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Ölpreis steigt weiter über 100 US-Dollar - Iran-Krieg treibt 26.03.2026, 15:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die schwindende Hoffnung auf ein schnelles Ende des Iran-Kriegs hat den Ölpreisen am Donnerstag deutlich Auftrieb verliehen. Bis zum Nachmittag haben die Notierungen die frühen Gewinne ausgebaut. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent ist dabei weiter über die Marke von 100 US-Dollar gestiegen. Ein Barrel wurde bei 106,15 Dollar gehandelt und damit fast vier Prozent höher als am Vortag.

Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump den Kriegsgegner Iran erneut vor Konsequenzen gewarnt, sollte es zu keiner Einigung kommen. Trump hatte am Montag weitere Gespräche angekündigt, verbunden mit der Anordnung, Irans Energieinfrastruktur fünf Tage lang nicht anzugreifen. Die politische und militärische Führung in Teheran dementiert bislang jegliche Verhandlungen.

Der Iran hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim unterdessen seine Antwort auf einen 15-Punkte-Vorschlag der USA für ein Ende des Kriegs übermittelt. Dies sei in der vergangenen Nacht über Mittelsmänner geschehen, erklärte die Agentur unter Berufung auf eine informierte Quelle. Teheran warte jetzt auf eine Antwort aus Washington. Das iranische Präsidialamt und die mächtigen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, der Plan sei zurückgewiesen worden.

Darüber hinaus stellte der Iran eigene Bedingungen, darunter die Kontrolle über die wichtige Handelsroute durch die Straße von Hormus. Experten des Schifffahrts-Magazins "Lloyd's List" gehen davon aus, dass der Iran eine Art Mautstellen-System zur Kontrolle der internationalen Schifffahrt eingeführt hat. Das Magazin beruft sich dabei unter anderem auf Schifffahrtsdaten und mehrere mit dem neuen System vertraute Quellen.

Unterdessen hat der Chef des US-Vermögensverwalters Blackrock, Rob Kapito, gesagt, dass Investoren die Risiken der Iran-Krise unterschätzen würden. Selbst bei einem schnellen Kriegsende, könne der Ölpreis noch auf 150 Dollar pro Barrel steigen, sagte Kapito. Er begründete dies damit, dass es Zeit brauche, bis die Lieferketten wieder voll funktionsfähig seien.

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