Ölpreise steigen wegen Iran-Konflikt deutlich - Geben Teil der Gewinne wieder ab 02.03.2026, 07:37 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben nach der Eskalation im Nahen Osten wie erwartet zunächst kräftig zugelegt, dann aber einen Teil der frühen Gewinne wieder abgegeben. In der Nacht zum Montag stiegen die Notierungen für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in den ersten Handelsminuten um jeweils mehr als zehn Prozent. Dabei erreichte Brent-Öl in der Spitze bei 82,37 US-Dollar je Barrel (159 Liter) den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl bei 75,33 Dollar den höchsten Stand seit Juni 2025.

Zuletzt lag der Preis je Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April nur noch um gut 5 Dollar oder etwa 7,5 Prozent höher bei 78,05 Dollar. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um mehr als 4 Dollar auf 71,52 Dollar zu.

Am Wochenende hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das Staatsoberhaupt und den Religionsführer des Landes Ajatollah Ali Chamenei getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen und schränkte außerdem den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ein, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels.

Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern. Die Staaten des Ölverbunds Opec+, in dem neben Staaten der Opec auch andere wichtige Förderstaaten wie Russland organisiert sind, hatten am Sonntag auf einem planmäßigen Treffen beschlossen, die Tagesproduktion zu erhöhen, um Engpässe und zu starke Preisanstiege zu verhindern.

Insgesamt will die Opec+ die Tagesproduktion um 206.000 Barrel steigern, wie der Verbund nach einer Online-Sitzung mitteilte. Den jüngsten Krieg im Nahen und Mittleren Osten erwähnte die Gruppe jedoch mit keinem Wort. Stattdessen wurde die Produktionserhöhung mit dem stabilen Ausblick für die globale Wirtschaftsentwicklung und niedrigen Ölvorräten erklärt.

Nach Einschätzung von Analysten der Deutschen Bank werden das Ausmaß und das Tempo der Eskalation der Lage im Nahen Osten in den kommenden Tagen von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt. Unter anderem könnten die höheren Ölpreise "eine Deeskalationsdynamik auslösen".

Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, geht davon aus, dass der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee im Fall einer längeren Schließung der Straße von Hormus weiter in Richtung der Marke von 100 Dollar steigen könnte. "Bliebe der Ölpreis mehrere Monate so hoch, würde das die Inflation im Euroraum rechnerisch um mehr als einen Prozentpunkt erhöhen und das Wirtschaftswachstum um einige Zehntel Prozentpunkte senken", sagte Krämer./jkr/stk/stw

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer