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Hensoldt mit Auftragsboom zum Jahresstart - Prognose bestätigt 06.05.2026, 06:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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HENSOLDT 87,70 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

Der Rüstungsboom hat Hensoldt DE000HAG0005 einen starken Jahresstart beschert. Im ersten Quartal habe sich der Auftragseingang verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf knapp 1,5 Milliarden Euro mehr als verdoppelt, teilte der im Index der mittelgroßen Unternehmenswerte MDax DE0008467416 notierte Radar-Spezialist am Mittwoch mit. Damit sitzt Hensoldt auf einem Auftragsbestand von 9,8 Milliarden Euro - so voll war das Orderbuch noch nie.

Der Umsatz des Rüstungszulieferer stieg um mehr als ein Viertel auf 496 Millionen Euro, hier hatten Analysten im Schnitt aber noch etwas mehr erwartet. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schnellte um knapp 47 Prozent auf 44 Millionen Euro nach oben, was den Erwartungen der Experten entsprach. Die entsprechende Marge legte damit von zuvor 7,6 Prozent auf 8,9 Prozent zu.

Haupttreiber waren neue Aufträge der Bundeswehr zur Ausstattung der Panzermodelle Puma und Schakal. Hinzu kamen Vertragserweiterungen für Radare des Kampfflugzeugs Eurofighter. Neben der größten Sparte rund um Sensoren entwickelte sich vor allem das Segment Optronics blendend. Hier hatte Hensoldt bereits im März die Übernahme des niederländischen Spezialisten Nedinsco angekündigt. Mit dem Kauf will der Rüstungszulieferer kritische Lieferketten absichern, technologische Fähigkeiten stärken und den Ausbau der Produktion unterstützen.

Auf Basis der Quartalszahlen bestätigte Hensoldt seine Jahresziele und verwies auf eine "unverändert konservative Planung". 2026 soll der Umsatz weiterhin auf etwa 2,75 Milliarden Euro ansteigen. Analysten haben im Schnitt 2,77 Milliarden Euro auf dem Zettel. Im vergangenen Jahr betrugen die Erlöse 2,46 Milliarden Euro.

Die operative Marge (bereinigte Ebitda-Marge) soll 2026 auf 18,5 bis 19,0 Prozent steigen. Hier trauen die Fachleute Hensoldt das obere Ende dieser Spanne zu, nachdem 2025 noch 18,4 Prozent zu Buche standen.

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