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Aktienmärkte springen nach oben - Anleger feiern Waffenruhe 08.04.2026, 09:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Dax DE0008469008 steigt nach der angekündigten zweiwöchigen Feuerpause zwischen dem Iran und den USA deutlich. Der deutsche Leitindex legte zum Handelsstart um 4,9 Prozent auf 24.033 Punkte zu.

Die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus lässt die Ölpreise einbrechen und beflügelt die Aktienmärkte weltweit. Sie reagieren vor allem auf die Aussagen des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach die Straße von Hormus während der Waffenruhe geöffnet werde.

Die Ölpreise sackten prozentual zweistellig ab. Sie sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel zeitweise unter 92 Dollar und damit auf das tiefste Niveau seit mehr als zwei Wochen.

Ökonom: "An den Finanzmärkten ist Aufatmen angesagt"

Entsprechend deutlich steigt die Risikofreude der Anleger. In Ostasien legten die Börsenkurse kräftig zu. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schoss um mehr als 5 Prozent nach oben auf das Niveau von Anfang März.

Wichtig für die globalen Märkte ist vor allem, dass der Iran die Straße von Hormus nun wieder für den Schiffsverkehr öffnen will. Die Meerenge ist einer der global wichtigsten Transportwege - nicht nur für Öl und Gas. Ihre Öffnung war die Bedingung der USA für eine Feuerpause.

"An den Finanzmärkten ist Aufatmen angesagt", schrieb Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Mit dem Waffenstillstand bleibe vorerst eine weitere Eskalation aus. Vor allem die deutlich gefallenen Ölpreise lassen dem Experten zufolge Hoffnungen keimen, dass der Anstieg der Inflationsraten eine kurze Episode bleiben wird. Die Notenbanken könnten im Falle einer nachhaltigen Entspannung der Ölpreise von befürchteten Zinsanhebungen absehen.

Im Falle einer Einigung zwischen den USA und dem Iran wären die realwirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges aus Sicht von Gitzel überschaubar. Zwar belasteten die hohen Energiepreise die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr, doch bei einer Entspannung der Situation könnte der globale Konjunkturverlauf im weiteren Jahresverlauf wieder zu seinem ursprünglichen Pfad zurückkehren. Noch aber bleibe abzuwarten, wie die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien verlaufen werden.

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