Japanische Notenbank verändert Zins nicht - Will Folgen des Iran-Kriegs abwarten 19.03.2026, 10:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die japanische Notenbank hat den Leitzins nicht verändert. Er verharrt weiter auf 0,75 Prozent, wie die Notenbank am Donnerstag in Tokio mitteilte. Dies war von Analysten so erwartet worden. Die abwartende Haltung wurde mit der Unsicherheit begründet, die durch den Iran-Krieg entstanden sei.

Notenbankchef Kazuo Ueda geht jedoch davon aus, dass der Druck auf das Wirtschaftswachstum nur vorübergehend sei. Die Notenbank könne die Leitzinsen weiter erhöhen, falls die Konjunkturbelastung vorübergehend sei und die Preisentwicklung nicht beeinträchtige. Schließlich importiert Japan fast seine gesamte Energie. Auch der schwache Yen verteuert die Importe.

Zuletzt hatte die Notenbank im Dezember ihre Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Der derzeitige Leitzins von 0,75 Prozent ist der höchste seit dreißig Jahren.

"Man spielt also wieder auf Zeit", kommentierte Analyst Tobias Basse von der NordLB. "Die Notenbanker in Tokio werden im Jahr 2026 wohl noch an der Zinsschraube drehen wollen, sollten bei den Anpassungen an ihrer Geldpolitik aber keine größere Hektik zeigen wollen." Man könne in eine Dilemma-Situation kommen. "Es drohen schließlich einerseits Belastungen für die Wirtschaft und anderseits höhere Inflationsraten."

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