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Devisen

Euro sinkt deutlich - EZB-Vertreter dämpfen Zinserhöhungserwartungen 30.03.2026, 16:46 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Kurs des Euro EU0009652759 hat am Montag deutlich nachgegeben. Am Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1455 US-Dollar zurück. Am Morgen hatte der Euro noch über 1,15 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1484 (Freitag: 1,1517) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8707 (0,8682) Euro.

EZB-Vertreter dämpften die Erwartung auf baldige Leitzinserhöhungen, die im Zuge der deutlichen gestiegenen Ölpreise aufgekommen waren. Dies belastete den Euro. "Die Finanzmärkte haben die Situation in den letzten Tagen etwas überinterpretiert", sagte der Präsident der französischen Notenbank in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der italienischen Tageszeitung "La Stampa". "Die Debatte über festgelegte Termine erscheint mir sehr verfrüht."

Neben Villeroy de Galhau hatte sich auch EZB-Direktorin Isabel Schnabel zuletzt eher zurückhaltend zur Möglichkeit einer schnellen Zinserhöhung gezeigt. Die EZB sollte ihre Reaktion auf den Iran-Krieg nicht überstürzen. "Wir haben Zeit, die Daten zu prüfen und zu analysieren, was tatsächlich geschieht", sagte Schnabel am Freitag bei einer Veranstaltung in Zürich.

Ausgelöst durch den Ölpreisschock sind in Deutschland die Verbraucherpreise im März deutlich gestiegen. Mit 2,7 Prozent erreichte die Inflationsrate den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer warnt: "Der Anstieg der Inflation im März ist erst der Anfang. Die höheren Energiekosten werden sich in den kommenden Monaten durch die Wertschöpfungsketten fressen, sofern der Krieg nicht rasch endet." Der Euro gab nach der Veröffentlichung der Daten weiter nach. Die Zahlen für den gesamten Euroraum werde am Dienstag veröffentlicht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86803 (0,86720) britische Pfund, 183,12 (184,16) japanische Yen und 0,9187 (0,9178) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.524 Dollar. Das waren rund 30 Dollar mehr als am Freitag.

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