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Euro gibt erneut nach - Robuster US-Arbeitsmarktbericht 06.11.2026, 17:30 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Euro EU0009652759 hat am Freitag erneut nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1147 US-Dollar. Im frühen Handel hatte sie noch über 1,12 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1165 (Donnerstag: 1,1224) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8956 (0,8909) Euro.

Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Oktober überraschend robust entwickelt. Die Beschäftigung stieg deutlich, die Arbeitslosenquote ging zurück und die Stundenlöhne stiegen so stark wie seit Jahresbeginn nicht mehr. Im September hatte der Arbeitsmarktbericht noch enttäuscht.

An den Finanzmärkten wird nach den robusten Arbeitsmarktdaten überwiegend mit einer Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank Fed im Dezember gerechnet. "Die Zinserwartungen sind wegen der aufkommenden Verunsicherung vor allem bei Tech-Aktien zuletzt deutlich gedämpft worden", kommentierte Helaba-Experte Ralf Umlauf. "Dies könnte sich nun wieder umkehren." In der vergangenen Woche hatte die Fed den Leitzins nicht verändert. Insgesamt hielten sich die Ausschläge am Devisenmarkt nach dem Arbeitsmarktbericht aber in Grenzen.

Im Vergleich zum Wochenstart gab der Euro etwas nach. Das Kursplus nach den US-Zwischenwahlen zur Wochenmitte war nur vorübergehend. Am Mittwoch war der Euro noch bis auf 1,1273 Dollar gestiegen.

Die Demokraten hatten im Senat und im Repräsentantenhaus eine Mehrheit gewonnen. "Dabei bleibt unsicher, was der Wahlausgang mittelfristig für die Währung bedeuten wird", schreibt Commerzbank-Experte Michael Pfister. "So würde das Ausbleiben weiterer Steuersenkungen und einer deshalb etwas besseren Haushaltssituation den US-Dollar stützen. Allerdings könnte es auch zu kostspieligen Kompromissen zwischen Republikanern und Demokraten kommen." Entscheidend für die weitere Kursentwicklung blieben die Geldpolitik in den USA und der Eurozone.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83415 (0,83393) britische Pfund, 176,77 (177,85) japanische Yen und 0,9143 (0,9180) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.061 Dollar. Das waren rund 27 Dollar weniger als am Vortag.

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