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Eurokurs kommt Einigung zwischen Iran und USA zugute 15.06.2026, 21:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Kurs des Euro EU0009652759 hat am Montag im US-Handel weiter von der Einigung zwischen den USA und Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges profitiert. Der Gemeinschaftswährung kam dabei die allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten zugute. Zuletzt wurde der Euro bei 1,1597 Dollar gehandelt und damit knapp einen halben Cent höher als zum Wochenschluss. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1607 (Freitag: 1,1567) Dollar fest.

"Die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten nimmt zu", beschrieben Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Stimmung. Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges verständigt und damit breite Kauflaune an den Finanzmärkten ausgelöst. Der als vergleichsweise sicher geltende Dollar war vor diesem Hintergrund weniger gefragt, während der Euro zulegte.

Zudem erhielten Spekulationen auf eine Zinserhöhung in den USA einen Dämpfer, was den Dollar belastete und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verlieh. Mit einem deutlichen Rückgang der Ölpreise sind auch die Inflationserwartungen gesunken. Zuvor hatten noch ein wachsender Inflationsdruck und überraschend starke Daten vom US-Arbeitsmarkt eine Zinserhöhung in den USA wahrscheinlicher gemacht.

Bei der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch wird am Markt allgemein mit einem weiter unveränderten Leitzins gerechnet. Eine Zinserhöhung wird erst im weiteren Verlauf des Jahres für möglich gehalten. Sollte die Fed unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh allerdings keine klare Bereitschaft für eine Zinserhöhung im Fall einer erhöhten Inflation signalisieren, "dürfte das Fundament der jüngsten Dollar-Stärke in sich zusammenbrechen", sagte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank.

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