Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
Moskaus Angriffe auf Exportrouten

Kallas warnt vor 'perfektem Sturm' 20.10.2026, 12:34 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt angesichts der Intensivierung russischer Angriffe auf ukrainische Exportrouten in der Schwarzmeer-Region vor einer neuen globalen Ernährungskrise. Die globalen Getreidevorräte seien derzeit zwar größer als 2022, als Russland 20 Millionen Tonnen ukrainisches Getreide blockiert habe, erklärte Kallas im Europäischen Parlament in Straßburg. Derzeit gebe es aber zusätzlich zu der Situation im Schwarzen Meer weitere Risiken für die weltweite Lebensmittelversorgung. Dies seien Dürren auf beiden Halbkugeln, der Konflikt im Nahen Osten mit negativen Folgen für Düngemittelexporte und ein besonders starkes Klimaphänomen, das Kallas "Super El Niño" nannte.

"Das globale Ernährungssystem steht vor einem perfekten Sturm", warnte die frühere estnische Regierungschefin. Die weltweiten Getreidepreise lägen inzwischen auf dem höchsten Stand seit Februar 2023.

"Gefährliche und inakzeptable Eskalation"

Zu den jüngsten Entwicklungen in der Schwarzmeer-Region sagte Kallas, sechs Angriffe mutmaßlich russischer Drohnen innerhalb von zehn Tagen markierten eine gefährliche und inakzeptable Eskalation. Die Ukraine sei einer der wichtigsten Agrar-Exporteure der Welt und liefere etwa 15 Prozent der weltweiten Maisexporte. Zudem liefere sie 10 Prozent der Weizenexporte, 15 bis 20 Prozent der Gerstenexporte und 50 Prozent der weltweiten Sonnenblumenölexporte.

"Rund 90 Prozent dieser Waren werden über den Korridor im Schwarzen Meer transportiert. Er ist die mit Abstand wichtigste Route, über die ukrainisches Getreide auf die internationalen Märkte gelangt", erklärte Kallas. Russlands Handeln mache es weltweit schwieriger, die Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Ukraine verliere zudem schätzungsweise 60 Millionen Euro an Exporteinnahmen pro Tag.

Alternative Routen in Gefahr

Um die Lage zu verbessern, soll nach Angaben von Kallas nun versucht werden, alternative Exportrouten auszubauen. Zudem sollen die Überwachung sowie die Abwehr von Gefahren aus der Luft und auf See verbessert und zusätzliche diplomatische Initiativen mit Ländern wie der Türkei und Indien vorangetrieben werden. Russland greife inzwischen auch Grenzübergänge zu Moldau, Rumänien und Polen an, ergänzte Kallas. Damit gerieten auch die alternativen Routen in Gefahr.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer