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Kubanischer Präsident weist Trump-Drohung zurück - 'Krimineller Akt' 03.05.2026, 09:23 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat die jüngsten Übernahme-Drohungen von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen. Die internationale Gemeinschaft müsse diese zur Kenntnis nehmen und gemeinsam mit der US-Bevölkerung entscheiden, ob ein solch "drastischer krimineller Akt zugelassen" werden dürfe, schrieb er auf der Plattform X. Trump eskaliere seine Drohungen militärischer Aggression gegen Kuba in einem gefährlichen und beispiellosen Ausmaß.

Am Freitag hatte Trump erneut eine Übernahme Kubas ins Spiel gebracht. Bereits zuvor hatte er Kuba als gescheiterten Staat bezeichnet und gedroht, "in Kuba vorbeischauen" zu wollen, wenn der Iran-Krieg vorüber sei. Am Freitag hatte die US-Regierung zudem Sanktionen gegen die sozialistische Karibikinsel ausgeweitet.

Díaz-Canel schrieb weiter, kein Aggressor, egal, wie mächtig er sei, werde in Kuba auf Kapitulation stoßen. Vielmehr werde er auf ein Volk treffen, das entschlossen sei, die Souveränität und Unabhängigkeit auf jedem Zentimeter des Staatsgebiets zu verteidigen.

Am Tag der Arbeit hatten am Freitag Hunderttausende Kubaner in der Hauptstadt Havanna gegen das US-Embargo und die Drohungen der Trump-Regierung protestiert. An der Kundgebung vor der US-Botschaft nahmen nach Regierungsangaben mehr als 500.000 Menschen teil, darunter auch Präsident Díaz-Canel und der frühere Staatschef Raúl Castro.

Kuba leidet unter der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Verschärft wird die Lage durch massive Energieknappheit, weil die US-Regierung seit Januar eine Ölblockade gegen den Inselstaat verhängt hat. Immer wieder fällt stundenlang der Strom aus, es mangelt an Treibstoff, Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.

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