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Frankfurter Flughafen

Bald große Flaschen im Handgepäck möglich 28.08.2025, 12:29 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - An einigen deutschen Flughäfen können Passagiere bald wieder größere Flaschen mit Flüssigkeiten im Handgepäck mitnehmen. Frankfurt als größter deutscher Airport hat angekündigt, dass ab Mitte September an bestimmten Kontrollspuren Flaschen mit bis zu zwei Litern Inhalt mitgeführt werden dürfen. Voraussetzung sind allerdings Kontroll-Scanner mit der neuesten CT-Technik, die nur an einem Teil der Zugänge zum Sicherheitsbereich installiert sind.

Alte Regeln gelten noch an vielen Spuren

Grundsätzlich rät der Flughafen den Passagieren daher weiterhin, die alten Regelungen zu beachten. Schließlich sei vielen nicht klar, an welcher Kontrollspur sie den Sicherheitsbereich betreten. Seit 2006 durften Fluggäste Flüssigkeiten nur in Behältern mit einem Volumen von bis zu 100 Millilitern mitnehmen - und mussten diese in einem wiederverschließbaren transparenten Plastikbeutel mit einem maximalen Fassungsvolumen von bis zu einem Liter verpacken. Diese Regeln gelten an Spuren mit der alten Technik weiterhin.

Auch München testet

Auch in München laufen entsprechende Tests, nach deren Abschluss ebenfalls Flaschen mit bis zu zwei Litern Inhalt mitgenommen werden dürfen. Laut der Regierung Oberbayern sind am Flughafen 20 Scanner mit der aus der Medizin bekannten Technik der Computertomografie (CT) im Einsatz, darunter das komplette Terminal 2.

Laut Fraport-Luftsicherheitsleiter Dennis Wildhirt stehen in Frankfurt derzeit 40 CT-Scanner an den rund 160 Kontrollspuren. Vollständig ausgerüstet sind die Abflugbereiche A und Z, die vorwiegend von der Lufthansa genutzt werden. Das neue Terminal 3 soll im Frühjahr 2026 mit vollständig neuer Technik eröffnet werden.

Software-Update notwendig

Im Juli hatte die EU frühere Sicherheitsbedenken aufgegeben und die Scanner grundsätzlich freigegeben. Nach einem Software-Update können die Geräte ausreichend sicher auch größere Mengen Flüssigkeit untersuchen und von Sprengstoff unterscheiden, sind aber nicht an jeder Kontrollspur vorhanden.

Nach Angaben der EU-Kommission werden derzeit rund 700 Geräte des britischen Herstellers Smiths Detection mit der jetzt zugelassenen Technik auf Flughäfen in 21 Ländern der Europäischen Union eingesetzt oder installiert. Auch am Berliner Flughafen BER werden derzeit alle neuen Geräte mit der erforderlichen Software ausgestattet.

Statt weniger unscharfer Aufsichtbilder liefern sie ohne Tempoverlust Hunderte Aufnahmen des Gepäckstücks, was am Kontrollschirm dreidimensionale Ansichten und die schichtweise Durchleuchtung des Inhalts ermöglicht. Die Flüssigkeitsbeschränkungen im Luftverkehr waren 2006 international eingeführt worden, nachdem bekanntgeworden war, dass Terroristen an Bord eines Flugzeugs aus mehreren Flüssigkeiten Sprengstoff herstellen könnten.

Ganzkörperscanner zum Durchlaufen

Noch mehr Tempo an den Kontrollstellen sollen neuartige Ganzkörperscanner bringen, an denen die Passagiere nicht mehr stehen bleiben müssen. Fraport hat ein Gerät seit Februar im Dauereinsatz und berichtet von kürzeren Wartezeiten. Im Sommer-Reiseverkehr habe es keine längeren Wartezeiten an den Passagierkontrollen mehr gegeben, sagt Wildhirt./ceb/DP/stw

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