K+S geht tendenziell positiv ins Jahr 2026 - Blick auf Brasilien 12.03.2026, 07:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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KASSEL (dpa-AFX) - Der Düngerkonzern K+S geht mit einigen Unsicherheiten ins neue Jahr. Im besten Fall soll der operative Gewinn deutlich steigen, aber auch ein kleiner Rückgang ist denkbar. "Das aktuelle Kalipreisniveau liegt spürbar höher als vor einem Jahr. Wichtig für die weitere Entwicklung ist der Verlauf der Frühjahrssaison. Hier muss die Nachfrage aus vielen Regionen auf einmal bedient werden", sagte Unternehmenschef Christian Meyer am Donnerstag laut Mitteilung. Meyer kalkuliert für 2026 mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 600 und 700 Millionen Euro.

Mit Blick auf das obere Ende der Spanne brauche es neben einem Absatzanstieg mit Kunden aus der Landwirtschaft um 0,3 Millionen auf 7,6 Millionen Tonnen eine weitere, moderate Erholung der Kalipreise in Brasilien während der Frühjahrssaison, hieß es weiter. Diese müsse dann in andere Absatzmärkte sowie Produktgruppen ausstrahlen und über das gesamte zweite Halbjahr gehalten werden. Sollte der Absatz aber nur leicht steigen und die Preise für Kaliumchlorid-Dünger in Brasilien im Jahresdurchschnitt auf dem Niveau von Ende 2025 liegen, dürfe der operative Gewinn am unteren Ende der Zielspanne liegen.

2025 war dieses Ergebnis bei einem stabilen Umsatz von 3,65 Milliarden Euro um rund zehn Prozent auf 613 Millionen Euro gestiegen. Das Resultat liegt im Rahmen der Zielspanne des Unternehmens sowie auf dem Niveau der mittleren Analystenschätzung.

Dabei profitierte der im Index der mittelgroßen Werte, dem MDax , notierte Konzern von höheren Preisen für Dünger sowie für Industrieprodukte. Gerade höhermargigere, also profitablere Düngerspezialitäten hatten sich bereits Jahresverlauf gut verkauft. Dadurch sowie dank niedrigerer Frachtkosten konnten höhere Energie- und Personalkosten mehr als ausgeglichen werden.

Das bereinigte Konzernergebnis lag 2025 ohne Berücksichtigung üblicherweise stark schwankender außerplanmäßiger Wertanpassungen auf das Düngergeschäft bei 125,5 Millionen Euro, nach einem Plus von 3,6 Millionen im Jahr zuvor.

Bereinigt um Sondereffekte flossen dem Unternehmen Finanzmittel von gut 29 Millionen Euro zu. Das ist zwar nur in etwa halb so viel bereinigter Free Cashflow wie 2024, doch steckte K+S im vergangenen Jahr viel Geld in das weitere Hochlaufen des Werkes Bethune in Kanada sowie in das schon länger laufende Projekt Werra 2060. Durch letzteres soll die Laufzeit des thüringisch-hessischen Verbundwerkes verlängert werden. Zudem möchte K+S mehr gewinnträchtigere Spezialprodukte herstellen und die Menge von Produktionsabwässern senken. Für 2026 stellt K+S einen mindestens ausgeglichen bereinigten freien Finanzmittelfluss in Aussicht.

Die Dividende, sie sich am bereinigten Free Cashflow orientiert, soll von 15 auf 7 Cent je Aktie fallen. Damit liegt die Ausschüttungsquote im Rahmen der Dividendenpolitik des Unternehmens./mis/la/nas

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Q3

KASSEL (dpa-AFX) - Weiterhin hohe Preise für margenstärkere Produkte haben dem Dünger- und Salzkonzern K+S im dritten Quartal Rückenwind beschert. Trotz eines - auch wegen Wartungsarbeiten - geringeren Absatzes stieg der Umsatz im Jahresvergleich um eineinhalb Prozent auf 879 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Kassel mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um rund zwei Drittel auf 111 Millionen Euro zu. Während Analysten beim Umsatz mehr erwartet hatten, lag das Ebitda etwas über den Schätzungen.

Im Düngegeschäft mit der Landwirtschaft profitierte K+S dabei von weiteren, leichten Preiserhöhungen sowohl in Europa als auch in Übersee. Im zweiten Geschäftsbereich Industrie, der Produkte für die Chemie-, Industrie- und Pharmabranche herstellt, wurde zudem eine schwache Nachfrage durch Auftausalz ausgeglichen. Die Preise der Spezialprodukte "liegen weiterhin auf hohem Niveau und konnten teilweise weiter angehoben werden", wie es vom Unternehmen hieß.

Den Jahresgewinnausblick engte die Konzernführung um den Vorstandsvorsitzenden Christian Meyer ein, der Mittelwert der Spanne ist aber unverändert. Für das Gesamtjahr peilt sie nun einen operativen Gewinn zwischen 570 und 630 Millionen Euro an. Damit wurde die bisherige Zielspanne am oberen und am unteren Ende um jeweils zehn Millionen Euro eingeengt. Ob eher das untere oder das obere Ende erreicht wird, hängt auch an der Höhe der Kalidüngerproduktion im Schlussquartal, den Gaspreisen und nicht zuletzt an der Witterung, denn bei Winterwetter steigt die Nachfrage nach Auftausalz. Die mediane Analystenschätzung jedenfalls liegt mit aktuell 610 Millionen Euro etwas über der Mitte der avisierten Bandbreite.

Mit Blick auf den bereinigten freien Finanzmittelfluss geht K+S weiterhin von einem leicht positiven Wert aus - trotz erhöhter Investitionen aufgrund des weiteren Hochlaufs des Werkes Bethune in Kanada sowie den Ausgaben für das schon länger laufende Projekt Werra 2060. Durch dieses soll die Laufzeit des thüringisch-hessischen Verbundwerkes verlängert werden. Zudem möchte K+S mehr gewinnträchtigere Spezialprodukte herstellen und die Menge von Produktionsabwässern senken.

An der Börse pendelte der K+S-Aktienkurs zunächst zwischen leichten Gewinnen und leichten Verluste. Damit ging der jüngste Stabilisierungsversuch weiter, nachdem der Kurs seit dem Zwischenhoch im Juni um rund 38 Prozent nachgegeben hatte. Am Nachmittag gehörte der Anteilschein mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent zu den besseren Werten im MDax .

Analystin Angelina Glazova von der Bank JPMorgan schrieb in einer ersten Reaktion von soliden Quartalszahlen, allerdings bleibe die Spanne des Jahresgewinnziels recht groß. Das nehme "ein wenig den Glanz von des Resultaten"./mis/nas/he/nas/he

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