Emden bangt um Zukunft des VW-Werks - 'Tür ist nicht zu' 04.09.2026, 18:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Volkswagen (VW) Vz 81,61 EUR +2,89 % TTMzero RT

Nach der Einigung zu den Sparplänen bei Volkswagen DE0007664039 ist am Standort im ostfriesischen Emden die Verunsicherung bei den Beschäftigten, wie es mit ihrem Werk weitergeht, nach wie vor groß. Die Beschäftigten und ihre Familien seien nach dem Beschluss des VW-Aufsichtsrats DE0007664039 "höchst verunsichert", sagte Betriebsratschef Manfred Wulff. "Wir müssen Ruhe reinbekommen in den ganzen Druck, damit wir endlich arbeiten können." Die Emder Belegschaft sei bereit, weiter an den schon vereinbarten Zielen zu den Kosteneinsparungen zu arbeiten und sei auf gutem Weg diese zu erfüllen.

Der VW-Aufsichtsrat hatte sich am Donnerstagabend überraschend auf einen Sparplan geeinigt. Die Konzernproduktion soll auf neun Millionen Fahrzeuge im Jahr sinken, zudem sollen weltweit 50.000 weitere Stellen wegfallen. Für die VW-Werke in Emden, Zwickau und Hannover sowie für das Audi-Werk in Neckarsulm könne keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden, hieß es. Für diese Werke würden "parallel und ergänzend alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft".

Betriebsratschef pocht auf Tarifvertrag

Der Emder Betriebsratschef zeigte sich kämpferisch. "Es gibt einen gültigen Tarifvertrag", betonte Wulff und verwies auf die Vereinbarung von 2024. Darin sei die Zusage festgehalten, sollte das Emder Werk die vereinbarten Ziele erreichen, würden weiterhin Autos wie etwa der ID.4 Tiguan ab 2031 in der ostfriesischen Hafenstadt produziert werden. "Stand heute gehe ich nach wie vor davon aus, dass dieser Vertrag Gültigkeit hat", sagte der Betriebsratschef.

Im Emder VW-Werk arbeiten rund 7.700 Beschäftigte, es ist der wichtigste industrielle Arbeitgeber in Ostfriesland. Noch sei der Konflikt aber nicht gelöst, sondern ins nächste Jahr reingeschoben worden, sagte Wulff. "Wir haben jetzt ja die Mohrrübe hingehalten bekommen für zwei Jahre und anscheinend wird sie noch mal weiter weggehängt."

Nun komme es auf die weiteren Gespräche zwischen Arbeitnehmern und Vorstand an. "Wir gucken uns die Situation zusammen an und versuchen dann mit allen Standorten, möglichst mit dem Autobau natürlich, dann durch die Tür zu kommen", sagte Wulff. "Das ist unsere Haltelinie und da stehen wir nach wie vor zu. Und diese Tür ist nicht zu."

Land signalisiert Unterstützung

Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD), der spontan am Nachmittag das Emder VW Werk besuchte, sagte, man brauche nun schnell Klarheit für den Standort. "Für uns ist völlig außer Frage, dass es hier eine Zukunft geben muss, und darum gilt es jetzt gemeinsam zu ringen."

Niedersachsen ist mit 20 Prozent an dem Konzern beteiligt. Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) sitzen als Vertreter des Landes Niedersachsen im VW-Aufsichtsrat.

"Ich kann die Zweifel und auch das Misstrauen verstehen", sagte der Wirtschaftsminister. Gerade mit Blick auf die Einigung 2024 habe die Emder Belegschaft schon einen "Erfahrungsschatz gesammelt". Er sicherte die Unterstützung des Landes zu. "Wir wollen landesseitig mit all den Möglichkeiten, die wir zur Verfügung haben, für eine gute Perspektive und für den Standort kämpfen. Wir wollen mit dem Werk für das Werk uns ins Zeug legen. Das kriegen wir nur gemeinsam hin."

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,45
Hebel: 18,14
mit starkem Hebel
Ask: 1,52
Hebel: 5,34
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: BD5XV8 VV7SJG. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer