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dpa-AFX Überblick

KONJUNKTUR vom 20.02.2026 - 17.15 Uhr 20.02.2026, 17:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

ROUNDUP/Streit um Zölle: Niederlage für Trump vor Oberstem Gericht

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat im Streit um seine aggressive Zollpolitik eine Niederlage vor dem Supreme Court kassiert. Das Oberste Gericht der USA entschied, dass Trump seine Befugnisse überschritten hat, als er sich auf ein Notstandsgesetz berief, um umfangreiche Zölle gegen Dutzende Handelspartner zu verhängen - darunter auch die Europäische Union. Die Entscheidung fiel mit einer deutlichen Mehrheit von sechs zu drei der insgesamt neun Richterinnen und Richter.

ROUNDUP/USA: Shutdown belastet Wirtschaftswachstum am Jahresende

WASHINGTON - Das Wachstum der US-Wirtschaft hat sich zum Jahresende 2025 stärker als erwartet abschwächt. Im vierten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um annualisiert 1,4 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag laut einer ersten Erhebung in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 2,8 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal hatte das BIP noch um 4,4 Prozent zugelegt.

USA: Michigan-Konsumklima steigt weniger als erwartet

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Februar weniger als erwartet verbessert. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg laut der am Freitag veröffentlichten zweiten Schätzung um 0,2 Punkte auf 56,6 Punkte. In einer ersten Schätzung war noch ein deutlicherer Anstieg auf 57,3 Punkte ermittelt worden.

Iran: Kein Ultimatum seitens der USA im Atomstreit

NEW YORK/TEHERAN - Irans Außenminister weist ein angebliches US-Ultimatum im Atomstreit zurück und zeigt sich zuversichtlich, dass beide Seiten zu einem diplomatischen Abkommen finden werden. "Es gibt überhaupt kein Ultimatum und wir sprechen lediglich über ein schnelles Abkommen, an dem beide Seiten interessiert sind", sagte Abbas Araghtschi in einem Interview des US-Senders MS NOW.

Klingbeil: Werden bei Lagarde-Nachfolge 'kraftvoll mitreden'

FRANKFURT - Nach einem Medienbericht über einen vorzeitigen Abtritt von EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat sich erstmals Bundesfinanzminister Lars Klingbeil dazu geäußert. Er arbeite mit Lagarde "sehr gut und vertrauensvoll" zusammen und beteilige sich nicht an jüngsten Spekulationen, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch in Frankfurt. Diese seien ohne Grundlage.

ROUNDUP 2: Merz ruft CDU und Koalition zur Geschlossenheit auf

STUTTGART - Bundeskanzler Friedrich Merz hat die CDU vor dem anstehenden Wahl-Marathon zur Geschlossenheit aufgerufen - und gleichzeitig von Union und SPD eine konstruktivere Regierungsarbeit gefordert. "Wir müssen heraus aus dem Zustand, dass ein Koalitionspartner Vorschläge macht, die der andere ritualhaft zurückweist. Beide müssen da heraus", sagte er.

Kanzler Merz reist kommende Woche nach China

BERLIN - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird in der kommenden Woche erstmals nach China reisen. Er wird nach Angaben der Bundesregierung am Mittwoch in Peking von Ministerpräsident Li Qiang mit militärischen Ehren empfangen. Im Anschluss ist ein gemeinsames Mittagessen vorgesehen. Für den Nachmittag ist ein Vier-Augen-Gespräch mit Staatspräsident Xi Jinping geplant.

ROUNDUP/Eurozone: Unternehmensstimmung steigt - 'Konjunktureller Frühling'

LONDON - Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im Februar überraschend deutlich aufgehellt. Der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex stieg um 0,6 Punkte auf 51,9 Punkten, wie S&P am Freitag in London nach einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf 51,5 Punkte erwartet. "Das sieht doch gut aus!", schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank und fuhr fort: "Der konjunkturelle Frühling ist bereits angebrochen."

Großbritannien: Unternehmensstimmung verbesser sich unerwartet

LONDON - Die Stimmung in den Unternehmen Großbritanniens hat sich im Februar unerwartet verbessert. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 53,9 Punkte, wie S&P am Freitag in London laut einer ersten Schätzung mitteilte. Der Indikator liegt damit noch deutlicher über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen einen Rückgang auf 53,2 Punkte erwartet.

EZB-Präsidentin Lagarde tritt Spekulationen um vorzeitigen Abgang entgegen

NEW YORK - EZB-Präsidentin Christine Lagarde ist den jüngst aufgekommenen Spekulationen über einen vorzeitigen Rücktritt von ihrem Posten ein Stück weit entgegengetreten. "Wenn ich auf all die Jahre zurückblicke, denke ich, dass wir viel erreicht haben, dass ich viel erreicht habe", sagte die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) dem "Wall Street Journal". "Wir müssen konsolidieren und sicherstellen, dass dies wirklich solide und zuverlässig ist. Daher gehe ich davon aus, dass dies bis zum Ende meiner Amtszeit dauern wird." Allerdings wollte Largarde einen Bericht der "Financial Times" ("FT") über Rücktrittspläne nicht direkt kommentieren, wie es weiter hieß.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl

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