akku bis zum Smartphone. Die Mine erstreckt sich über mehr als 2.000 Hektar und liefert etwa 20 Prozent der weltweiten Fördermenge. Das Land verfügt zudem über riesige Vorkommen an seltenen Erden wie Neodym und Terbium, die für die Herstellung von Hochleistungsmagneten benötigt werden.

Die Partnerschaft bei der Ausbeutung von Mineralienvorkommen sei mit einem gewissen Preisschild verbunden, räumte Wadephul ein. "Dazu müssen wir auch bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen, weil die Erschließung dieser Rohstoffe teilweise kostenträchtig ist", betonte er. "Aber gleichzeitig wissen wir, dass gerade Deutschland auf derartige Rohstoffe dringend angewiesen ist."

Neuer Anlauf für Freihandelsabkommen

Wichtig in diesem Zusammenhang sei auch ein zügiger Abschluss des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der EU und Australien, sagte der CDU-Politiker. Nach dem vorläufigen Scheitern der Gespräche 2023 wegen Streitigkeiten über Agrarimporte laufen aktuell neue Verhandlungen. Wenn es nach ihm ginge, sollte so schnell wie möglich eine Einigung erzielt werden, sagte Wadephul - "möglichst noch in diesem Jahr".

Auch Australiens Außenministerin Wong äußerte ihre Hoffnung, dass in naher Zukunft ein solches Abkommen zwischen "gleichgesinnten Ländern" abgeschlossen werde - "gerade in einer Zeit, in der wir nicht nur Herausforderungen, sondern auch tiefgreifende Veränderungen und Umbrüche weltweit erleben". Wadephul betonte: "Wir glauben, dass alle Handelsbarrieren abgebaut werden müssen und wir glauben, dass die Europäische Union und auch Australien bei so einem Abkommen gewinnen würden."/cfn/bk/DP/zb

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer