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Modellrechnung für Stromsteuersenkung

Drei Milliarden Euro: Entlastung 13.10.2026, 11:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angestrebte Senkung der Stromsteuer für alle würde nach einer Berechnung des Vergleichsportals Verivox die Privathaushalte um rund drei Milliarden Euro pro Jahr entlasten. Die Senkung würde die Stromrechnungen privater Haushalte im Schnitt um rund sieben Prozent senken, teilte Verivox in Heidelberg mit.

Verivox legt seiner Berechnung einen selbst ermittelten durchschnittlichen Strompreis für Haushaltskunden von 34,36 Cent je Kilowattstunde (einschließlich Grundpreis) zugrunde sowie einen Gesamt-Jahresverbrauch aller Haushalte in Höhe von rund 130 Milliarden Kilowattstunden (kWh). 2025 lag er laut Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen bei 132,5 Milliarden Kilowattstunden.

Merz hatte angekündigt, dass sich die CDU in der Bundesregierung für die Senkung der Stromsteuer für alle auf das europäische Mindestmaß einsetzen will. Spielräume dafür könne es geben, wenn sich das Wachstum verfestige und verstetige. Union und SPD hatten die Senkung für alle im Koalitionsvertrag verabredet, zunächst aber nur für einige Wirtschaftsbereiche umgesetzt.

Stromsteuer aktuell: 2,05 Cent je Kilowattstunde

Das europäische Mindestmaß liegt bei 0,1 Cent je Kilowattstunde. Die 1999 eingeführte Stromsteuer in Deutschland beträgt aktuell 2,05 Cent je Kilowattstunde. Die Differenz liegt damit bei 1,95 Cent je Kilowattstunde. Weil durch eine Stromsteuerabsenkung auch weniger Mehrwertsteuer fällig würde, kommt Verivox auf einen neuen Durchschnittspreis von 32,04 Cent je Kilowattstunde, etwa 2,32 Cent je kWh weniger als aktuell.

Den Berechnungen zufolge würde dies für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden im Schnitt eine Entlastung von 93 Euro bedeuten. Ein Paar-Haushalt mit einem Verbrauch von 2.800 kWh könnte laut Verivox mit einer Entlastung von rund 65 Euro rechnen, ein Single-Haushalt (1.500 kWh) mit etwa 35 Euro.

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