Ölpreise fallen deutlich - Trump verschiebt Ultimatum 23.03.2026, 18:45 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs hat Ölpreise am Montag deutlich belastet. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent gab kräftig nach. Zuletzt wurde ein Barrel (159 Liter) bei rund 101,51 US-Dollar gehandelt. Das waren 9,45 Prozent weniger als am Freitag.

US-Präsident Donald Trump hat seine angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke verschoben - wegen nach seinen Worten "produktiver Gespräche" mit der Islamischen Republik. Ursprünglich hatte er Teheran eine harte Frist gesetzt, bis zur Nacht auf Dienstag die für den internationalen Schiffsverkehr wichtige Straße von Hormus zu öffnen - andernfalls wollte er Irans Kraftwerke zerstören lassen. Stattdessen will er nun weitere fünf Tage auf Attacken gegen Kraftwerke und Energieinfrastruktur verzichten, wie er auf seiner Plattform Truth Social schrieb.

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementierte unterdessen: Es habe keine Verhandlungen mit den USA gegeben. "Fake News" würden genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem "Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel feststecken". Beide Staaten hatten die Islamische Republik vor gut drei Wochen angegriffen.

Trotz des Preisrückgangs hat sich Rohöl der Sorte Brent seit Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran um etwa 40 Prozent verteuert. So hatte der Preis für die Nordseesorte Ende Februar noch bei rund 72 Dollar gelegen.

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