Nestle-Rückruf von Babynahrung weitet sich auf weitere Länder aus 08.01.2026, 11:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Nestle 99,87 USD +1,59 % Nasdaq OTC

VEVEY (dpa-AFX) - Bei Nestlé weitet sich die weltumspannende Rückrufaktion von Babynahrung aus. Waren vor wenigen Tagen laut dem Nahrungsmittelkonzern gut 30 Länder davon betroffen, sind es nach Angaben am Donnerstag nun mindestens 50. In Lateinamerika, Asien, Afrika und dem Nahen Osten ruft Nestlé in großen Märkten wie Brasilien, Chile, China, Ägypten, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten Babynahrung-Chargen zurück. Betroffen sind neu auch Australien und Neuseeland. In Europa erfolgten Rückrufe in bislang mindestens 27 Märkten. Für die USA und Kanada wurde dagegen bislang kein Rückruf angeordnet.

Am Montag hatte Nestlé bekannt gegeben, Säuglingsnahrung, die mit giftigem Stoff belastet sein könnte, zurückzurufen. Betroffen sind die bekannte Marke Beba sowie Spezialprodukte wie Alfamino. Eltern wurden von Nestlé dazu aufgefordert, die Produkte aus bestimmten Chargen nicht mehr zu verwenden und im Handel zurückzugeben.

Nach wie vor geht Nestlé laut den auf einer eigens eingerichteten Webseite zum Vorfall davon aus, dass sich die finanziellen Folgen in Grenzen halten dürften. Der Rückruf mache deutlich weniger als 0,5 Prozent des Jahresumsatzes des Lebensmittelkonzerns aus, heißt es dazu nach wie vor.

Größer dürfte der Image-Schaden sein. Sollten sich die Bedenken der Konsumenten hinsichtlich der Produkt- und Markensicherheit hinziehen, könne dies hohe Umsatzverluste auslösen, hiess es in einem Kommentar der Investmentbank Jefferies. Konkurrenten wie Danone könnten davon profitieren.

Der massive Produktrückruf berge Reputationsrisiken, glaubt auch Jean-Philippe Bertschy von der Bank Vontobel. Auch wenn noch keine Erkrankungen bekannt seien, hinterlasse der Fall einen "bitteren Nachgeschmack", vor allem was die Kommunikation angehe.

Die Erwartungen an die neue Unternehmensführung unter Chef Philipp Navratil seien, auch was die Kommunikation betrifft, hoch. Sobald das Ausmass des Rückrufs bekannt sei, müsse Nestlé umfassend und klar dazu informieren, um Vertrauen zurückgewinnen zu können, so der Vontobel-Analyst.

Volle Transparenz gefordert

Kritik erntet Nestlé auch von der Konsumentenschutzorganisation Foodwatch, die davon ausgeht, dass rund 60 Länder und mehr als 800 Produkte aus über zehn Nestlé-Werken von der Aktion betroffen sind. Nestlé und die zuständigen Behörden hätten teilweise Wochen zugewartet, bis über die Probleme informiert worden sei.

Noch seien viele Fragen zu diesem "Skandal" offen, so die NGO weiter. Etwa zum erstmaligen Zeitpunkt des Auftretens der Kontamination oder auch zu den von den Problemen betroffenen Produktionswerken. Es brauche volle Transparenz, forderte Foodwatch in einer Stellungnahme.

Nestlé selber nahm am Donnerstag auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AWP zum möglichen Image-Schaden und zu Fragen zum Gesamtumfang des Rückrufs keine Stellung. Das Unternehmen verwies auf die Angaben seiner Webseite./mk/to/AWP/jha

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,47
Hebel: 18
mit starkem Hebel
Ask: 1,88
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VJ97LR VT95D0. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer