NEU!
PortfolioPlus - Dein Depot in Echtzeit – Kurse, Renditeanalyse und Dividendenplaner an einem Ort.
Anzeige
IPO/Agrarchemie

BASF hält Börsengang fest im Visier 18.08.2026, 08:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
BASF 50,75 EUR +0,60 % Baader Bank

BASF DE000BASF111 macht bei den Vorbereitungen zum Börsengang der Agrarchemiesparte Fortschritte. "Wir vervollständigen gerade die Ausgliederung von der BASF", sagte der für dieses Geschäft mit der Landwirtschaft verantwortliche BASF-Vorstand Livio Tedeschi vor Journalisten in Limburgerhof. In Nord- und Südamerika sowie in Europa sei bereits ein Großteil von Agriculture Solutions herausgelöst, Asien komme noch bis Ende des Jahres hinzu. Tedeschi ist seit Anfang Mai im BASF-Vorstand und hat seither auch die Gesamtverantwortung für das Agrarchemiegeschäft.

Gleichzeitig werde die neue Hauptzentrale der neuen Firma aufgebaut, um unabhängig das Geschäft zu steuern, erläuterte der Manager weiter. "Im nächsten Jahr konzentrieren wir uns voll und ganz auf einen möglichen Börsengang", sagte Tedeschi. Bis Mitte 2027 sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen sein. Dann werde geschaut, wie sich die Marktbedingungen entwickelten.

Über den genauen Zeitpunkt und Umfang des eigentlichen Börsengangs werde kurzfristig entschieden, hatte BASF-Finanzchef Dirk Elvermann der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX und der dpa Anfang Juli gesagt. BASF strebe aber ein Index-Listing an. Welcher es dann von den drei Indizes - SDax, MDax oder Dax - sein werde, hänge von der Größe des Börsengangs ab. Am Anfang werde BASF sicherlich Mehrheitsaktionär sein.

Tedeschi sieht in dem Börsengang und damit in der Unabhängigkeit des Unternehmensbereichs einige Vorteile. So werde derzeit etwa die Höhe des Forschungsbudgets noch von der BASF-Zentrale bestimmt, erklärte er. Da BASF sich Investitionen quer über das ganze Portfolio anschaue, könne der Geschäftsbereich wichtige strategische Chancen verpassen. Zudem seien Agrar-Geschäfte am Kapitalmarkt in Bezug auf den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sehr gut bewertet und zugleich höher als BASF als Gesamtkonstrukt.

BASF hat das Geschäft mit Chemikalien für die Landwirtschaft in den vergangenen Jahren mit Übernahmen gestärkt. Unter anderem erwarben die Ludwigshafener im Jahr 2018 wesentliche Teile des Agrar- und Saatgutgeschäfts von Bayer für rund 5,9 Milliarden Euro. Die Leverkusener mussten das Geschäft wegen der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto abgeben. Tedeschi bezeichnete die Bayer-Geschäfte als "einer der besten Zukäufe der BASF". Die Übernahme habe BASF weit vorangebracht.

Agriculture Solutions stellt Pflanzenschutzmittel, Produkte zur Schädlingsbekämpfung und Saatgut her. Der Geschäftsbereich mit seinen mehr als 14.000 Beschäftigten erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung betrugen eine Milliarde Euro. Damit steckte BASF die Hälfte ihrer Forschungsausgaben in den Bereich. Bis 2035 sollen innovative Produkte 7,5 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz von Agriculture Solutions beitragen.

Derweil hat das Sparprogramm keine Auswirkungen auf den Geschäftsbereich. "Das laufende Stellenabbauprogramm der BASF betrifft die Kerngeschäfte und somit nicht den Bereich Agricultural Solutions. Natürlich müssen wir auch auf die Kosten achten", sagte Tedeschi. BASF will bis Ende 2026 jährliche Kosten in Höhe von 2,3 Milliarden Euro einsparen. Von Januar 2024 bis Ende Juni 2026 baute der Dax-Konzern weltweit rund 7.000 Stellen ab.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Ihre Lieblingsaktie geschenkt

BörsenNEWS.de und Smartbroker+ starten gemeinsam eine exklusive Bonus-Aktion. Eröffnen Sie bis 31.08.2026 ein Depot bei Smartbroker+ und erhalten als Willkommensgeschenk einen Anteil ausgewählter Aktien im Wert von 50 Euro!.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer