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Grüne zu hohen Tankpreisen

Kanzler lässt Menschen im Stich 10.09.2026, 06:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Vor dem Hintergrund weiter steigender Ölpreise wirft Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch der Bundesregierung Tatenlosigkeit vor. "Ölkonzerne verdoppeln, verdreifachen oder verfünffachen ihre Gewinne derzeit - auf Kosten von allen, die tanken müssen", sagte der Grünen-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Deutschland braucht dringend eine Übergewinnsteuer, damit Konzerne nicht weiter die Kriege nutzen, um Preise in die Höhe zu treiben. Friedrich Merz sagt einfach nur nein, ohne Vorschlag oder Lösung, und lässt die Menschen im Stich."

Der Preis für ein Fass der Referenzsorte Brent aus der Nordsee ließ am Mittwoch die Marke von 100 US-Dollar hinter sich. Raffinierte Produkte wie Diesel legten noch stärker zu, da sich der Konflikt im Nahen Osten bis ins Rote Meer nahe Saudi-Arabien ausgeweitet hat.

Grüne: Reiche verbündet sich mit Öl- und Gaskonzernen in USA

Die Bundesregierung ist in der Frage einer Übergewinnsteuer gespalten. Die SPD fordert eine solche Abgabe auf kriegsbedingte Extra-Profite der Mineralölkonzerne seit langem. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt sie hingegen ab.

"Statt Ölkonzerne in die Schranken zu weisen, verbündet sich Energieministerin Katherina Reiche lieber mit den großen Öl- und Gaskonzernen in den USA", sagte Audretsch. "Katherina Reiches Energiepolitik treibt uns immer weiter in die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten. Wir müssen Deutschland unabhängig von Preisschocks an der Tankstelle machen." Das gehe nur mit dem starken Ausbau erneuerbarer Energien und dem Umstieg auf E-Mobilität.

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