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Rüstung als Chance für Osnabrück - aber nicht ohne VW 18.06.2026, 07:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sieht VW DE0007664039 auch bei einer möglichen Neuausrichtung des Werks in Osnabrück mit der Rüstungsindustrie weiter in der Verantwortung. "Meine Vorstellung ist nicht, dass Volkswagen DE0007664039 den Standort abgibt und andere sich darum kümmern, sondern dass gemeinsam mit neuen Partnern tragfähige Perspektiven entwickelt werden", sagte der SPD-Politiker und VW-Aufsichtsrat der Deutschen Presse-Agentur.

Der Autobauer müsse sich die Frage stellen, welche Rolle das Unternehmen künftig selbst übernehmen könne. Ihm gehe es darum, industrielle Fähigkeiten, die Beschäftigung und die Wertschöpfung am Standort zu erhalten. Volkswagen sei hervorragend aufgestellt, wenn es um Fahrzeuge und industrielle Fertigung gehe. "Wir dürfen solche Produktionskompetenzen in Deutschland nicht verlieren."

Lies unterstützt Überlegungen, den Standort künftig stärker für den Verteidigungsbereich zu nutzen. "Wir werden mehr in Sicherheit und Rüstung investieren müssen - und das muss schnell geschehen", sagte er. Dafür brauche es Kompetenzen in Entwicklung, Produktion und Fertigung. Automobilstandorte seien dafür grundsätzlich sehr gut geeignet. "Das gilt auch für Osnabrück, wo die gesamte Kette von Entwicklung bis Produktion vorhanden ist."

Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte im VW-Konzern. Lies und seine Stellvertreterin Julia Willie Hamburg (Grüne) sitzen für das Land im Aufsichtsrat. Zusammen mit den Arbeitnehmervertretern haben sie dort die Mehrheit. Bei wichtigen Entscheidungen hat das Land zudem ein Veto-Recht.

VW drosselt Produktion in Osnabrück

Die Zukunft des Standorts ist derzeit offen. Volkswagen drosselt die Produktion in Osnabrück und sucht zugleich nach einer neuen Verwendung für das Werk mit rund 2.000 Beschäftigten, wenn dort 2027 die Pkw-Fertigung ausläuft. Nach früheren Angaben verhandelt der Konzern vor allem mit Rüstungsunternehmen über eine künftige Nutzung. Eine Entscheidung soll bis Ende des Jahres fallen.

Zuletzt war bekanntgeworden, dass der Werksurlaub im August um eine Woche verlängert werden soll. Zudem soll nach der Sommerpause nur noch an vier Tagen pro Woche produziert werden.

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