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Europas Skalierungsdefizit: Regulierung allein ist kein Garant für digitale Weltmarktführerschaft 18.02.2026, 12:50 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

^WIEN, Feb. 18, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Daten des vom VIGS entwickelten Digital

Entrepreneurship Ecosystem (DEE) Index (https://www.vigsinstitute.at/deeindex-

global-report/) belegen: Europa mangelt es keineswegs an Ideen oder

Innovationskraft. Im letzten Jahrzehnt hat Europa enorme Fortschritte bei der

Unterstützung von Unternehmen in der Anfangsphase gemacht. Im Vergleich zu den

Vereinigten Staaten bleibt Europa jedoch weiterhin hinter den Erwartungen

zurück, wenn es darum geht, große digitale Unternehmen hervorzubringen. Selbst

digitale Vorreiter innerhalb der EU, wie etwa Dänemark, können beim Thema

Skalierung nicht mit dem US-Markt mithalten.

Dazu Prof. Dr. Zoltan Acs, Direktor des VIGS: ?Selbst die leistungsstärksten EU-

Nationen, wie etwa Dänemark, fallen im Bereich der Scaleups deutlich hinter die

USA zurück."

Zwar bilden eine solide Regulierung, eine erstklassige digitale Infrastruktur

und weitreichende digitale Finanzlösungen ein notwendiges Fundament. Doch der

DEE-Index beweist: Diese Basis reicht nicht aus, um global konkurrenzfähige

Konzerne zu etablieren. Der größte Engpass in Europa liegt im Übergang vom

Startup zum Scaleup.

Es mangelt an unternehmerischer Gestaltungskraft mit echter Breitenwirkung. Der

Aufbau von Unternehmen mit Milliardenumsatz erfordert erfahrene Gründer - ein

konsequent auf Wachstum ausgerichtetes Management und den Zugang zu

Risikokapital in der Spätphase. Hinzu kommt der Bedarf an spezialisierten

Experten für internationales Marketing und grenzüberschreitende Skalierung.

Diese Kompetenzen sind in den meisten europäischen Ökosystemen nach wie vor nur

begrenzt vorhanden.

Zudem macht der DEE-Index auf eine oft übersehene Chance aufmerksam: die

gezielte Rückgewinnung europäischer Gründer, die in den USA bereits bewiesen

haben, wie man Unternehmen zur Marktführerschaft führt. Diese Unternehmer

verfügen über einschlägige Expertise in Märkten mit extremer Marktdominanz sowie

im internationalen Wagniskapital-Sektor. Gezielte Anreize, eine flexible

Regulierung und auf Skalierung ausgerichtete Ökosysteme könnten deren Rückkehr

begünstigen und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Europas stärken.

Das VIGS zeigt drei konkrete Wege auf, wie der DEE-Index die europäische

Wettbewerbsagenda stützen kann. Zunächst ermöglicht er es den politischen

Entscheidungsträgern, länderspezifische Engpässe zu identifizieren, anstatt sich

auf pauschale Lösungen zu verlassen. Zweitens unterstützt er eine Verlagerung

von einer auf Start-ups ausgerichteten Politik hin zu Scale-up-orientierten

Strategien und ist somit eine Ergänzung zu Initiativen wie der EU Inc. Drittens

bietet er einen Rahmen zur Überwachung der unternehmerischen Souveränität:

Schafft es Europa, eigene digitale Champions zu formen, oder verliert es diese

kontinuierlich an andere Märkte?

Ein stärker integriertes und berechenbares Europa ist unerlässlich. Doch ohne

eine stärkere Fokussierung auf Skalierungsfähigkeiten und unternehmerische

Dynamik wird eine rein regulatorische Reform allein nicht ausreichen, um Europas

nächste Generation globaler Marktführer hervorzubringen.

Ein Foto zu dieser Mitteilung ist verfügbar

unter http://www.globenewswire.com/NewsRoom/AttachmentNg/324e7c79-818b-4472-

b9f2-f261230e730d

Kontakt:

Naomi Besedes

vigs@vigsinstitute.at°

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