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Ein Geschenk eines Vaters, eine Weltpremiere: Sechsjähriger erhält als weltweit erster Patient eine Lebertransplantation mithilfe eines robotergestützten Single-Port-Systems 21.07.2026, 17:44 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

RIAD,  Saudi-Arabien, July  21, 2026 (GLOBE NEWSWIRE)  -- Die Entscheidung eines
Vaters,  einen Teil seiner Leber zu spenden, um seinem Sohn das Leben zu retten,
hat  den  Weg  für  eine  medizinische  Weltpremiere  geebnet.  Dem  King Faisal
Specialist  Hospital  and  Research  Centre  (KFSH)  ist  es  erstmals  weltweit
gelungen,  bei  einem  sechsjährigen  Jungen  mithilfe  eines  robotergestützten
Single-Port-Systems  eine Lebertransplantation  durchzuführen. Der  Patient litt
unter  wiederkehrenden Episoden akuten Leberversagens. Mit diesem Eingriff wurde
die  minimalinvasive robotergestützte Chirurgie  auf eines der anspruchsvollsten
und    präzisesten   Einsatzgebiete   der   pädiatrischen   Organtransplantation
ausgeweitet.
Die  Transplantation  wurde  möglich,  nachdem  der  Vater des Kindes den linken
Leberlappen  gespendet hatte  - eine  Entscheidung, die  der Familie  nach einem
langen  und von  Sorgen geprägten  Krankheitsverlauf ihres  Sohnes neue Hoffnung
gab.  Der  Eingriff  verlief  erfolgreich.  Das  Kind  erholte  sich  rasch, das
Lebertransplantat  funktionierte einwandfrei, und es traten keine Komplikationen
auf.
Der  Junge leidet am Wolcott-Rallison-Syndrom,  einer seltenen erblich bedingten
Erkrankung,   die   mit   einem   früh   einsetzenden   Diabetes   mellitus  und
wiederkehrenden  Episoden  akuten  Leberversagens  einhergeht  und wiederholt zu
lebensbedrohlichen  Situationen  führte.  Mit  der  Transplantation  konnte  die
schwerwiegendste  Komplikation der Erkrankung behandelt werden. Sie eröffnet dem
Jungen die Aussicht auf ein deutlich stabileres Leben und entlastet zugleich ihn
und  seine  Familie  sowohl  medizinisch  als  auch  emotional.  Aufgrund seiner
genetischen Grunderkrankung und des damit verbundenen Diabetes wird er weiterhin
engmaschig medizinisch betreut.
Ein    robotergestütztes    Single-Port-System    ermöglicht   es,   hochpräzise
Operationsinstrumente  und  eine  hochauflösende  3D-Kamera  über einen einzigen
kleinen  Zugang  in  den  Körper  einzubringen. Im Unterschied zur herkömmlichen
robotergestützten   Multi-Port-Chirurgie   sind  dafür  keine  weiteren  Zugänge
erforderlich.  Über diesen einzigen Zugang  führte das Operationsteam selbst die
anspruchsvollsten  Schritte der Transplantation im  kindlichen Körper durch. Das
enge  Operationsfeld  erfordert  ein  Höchstmaß  an  Präzision  beim  Umgang mit
Blutgefäßen  und Gallengängen. Gleichzeitig trägt dieses Verfahren dazu bei, das
operative  Trauma  zu  reduzieren,  postoperative  Schmerzen zu verringern sowie
Erholungszeit und Krankenhausaufenthalt zu verkürzen.
Prof.  Dieter  Broering,  Executive  Director  des  Organ  Transplant  Center of
Excellence  und  Leiter  des  Operationsteams,  erklärte,  dass der Erfolg eines
derart  anspruchsvollen Eingriffs  nicht allein  von der verfügbaren Technologie
abhänge.   Entscheidend  seien  vielmehr  eine  sorgfältige  Auswahl  geeigneter
Patienten,  eine  präzise  Operationsplanung  sowie  ein  in  allen  Phasen  der
Transplantation  hocherfahrenes  interdisziplinäres  Team.  Der eigentliche Wert
chirurgischer Innovationen, so Prof. Broering, liege darin, moderne Technologien
gezielt  zum  Wohl  der  Patienten  einzusetzen,  die Belastung für sie und ihre
Familien  zu  verringern  und  dabei  jederzeit  höchste Sicherheitsstandards zu
gewährleisten.
Dieser Meilenstein knüpft an die Pionierarbeit des KFSH an, das bereits 2023 die
weltweit  erste  vollständig  robotergestützte Lebertransplantation durchgeführt
hat.  Seither wurde  dieses Verfahren  zu einem  umfassenden klinischen Programm
weiterentwickelt,     in     dessen    Rahmen    bislang    165 robotergestützte
Lebertransplantationen  durchgeführt wurden.  Grundlage dafür  ist die Erfahrung
aus  mehr als  1.700 robotergestützten Leberresektionen  bei Lebendspendern. Die
über   Jahre   aufgebaute   Expertise  unterstreicht  die  Fähigkeit  des  KFSH,
wegweisende  Innovationen in fortschrittliche klinische Programme zu überführen,
die  das  Leben  ganzer  Familien  maßgeblich  verändern. Zugleich erweitert das
Krankenhaus  kontinuierlich die Einsatzmöglichkeiten robotergestützter Verfahren
in  der hochkomplexen  Transplantationschirurgie und  stärkt damit  die Position
Saudi-Arabiens  als  internationaler  Standort  für  medizinische Innovation und
exzellente Gesundheitsversorgung.
Das King Faisal Specialist Hospital and Research Centre wurde für das Jahr 2026
unter  den 250 führenden universitären medizinischen  Zentren weltweit auf Platz
1 im  Nahen Osten  und Afrika  sowie auf  Platz 12 weltweit  eingestuft. Darüber
hinaus  wurde  das  Krankenhaus  von  Brand  Finance  für  2026 als  wertvollste
Gesundheitsmarke  im Königreich Saudi-Arabien und  im Nahen Osten ausgezeichnet.
Newsweek  führte das KFSH außerdem in  seinen Rankings ?World's Best Hospitals",
?World's  Best Smart Hospitals" und ?World's Best Specialized Hospitals" für das
Jahr 2026.
Weitere  Informationen finden Sie unter  www.kfshrc.edu.sa oder kontaktieren Sie
unser            Medienteam            via           mediacoverage@kfshrc.edu.sa
(mailto:mediacoverage@kfshrc.edu.sa)
Ein      Foto      zu      dieser     Mitteilung     ist     verfügbar     unter
https://www.globenewswire.com/NewsRoom/AttachmentNg/f717fac0-6fc6-4f96-add8-
64cc956115c9
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