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Bieterkampf um Warner Bros. könnte in die nächste Runde gehen 16.02.2026, 09:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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LOS ANGELES/NEW YORK (dpa-AFX) - Der Bieterkampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers ist noch nicht entschieden. Mitglieder des Verwaltungsrates von Warner Bros. diskutieren derzeit, ob Paramount einen besseren Deal bieten könnte als der Streaming-Anbieter Netflix , wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Das Gremium habe noch nicht entschieden, wie es auf das in der vergangenen Woche nachgebesserte Gebot von Paramount reagieren wird; noch besteht eine verbindliche Übernahmevereinbarung mit Netflix.

So bietet Paramount an, die Zahlung von 2,8 Milliarden Dollar (etwa 2,36 Mrd Euro) zu übernehmen, die Warner an Netflix bei einer Auflösung des bereits vereinbarten Übernahmedeals mit dem Streaming-Riesen überweisen müsste. Zudem will Paramount die Aktionäre von Warner Bros. entschädigen, wenn die Übernahme nicht bis zum 31. Dezember abgeschlossen ist.

Der Verwaltungsrat von Warner Bros. hat laut Bloomberg nach wie vor einige Bedenken hinsichtlich des Gebots von Paramount. Allerdings glaube das Gremium nun, dass die Offerte von Paramount zu einem besseren Deal führen oder Netflix zu einer Angebotserhöhung drängen könnte. Zuletzt sah sich das Unternehmen dem Druck der Aktionäre ausgesetzt, mit Paramount zu verhandeln.

Netflix will eigentlich für knapp 83 Milliarden Dollar das Studio- und Streaming-Geschäft von Warner Brothers übernehmen. Die TV-Sender wie CNN sollen dabei in ein eigenständiges Unternehmen abgespalten werden. Der Rivale Paramount bietet derweil 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern Warner Bros. Discovery samt der Fernsehsender. Der Warner-Verwaltungsrat entschied sich für das Netflix-Gebot. Der Eigentümer von CBS und MTV, wandte sich danach direkt an die Aktionäre. Sowohl Paramount als auch der Streaming-Marktführer Netflix haben bereits signalisiert, dass sie für ein höheres Gebot bereit wären.

In der Bieterschlacht geht es auch um das Schicksal des Nachrichtensenders CNN, bei dem oft kritisch über US-Präsident Donald Trump berichtet wird. Trump sagte im Dezember, es müsse sichergestellt werden, dass CNN bei einem Deal auf jeden Fall den Besitzer wechsele.

Paramount wurde im vergangenen Jahr von der Familie des als Trump-Unterstützer bekannten Tech-Milliardärs Larry Ellison gekauft. Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS schlug seit der Übernahme durch die Ellisons zum Teil einen freundlichen Ton gegenüber der Trump-Regierung an./mne/err/mis

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