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Frankreichs Staatsverschuldung steigt auf Rekordwert 29.09.2026, 11:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die französische Staatsverschuldung ist gemessen an der Wirtschaftsleistung zum Ende des zweiten Quartals auf 119,0 Prozent und damit auf einen Höchststand gestiegen. Wie die Statistikbehörde Insee in Paris mitteilte, belief sich der Gesamtbetrag der Schulden auf knapp 3,6 Billionen Euro, was ebenfalls einen noch nie dagewesenen Wert darstellt. Kürzlich erst hatte die Regierung einen weiteren Anstieg der Staatsverschuldung auf 121,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im kommenden Jahr prognostiziert.

Die neuen Verschuldungszahlen setzen Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu zusätzlich unter Druck, der am Donnerstag einen Haushaltsentwurf mit Milliardeneinsparungen vorlegen will. Wie bereits im vergangenen Jahr dürfte es ein Kraftakt für das Mitte-Lager von Präsident Emmanuel Macron werden, den Haushalt ohne eigene Mehrheit durchs Parlament zu bringen. Wie im Vorjahr will Lecornu auf die Sozialisten zugehen, um eine Kompromisslinie zu finden. Im Anlauf auf die Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr sind radikale Einschnitte aber nicht zu erwarten.

Die hohe Verschuldung der zweitgrößten Volkswirtschaft in der Eurozone macht regelmäßig auch den europäischen Partnern Sorge. Seit längerem reißt Frankreich die EU-Regeln zur Begrenzung der Neuverschuldung. In diesem Jahr geht die Regierung von einem Haushaltsdefizit von 5,4 Prozent und im kommenden Jahr von 5 Prozent aus. Die von der EU vorgeschriebene Grenze liegt bei 3 Prozent. Den öffentlichen Schulden steht allerdings eine robuste Wirtschaftsleistung in Deutschlands wichtigstem Partnerland entgegen.

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