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EU-Agrar-Kommissar

Jedes Land braucht eine Risiko-Strategie 04.05.2026, 14:32 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

EU-Staaten sollen Landwirte besser gegen Risiken wie Klimawandel, Marktschwankungen und geopolitische Entwicklungen absichern. Die EU-Kommission erwarte von jedem einzelnen Staat eine konkrete Strategie, sagte der Landwirtschaftskommissar der Europäischen Union, Christophe Hansen, nach Beratungen mit den europäischen Agrarministern in Zypern. Diese sollen im Rahmen der nächsten Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorgelegt werden. Zudem müssten Risiken bei landwirtschaftlichen Entscheidungen berücksichtigt werden.

Bei dem informellen Treffen tauschten sich die Politiker über die Lage in der Landwirtschaft aus; rechtlich verbindliche Beschlüsse konnten dort nicht gefasst werden.

Umstrukturierung der Agrarpolitik

Die EU-Kommission will die GAP ab 2028 grundlegend umstrukturieren. Statt vieler Töpfe für die GAP und die Strukturförderung soll es demnach künftig nur noch einen großen Fonds geben. Für Mittel daraus soll nach dem Willen der Kommission jeder EU-Staat einen sogenannten Nationalen Reform- und Investitionsplan vorlegen. Darin soll das Land zeigen, welche Reformen und Investitionen es zwischen 2028 und 2034 umsetzen und wofür es EU-Gelder verwenden will.

Die Vorschläge sind umstritten: Einerseits wird begrüßt, dass Staaten individueller planen können, andererseits werden größere regionale Unterschiede und niedrigere Umweltschutzstandards befürchtet. Die Haushaltsverhandlungen unter den EU-Staaten und mit dem Europäischen Parlament dürften lang und hart werden; angestrebt wird ein Abschluss bis Jahresende.

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