Munich Re

Klimawandel treibt Schäden durch Naturkatastrophen nach oben 13.01.2026, 08:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Swiss Re 135,53 EUR -0,46 % Lang & Schwarz

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die steigenden Temperaturen auf der Erde vergrößern nach Einschätzung des Rückversicherers Munich Re den Schaden durch Naturkatastrophen. Im vergangenen Jahr verursachten Naturereignisse nach Berechnungen des Dax-Konzerns weltweite Gesamtschäden von 224 Milliarden Dollar. Das war zwar weniger als im inflationsbereinigten Schnitt der vergangenen zehn Jahre (266 Mrd.), doch war dies nach Bewertung der Fachleute des Unternehmens lediglich ein glücklicher Zufall: So wurden die USA von keinem verheerenden Wirbelsturm getroffen, obwohl sich im Nordatlantik zahlreiche Hurrikane bildeten.

Stattdessen heben die Geowissenschaftler der Munich Re einen anderen Punkt hervor: Die von "Sekundärgefahren" verursachten Schäden steigen stetig, 2025 war in dieser Hinsicht mit 166 Milliarden Dollar das bisher teuerste Jahr. "Dazu zählen Überschwemmungen, Schwergewitter und Waldbrände, Ereignisse, die mit einer gewissen Regelmäßigkeit auftreten", sagte Chef-Klimawissenschaftler Tobias Grimm.

"Diese Art von Risiken waren 2025 die maßgeblichen Schadentreiber." Dazu trage der Klimawandel bei. "Er verstärkt nachgewiesenermaßen extreme Wetterereignisse." 2025 habe die Welt in vielen Regionen Glück gehabt, "dass keine größeren Ereignisse gewütet haben". Der Konzern dokumentiert die weltweiten Katastrophenschäden seit den 1970er Jahren, da die Zahlen für die Berechnung der Risiken und der Versicherungsbeiträge von Bedeutung sind.

"Der Planet hat Fieber"

Kostspieligste Naturkatastrophe des vergangenen Jahres waren die Waldbrände in Los Angeles, die 53 Milliarden Dollar Gesamtschäden verursachten, davon 40 Milliarden versichert. "Noch nie hat ein Waldbrand mehr gekostet", sagte Grimm. "Der Planet hat Fieber. Und ein wärmerer Planet begünstigt zerstörerisches Wetter."

Dass ein Waldbrand 40 Milliarden Dollar versicherter Schäden verursachen könne, hätte man vor wenigen Jahren nicht gedacht. "2023, 2024 und 2025 waren die wärmsten Jahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen."

Ungewöhnlich glimpfliche Hurrikansaison

In den vergangenen Jahrzehnten waren es häufig Wirbelstürme, die die größten Verwüstungen anrichteten. Doch 2025 bildete in dieser Hinsicht eine Ausnahme, vor allem blieb die US-Ostküste verschont. "Die Hurrikan-Saison 2025 war bemerkenswert: Es gab 13 benannte Stürme, darunter drei der höchsten Kategorie fünf", sagte Grimm. "Doch kein Hurrikan hat die USA direkt getroffen."

Tropische Wirbelstürme - je nach Weltregion Hurrikan, Taifun oder Zyklon genannt - können entstehen, wenn die Meerwassertemperaturen an der Oberfläche an die 27 Grad Celsius erreichen. "2025 waren die Meerwassertemperaturen nach wie vor überdurchschnittlich hoch, wenn auch etwas niedriger als 2024", sagte Grimm.

Nicht mit dem Wetter in Zusammenhang stehen Erdbeben: Nach den Waldbränden von Los Angeles folgte auf Platz zwei der teuersten Katastrophen des vergangenen Jahres das Beben von Myanmar mit der Magnitude 7,7, das 4.500 Menschenleben forderte und an materiellen Werten etwa 12 Milliarden Dollar vernichtete.

Europa kommt vergleichsweise glimpflich davon

Nach Weltregionen aufgeschlüsselt wurde - wie üblich - Nordamerika einschließlich der Karibik und Mittelamerikas mit volkswirtschaftlichen Gesamtschäden von 133 Milliarden Dollar am schwersten getroffen. An zweiter Stelle folgten Asien und der Pazifik mit 73 Milliarden Dollar. Europa kam vergleichsweise glimpflich davon, die Munich Re bezifferte die Gesamtschäden auf 11 Milliarden Dollar. Die teuersten Ereignisse waren demnach eine starke Kältewelle in der Türkei mit zwei Milliarden Dollar Schaden sowie Hagelstürme in Frankreich, Österreich und Deutschland, die Werte von 1,2 Milliarden Dollar zerstörten./cho/DP/zb

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,67
Hebel: 20
mit starkem Hebel
Ask: 1,77
Hebel: 7
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GU9JXU GU73KC. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer