Exporteure in Deutschland erwarten Einbruch ihrer Geschäfte um 2,5 Prozent 11.09.2025, 10:52 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Zollschranken im Ausland und bürokratische Hürden im Inland: Deutschlands Exporteure erwarten einen Einbruch ihrer Geschäfte im laufenden Jahr. Der Außenhandelsverband BGA prognostiziert ein Exportminus von 2,5 Prozent.

"Ein nachhaltiger Aufschwung im deutschen Export ist aktuell nicht in Sicht - das Erreichen früherer Wachstumsraten bleibt unwahrscheinlich", sagt der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel (BGA), Dirk Jandura.

Im Jahr 2024 hatte die exportstarke deutsche Wirtschaft nach jüngsten amtlichen Zahlen Waren im Gesamtwert von rund 1.549 Milliarden Euro ins Ausland geliefert und damit 1,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres summierten sich die Ausfuhren "Made in Germany" nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes auf 786 Milliarden Euro.

Trumps Zölle lassen Exporte in die USA einbrechen

Die aggressive Zollpolitik der US-Regierung wird zunehmend zur Belastung für die Exportnation Deutschland. Im Geschäft mit dem wichtigsten Handelspartner gab es für Deutschlands Exporteure im Juli den vierten Rückgang in Folge, die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten sanken auf den tiefsten Stand seit Dezember 2021.

"Viele der neuen US-Zölle sind so hoch, dass Geschäfte schlichtweg unmöglich werden - für zahlreiche deutsche Exporteure bedeutet das faktisch den Verlust des US-Marktes", ordnet Jandura ein. "Unsere Außenhändler blicken dementsprechend düster in die Zukunft: Fast 60 Prozent sehen sich direkt oder indirekt negativ betroffen."

Seit dem 7. August gelten für die meisten Importe aus der Europäischen Union in die USA Zölle von 15 Prozent. Die Zölle für Stahl und Aluminium hatte US-Präsident Donald Trump Anfang Juni auf 50 Prozent hochgeschraubt.

"Außenhandel am Limit"

Der BGA-Präsident sieht den deutschen Außenhandel "am Scheideweg" und fordert ein entschlossenes Gegensteuern der Politik: "Wenn wir den Abwärtstrend im Export stoppen und den rasanten Anstieg beim Import dämpfen wollen, brauchen unsere Unternehmen dringend mehr Freiraum: weniger Bürokratie, sichere Lieferketten und vor allem den Abschluss neuer Freihandelsabkommen, um Zölle und Handelshemmnisse zu überwinden."/ben/DP/jha

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