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Eurokurs sinkt - Yen nach BIP-Daten schwächer zum US-Dollar 19.05.2026, 09:24 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Kurs des Euro EU0009652759 ist am Dienstag gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1631 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1648 Dollar festgesetzt.

Eine zeitweise allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten, die auch den Euro zu Beginn der Woche gestützt hatte, war nicht von langer Dauer. Da im weiteren Handelsverlauf keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm stehen, bleibt die Geopolitik ein bestimmender Faktor am Devisenmarkt. "Im Fokus bleiben die Anzeichen darüber, ob und wie die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die nächste Phase erreichen", schreiben Analysten der Dekabank in einem Marktkommentar.

Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben auf einen angeblich für heute geplanten Angriff auf den Iran vorerst verzichtet. Mehrere Golfstaaten hätten ihn darum gebeten, es liefen "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Allerdings haben mehrere Vertreter der von Trump aufgeführten Golfstaaten dem "Wall Street Journal" zufolge erklärt, ihnen sei der vom US-Präsidenten erwähnte angebliche Plan für einen Angriff auf den Iran nicht bekannt.

Nach Einschätzung der Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank bleibt die Geopolitik in den kommenden Tagen ein bestimmender Faktor für die weitere Kursentwicklung. Es sei unklar, ob die USA gegen Ende der Woche nicht doch einen erneuten Angriff auf den Iran planen. Oder ob Trumps jüngste Drohungen einer erneuten Eskalation ein taktisches Manöver gewesen seien, um den Druck auf den Iran hin zu einer Friedenslösung zu erhöhen, sagte Praefcke.

Der japanische Yen konnte am Morgen nicht von unerwartet starken Konjunkturdaten profitieren. Die Währung gab im Handel mit dem US-Dollar etwas nach, obwohl Japans Wirtschaft im ersten Quartal stärker als erwartet gewachsen war. Zwar haben Exporte die Konjunktur in den ersten drei Monaten gestützt, heißt es in einer Einschätzung des Analysten Matthias Krieger von der Landesbank Baden-Württemberg. Allerdings stellen die hohen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs für das ressourcenarme Japan in den kommenden Monaten "eine große Herausforderung" dar.

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