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Eurokurs legt zum US-Dollar zu - ZEW-Index belastet nur kurz 20.10.2026, 16:54 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Nach dem verhaltenen Handel am Vortag ist der Kurs des Euro EU0009652759 am Dienstag wieder gestiegen. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1246 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1215 (Montag: 1,1225) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8916 (0,8908) Euro.

Zuletzt stützen vage Hoffnungen auf einen Erfolg der Vermittlungsbemühungen von Katar und Pakistan zur Beilegung des Iran-Kriegs den Euro. Gedämpfte Einschätzungen von Finanzexperten und Analysten zur Konjunktur in Deutschland hingegen konnten den Euro nur kurz belasten. Die ZEW-Konjunkturerwartungen, das Stimmungsbarometer des gleichnamigen Forschungsinstituts, haben sich erstmals seit fünf Monaten wieder verschlechtert. Zudem fiel der Rückgang überraschend deutlich aus.

"Die deutsche Wirtschaft kommt langsam aus der Stagnation heraus, doch der Aufschwung trägt sich nicht selbst", kommentiert ZEW-Präsident Achim Wambach die Ergebnisse der Umfrage, an der sich 178 Fachleute aus dem Finanzsektor beteiligt haben. Seiner Einschätzung nach bleiben der private Konsum und private Investitionen schwach, "weil hohe Energiepreise die Realeinkommen drücken, die Produktionskosten erhöhen und die Inflation länger auf einem höheren Niveau halten".

Nachdem die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal kaum vom Fleck gekommen sei, zeigten die ZEW-Konjunkturerwartungen auch für das Schlussquartal keinen wesentlich neuen Schwung, sagte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank und begründete den Stimmungsdämpfer auch mit gestiegenen Kapitalmarktzinsen. "Langfristige Finanzierungen verteuerten sich, was auch der Unternehmenssektor zu spüren bekommt." Hinzu komme, dass niedrige Pegelstände auf den deutschen Flüssen zu einer Unterbrechung von Lieferketten geführt habe.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84028 (0,84205) britische Pfund, 177,34 (177,63) japanische Yen und 0,9237 (0,9261) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.150 Dollar. Das waren rund zehn Dollar mehr als am Vortag.

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