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Devisen

Euro steigt über 1,19 US-Dollar 09.02.2026, 16:58 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Montag über 1,19 US-Dollar gestiegen. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung in der Spitze bei 1,1906 US-Dollar gehandelt. Das ist der höchste Stand seit Ende Januar. Im frühen Handel hatte der Euro noch rund einen Cent niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1886 (Freitag: 1,1794) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8413 (0,8478) Euro.

Für Druck auf den Dollar sorgte eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach chinesische Beamte die Banken des Landes aufgefordert haben, den Kauf von US-Staatsanleihen zu begrenzen. Wie es von mit der Angelegenheit vertrauten Personen weiter hieß, sollen Finanzinstitute mit hohem Engagement in Staatspapiere der Vereinigten Staaten angewiesen worden sein, ihre Positionen abzubauen. Damit sinkt die Nachfrage nach den als sicher geltenden Treasuries, worunter dann auch die US-Währung leidet.

Gestützt wurde der Euro auch durch Konjunkturdaten aus der Eurozone. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator stieg im Februar stärker als erwartet. Damit verbesserte sich der Konjunkturindikator zum dritten Mal in Folge. Sentix sprach von einem weiteren Silberstreif am Horizont und urteilte: "Eine Aufschwungphase dürfte damit begonnen haben."

Nach dem deutlichen Wahlsieg von Japans neuer nationalkonservativer Ministerpräsidentin Sanae Takaichi legte der Yen zum Dollar etwas zu. Die Landeswährung schwankte etwas und lag zuletzt gegenüber den meisten anderen wichtigen Devisen im Plus.

Als erste japanische Partei seit dem Zweiten Weltkrieg gewannen die Liberaldemokraten bei der Wahl zum Unterhaus mehr als zwei Drittel der Sitze in der mächtigen Parlamentskammer. Der überragende Sieg verschafft der rechtsgerichteten Regierungschefin enorme Macht. Neben einer expansiveren Haushaltspolitik sei Takaichi auch eine Verfechterin einer lockereren Geldpolitik zur Unterstützung der japanischen Exportwirtschaft über einen schwächeren Yen, kommentierte DWS-Fondsmanagerin Lilian Haag. "Allerdings hat Finanzministerin Satsuki Katayama zuletzt auch durch eine Intervention der Bank of Japan deutlich gemacht, dass sie einen Wechselkurs von über 160 Yen zum Dollar für nicht tragbar hält."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87010 (0,86790) britische Pfund, 185,65 (185,27) japanische Yen und 0,9150 (0,9175) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.030 Dollar. Das waren etwa 67 Dollar mehr als am Freitag./jsl/he

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