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Düngerversorgung in Europa ungefährdet 28.04.2026, 13:04 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die Düngerversorgung in Europa ist nach Einschätzung der Produzenten trotz des Iran-Kriegs nicht gefährdet. Durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus gingen zwar rund 30 Prozent des globalen Handels mit Harnstoff, aber Deutschland und Europa versorgten sich weitgehend selbst oder aus anderen Importmärkten wie Algerien und Ägypten. Dort gebe es belastbare Lieferketten, sagte Marco Fleischmann, Experte für Pflanzenernährung beim Industrieverband Agrar (IVA) in Frankfurt.

Hoher Selbstversorgungsgrad in Europa

Harnstoffdünger ist einer der weltweit am häufigsten verwendeten Stickstoffdünger. Der europäische Selbstversorgungsgrad in diesem Segment liegt laut IVA bei 75 Prozent, Kalidünger könnten sogar vollständig selbst hergestellt werden.

Natürlich treibe der Iran-Krieg den Weltmarktpreis. Im laufenden Jahr sei der Preis um rund 50 Prozent auf 750 Euro pro Tonne Harnstoff gestiegen, berichtete Fleischmann. Von den Höchstwerten zu Beginn des Ukraine-Kriegs mit knapp 1.300 Euro sei man aber noch weit entfernt.

Schlechte Stimmung bei den Landwirten

Die teuren Betriebsmittel und niedrige Preiserwartungen für pflanzliche Produkte drücken auf die Stimmung der Landwirte. Aktuell bewerten sie die wirtschaftliche Lage so negativ wie seit 2016 nicht mehr, berichtet die Landwirtschaftliche Rentenbank in ihrem vierteljährlich erhobenen Agrarbarometer. Die Investitionsbereitschaft sinke. Immerhin noch 69 Prozent der Befragten beurteilten ihre derzeitige Lage als befriedigend oder besser. Im Dezember waren es noch 73 Prozent.

Mehr als 80 Prozent der befragten Landwirte schätzen ihre betriebliche Liquidität als mittel bis sehr gut ein. Bei einer länger anhaltenden Krise erwartet der Agrarökonom Oliver Mußhoff aber, dass sich die Zahlungsfähigkeit verschlechtern wird. Nach seiner Einschätzung sollte der Staat auf nicht rückzahlbare Zuschüsse verzichten und stattdessen Schnellkredite mit subventionierten Zinsen anbieten. Die Rentenbank bereitet sich nach Angaben ihres Vorstands darauf vor, ihr Programm "Liquiditätssicherung" zu öffnen.

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