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Desert Gold Ventures Inc. (von GBC AG): Kaufen 18.03.2026, 12:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Desert Gold Ventures 0,0845 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

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Original-Research: Desert Gold Ventures Inc. - von GBC AG

18.03.2026 / 12:00 CET/CEST

Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service

der EQS Group.

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.

Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung

oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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Einstufung von GBC AG zu Desert Gold Ventures Inc.

Unternehmen: Desert Gold Ventures Inc.

ISIN: CA25039N4084

Anlass der Studie: Research Report (Anno)

Empfehlung: Kaufen

Kursziel: 0,59 EUR

Kursziel auf Sicht von: 31.12.2026

Letzte Ratingänderung:

Analyst: Matthias Greiffenberger, Cosmin Filker

BARANI EAST EBNET DESERT GOLD DEN WEG ZUR ERSTEN GOLDPRODUKTION

Bei Barani East zeichnet sich eine Neubewertung ab

Desert Gold Ventures befindet sich mitten in einem strategischen Wandel. Das

Unternehmen entwickelt sich von einer langjährigen Explorationsstory im

Westen Malis hin zu einer Investmentthese, die auf schrittweiser

Erschließung und absehbarer Betriebsbereitschaft basiert. Grundlage dafür

ist das vollständig genehmigte Oxid-Goldprojekt Barani East. Die zentrale

Aussage der jüngsten Unternehmensmitteilungen besteht nicht nur darin, dass

die Planung voranschreitet. Entscheidend ist vielmehr, dass sich die

Umsetzung inzwischen in konkrete Mobilisierung, Standortmanagement,

Infrastrukturvorbereitung und einen klar definierten Zeitplan bis zur

Inbetriebnahme übersetzt. Parallel dazu hat der Vorstand Maßnahmen

ergriffen, um sicherzustellen, dass die Bilanz diesen kurzfristigen

Umsetzungsschub tragen kann. Gleichzeitig bleiben die weiterreichenden

Explorationsoptionen auf dem deutlich größeren SMSZ-Landpaket sowie im

neueren Tiegba-Gebiet in der Elfenbeinküste erhalten. Damit verschiebt sich

die Equity Story zunehmend von einer vorwiegend geologischen Argumentation

hin zu einer Bewertung der operativen Umsetzung. Der kurzfristige

Kursverlauf dürfte daher künftig weniger von weiteren Bohrergebnissen

abhängen als vielmehr vom Fortschritt konkreter Meilensteine wie

Wasserversorgung, Baufortschritt, Lieferung der Anlage, Installation,

Inbetriebnahme und erster Goldproduktion.

Warum dieser Strategiewechsel jetzt entscheidend ist

Historisch wurde Desert Gold primär über Explorationsoptionalität,

Größenpotenzial und die Chance auf eine größere Entdeckung innerhalb eines

nachgewiesenen strukturellen Korridors bewertet. Solche Stories sind stark

von Marktstimmung, Bohrmomentum und Finanzierungskosten abhängig und werden

in engeren Kapitalmärkten regelmäßig abgewertet, weil dem Vermögenswert ein

eigenständiger Finanzierungspfad fehlt. Genau hier setzt die neue

Unternehmensstrategie an. Mit Barani East will das Management ein

genehmigtes, vergleichsweise kapitalarmes Entwicklungsprojekt in den

Vordergrund rücken, das stufenweise in einen operativen, Cashflow

generierenden Betrieb überführt werden kann. Der Investitionsansatz folgt

dabei einer klaren Logik: zunächst ein technisch einfacherer,

schwerkraftbasierter Aufbereitungspfad, um Abbau und Metallurgie unter

realen Bedingungen zu validieren, die Zeit bis zum operativen Nachweis zu

verkürzen und die Anfangsinvestition zu begrenzen. Darauf aufbauend soll

später, mit wachsendem technischem Vertrauen und verbesserter

Finanzierungskapazität, auf Konfigurationen mit höherer Ausbeute und höherem

Durchsatz skaliert werden.

Aus Marktsicht ist dieser Ansatz relevant, weil er die Story von einer

langfristigen Explorationsoption in Richtung eines nachvollziehbaren

Entwicklungs- und Cashflow-Pfads verschiebt. Sollte Barani East den Übergang

von der Genehmigung in die tatsächliche Errichtung und den operativen

Betrieb schaffen, könnte Desert Gold zunehmend unter einem anderen

Bewertungsrahmen gehandelt werden. Statt einer reinen Entdeckungsoption

stünde dann ein Unternehmen mit einem glaubwürdigen Weg zu wiederkehrenden

Cashflows im Fokus. Das könnte sowohl den potenziellen Investorenkreis

erweitern als auch die bisher hohe Explorationsrisikoprämie verringern.

Barani East geht vom Konzept in die Umsetzung über

Entscheidend ist derzeit, dass Barani East erkennbar die Schwelle vom

Planungskonzept zur operativen Umsetzung überschreitet. Das Projekt

entwickelt sich von einer rein konzeptionellen Initiative zu einem Bündel

konkreter Feld-, Infrastruktur- und Engineeringmaßnahmen, die darauf

ausgerichtet sind, Umsetzungsrisiken frühzeitig zu identifizieren und zu

kontrollieren. Sichtbar wird dies an der physischen Mobilisierung vor Ort,

den Vorbereitungen für Camp und Baustelle, technischen Standortbegehungen,

der frühzeitigen Aufdeckung eines wesentlichen Konstruktionskonflikts sowie

am Aufbau eines Überwachungsrahmens mit unabhängiger ziviler und technischer

Kontrolle.

Die physische Präsenz vor Ort ist dabei wichtiger, als es auf den ersten

Blick erscheinen mag. Die Inbetriebnahme des Projektcamps, der Beginn von

Räumungs- und Vorbereitungsarbeiten auf dem Gelände sowie die Aufnahme

lokaler Abstimmungsprozesse zeigen, dass das Unternehmen die Phase der

reinen Schreibtischplanung verlässt und in die operative Steuerung am

Standort eintritt. Gerade bei Bergbauprojekten in frühen Entwicklungsstadien

und in abgelegenen Regionen werden viele Risiken erst in dieser Phase

sichtbar. Dazu zählen logistische Engpässe, Standortzugang, lokale

Verwaltungsabläufe, die Verfügbarkeit von Auftragnehmern sowie Abweichungen

zwischen Planungsannahmen und den tatsächlichen Bedingungen vor Ort. Dass

das Unternehmen einen strukturierten Bewertungsbesuch mit klar definierten

Missionszielen offengelegt hat, spricht für einen disziplinierteren Ansatz,

als er bei vielen Small-Cap-Projekten üblich ist.

Besonders aufschlussreich ist die technische Begutachtung des Standorts.

Eine zentrale Erkenntnis war der Konflikt zwischen dem geplanten

Infrastruktur-Layout und einem ausgeprägten natürlichen Entwässerungsnetz.

Solche Konflikte gehören in der Praxis zu den häufigsten Ursachen für

bauliche Mängel, Zeitverzug und kostspielige Nacharbeiten, insbesondere in

Regionen mit saisonalen Niederschlägen. Ein ungünstig positionierter

Anlagenstandort oder eine falsch geführte Zufahrtsstraße kann sich schnell

zu einem operativen Schwachpunkt entwickeln. Fundamente können unterspült

werden, Entwässerungsbauwerke unterdimensioniert sein und Verkehrswege ihre

Funktion verlieren. Dass dieses Problem vor Beginn der Hauptbauarbeiten

identifiziert wurde, ist daher ein positives Signal. Noch wichtiger ist die

Vorgehensweise. Der Ablauf aus Identifikation, technischer Anpassung,

Rückkopplung mit den Planern, Validierung und anschließender Umsetzung

deutet auf einen strukturierten Projektansatz hin. Das Management behandelt

die Bau- und Hydrologieplanung erkennbar als kritische Werttreiber und nicht

als nachgelagerte Detailfrage.

Ebenso relevant ist die Organisation eines parallelen Arbeitsablaufs. Das

Unternehmen ordnet Bauvorbereitung und Infrastrukturarbeiten so an, dass sie

der Anlieferung der Anlage vorausgehen. Das ist ein sinnvoller Ansatz, um

den Gesamtzeitplan zu verdichten und Leerlauf nach Ankunft wesentlicher

Komponenten zu vermeiden. Dazu zählen Geländeräumung und Erdarbeiten,

Straßenausbau, Vorbereitung der Lagerflächen, Fundamentarbeiten,

Wasserversorgung, Entwässerung, Versorgungsleitungen,

Sicherheitsinfrastruktur, Beleuchtung sowie Büro-, Kontrollraum- und

Campstrukturen. Jede einzelne dieser Maßnahmen ist für sich genommen

beherrschbar. Zusammengenommen werden sie jedoch schnell terminkritisch,

sobald Materialflüsse, Personalverfügbarkeit und Genehmigungsabläufe

aufeinander abgestimmt werden müssen. Eine Vorverlagerung dieser Arbeiten

reduziert das Risiko, dass Ausrüstung bereits vor Ort ist, während die

Baustelle operativ noch nicht bereit ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die unabhängige Bauaufsicht. Die Einbindung

eines externen Beraterteams für Hoch- und Tiefbau mit leitendem Ingenieur

und technischem Personal am Standort spricht für ein ernstzunehmendes

Bekenntnis zur Qualitätskontrolle. Gerade in frühen Bauphasen kann

unabhängige Aufsicht helfen, eine Kette späterer Fehler zu verhindern. In

der Praxis erklärt die Qualität der Projektsteuerung häufig, warum zwei

Projekte mit ähnlichem Umfang sehr unterschiedliche Resultate erzielen. Auch

ein vergleichsweise kleines modulares Anlagenkonzept kann scheitern, wenn

Fundamente mangelhaft ausgeführt, Entwässerungslösungen unzureichend geplant

oder Anlagenkomponenten ohne präzise Ausrichtung und Toleranzkontrolle

installiert werden. Unabhängige Überwachung verbessert in diesem

Zusammenhang nicht nur die Bauqualität, sondern auch die

Rechenschaftspflicht der Auftragnehmer, die Dokumentation und die

Verlässlichkeit der Übergabeprozesse.

Die Finanzierung trägt den Strategiewechsel nun mit

Der Strategiewechsel wird nun auch finanziell sichtbar. Mit der jüngsten

Eigenkapitalfinanzierung über brutto rund 7,21 Millionen CAD hat Desert Gold

zusätzliche Mittel eingeworben, die nach Unternehmensangaben unter anderem

in die erste Phase der Schwerkraftaufbereitungsanlage auf dem vollständig

genehmigten Oxid-Goldprojekt Barani East fließen sollen. Gleichzeitig

bleiben Mittel für Exploration und Working Capital verfügbar. Damit stützt

die Finanzierung nicht nur die operative Weiterentwicklung von Barani East,

sondern auch den breiteren unternehmerischen Handlungsspielraum.

Der Entwicklungsplan: klein beginnen, validieren und anschließend skalieren

Der geplante Entwicklungsansatz lässt sich am besten als stufenweise Roadmap

verstehen. Der Vorstand verfolgt eine Strategie, die mit einer modularen

Schwerkraftaufbereitungsanlage beginnt, ergänzt durch die notwendige

Infrastruktur und ausgerichtet auf eine möglichst frühe operative

Validierung. Ziel ist es, technische und betriebliche Risiken zunächst in

kleinerem Maßstab zu testen, bevor größere Investitionen erfolgen.

Die erste Phase konzentriert sich auf die Verarbeitung von Oxidmaterial über

einen reinen Schwerkraftkreislauf. Solche Systeme nutzen den

Dichteunterschied zwischen goldhaltigen Partikeln und Gangartmineralen, um

freies Gold zu konzentrieren. Typischerweise kommen dabei

Zentrifugalkonzentratoren, Rütteltische sowie zugehörige Klassifizierungs-

und Pumpsysteme zum Einsatz. Für Oxidlagerstätten kann dieser Ansatz

attraktiv sein, da er modular aufgebaut ist, relativ schnell installiert

werden kann und deutlich weniger Anforderungen an den Umgang mit Reagenzien

oder die chemische Behandlung von Tailings stellt als klassische

Cyanidkreisläufe.

Wichtig ist, dass diese Schwerkraftphase nicht als endgültige

Prozesskonfiguration gedacht ist. Der strategische Rahmen sieht eine

anfängliche Phase mit moderater Ausbeute vor, die später durch zusätzliche

Aufbereitungsschritte ergänzt werden kann, um höhere Gesamtausbeuten zu

erreichen. Operativ bedeutet dies, dass zunächst ein Schwerkraftkonzentrat

produziert und ein Teil der enthaltenen Unzen schnell realisiert werden

soll. Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit offen, später zusätzliche Unzen

aus Material zurückzugewinnen, das durch den reinen Schwerkraftprozess nicht

vollständig erfasst wird. Dies kann beispielsweise durch die Lagerung von

Tailings oder Zwischenprodukten und deren spätere Wiederaufbereitung

erfolgen, sobald zusätzliche Prozesskreisläufe installiert sind. In diesem

Sinne dient die erste Phase nicht nur dem unmittelbaren Abbau, sondern auch

als praktische Feldvalidierung für eine optimierte zweite Entwicklungsstufe.

Durchsatz und Skalierbarkeit stehen im Zentrum dieses Konzepts. Der Vorstand

skizziert einen kleinen Anfangsbetrieb mit geschätzten Anfangsinvestitionen

von rund 2 Millionen US Dollar und einer Startkapazität von etwa 200 Tonnen

pro Tag. Für das vierte Quartal 2026 ist eine Erweiterung vorgesehen, die

mit zusätzlichen Investitionen von etwa 2 Millionen US Dollar den Durchsatz

auf rund 1.200 Tonnen pro Tag erhöhen soll.

Für Investoren ist entscheidend, dass diese Struktur eine bewusste

Entscheidung gegen eine Überdimensionierung zu Beginn darstellt. Skalierung

ist nur dann sinnvoll, wenn die erste Phase zeigt, dass Erzcharakteristik,

Metallurgie und Betriebsbedingungen eine stabile Produktion ermöglichen.

Entsprechend gewinnen die Leistungskennzahlen der frühen Betriebsphase

besondere Bedeutung. Wenn die Anlage einen verlässlichen Durchsatz erreicht,

Ausbeuten im erwarteten Bereich liefert und die Betriebskosten

kontrollierbar bleiben, wird eine Erweiterung zu einem glaubwürdigen und

finanzierbaren nächsten Schritt. Sollten hingegen Probleme bei

Erzvariabilität, mechanischer Zuverlässigkeit oder metallurgischer

Performance auftreten, würde eine zu frühe Skalierung diese Schwierigkeiten

lediglich vergrößern. Die Logik der Strategie besteht daher darin, zunächst

den operativen Nachweis zu erbringen und erst danach größere Investitionen

in die vollständige Optimierung zu tätigen.

Infrastruktur und Wasser als zentrale Erfolgsfaktoren

Die Standortvorbereitung und die Infrastrukturplanung verdienen besondere

Aufmerksamkeit, da sie maßgeblich darüber entscheiden, ob der Betrieb der

Anlage langfristig stabil möglich ist. Der aktuelle Plan sieht die

Wassergewinnung über mehrere Bohrlöcher mit gezielt definierten

Durchflussraten vor. Dies deutet darauf hin, dass die Verfügbarkeit von

Prozess- und Campwasser als potenzieller Engpass erkannt wurde und

frühzeitig adressiert werden soll. Wasser gehört zu den am häufigsten

unterschätzten Faktoren in frühen Oxidbetrieben. Selbst wenn Geologie und

Metallurgie funktionieren, kann eine unzureichende Wasserversorgung den

Durchsatz begrenzen, die Ausbeute reduzieren, Stillstandszeiten erhöhen und

zusätzliche Investitionen in Notfalllösungen erforderlich machen. Die

gleichzeitige Mobilisierung von geophysikalischen Teams und Bohrmannschaften

passt zu dem Ziel, die Wassererschließung zu beschleunigen und das Risiko zu

minimieren, dass die Wasserversorgung während der Inbetriebnahme zum

limitierenden Faktor wird.

Auch Tiefbauarbeiten und Entwässerungsmaßnahmen bilden einen wichtigen

Bestandteil des Projektaufbaus. Die frühzeitige Identifizierung von

Konflikten im natürlichen Entwässerungsnetz zeigt, dass die Hydrologie des

Standorts sorgfältig in die Planung integriert werden muss, um Erosion von

Anlagenflächen, Überflutungen von Zufahrtsstraßen oder Auswaschungen zu

vermeiden, die den Standort zeitweise isolieren könnten. Der aktuelle Ansatz

umfasst daher Layoutanpassungen, technische Validierung und anschließende

Umsetzung. Ein Best-Practice-Rahmen würde in diesem Zusammenhang unter

anderem eine angemessene Straßenneigung, ausreichend dimensionierte

Durchlässe, Umleitungskanäle, Rückhalte- oder Sedimentationsbecken für

Regenwasser sowie ein solides Oberflächenmanagement rund um Halden und

Roherzlagerplätze beinhalten. Das Management scheint zu erkennen, dass bei

einer kleineren Mine in abgelegener Lage die operative Stabilität häufig

stärker von Erdarbeiten, Entwässerung und Logistik abhängt als von der

Metallurgie allein.

Darüber hinaus erfordert die Betriebsbereitschaft eine kontinuierliche

Einbindung lokaler Interessengruppen. Der Dialog mit der lokalen Verwaltung

sowie der Aufbau stabiler Beziehungen zu den umliegenden Gemeinden bleiben

auch bei einem vollständig genehmigten Projekt entscheidend. Dazu gehören

lokale Beschäftigung, die Einbindung regionaler Lieferanten sowie eine

transparente Kommunikation über Standortaktivitäten, Wasserverbrauch und

Umweltkontrollen. Mit dem Übergang von episodischen Explorationsarbeiten zu

einem kontinuierlichen Betriebsmodell wird diese Governance-Ebene zu einem

integralen Bestandteil der Projektumsetzung. Für Investoren ist dies

relevant, weil ein Produzent in der Aufbauphase nur dann höher bewertet

wird, wenn der Markt davon ausgeht, dass der Betrieb auch dauerhaft

aufrechterhalten werden kann und nicht lediglich kurzfristig in Produktion

geht.

Die Inbetriebnahme ist derzeit für Mitte Juni 2026 vorgesehen

Der Projektzeitplan wird inzwischen deutlich greifbarer. Unser Basisszenario

geht davon aus, dass Barani East einem stringenten kritischen Pfad folgt,

der auf eine erste Inbetriebnahme Mitte Juni 2026 zuläuft. Demnach sollten

Anlagenfertigung und Werksabnahme bis Ende März 2026 abgeschlossen sein, um

den Versand noch im selben Monat auszulösen. Darauf würden rund sieben

Wochen Seetransport bis Dakar folgen, anschließend Hafenabwicklung,

Zollfreigabe und Landtransport an den Standort bis Ende Mai.

Parallel dazu müssten die Standortvorbereitungen zwischen März und Ende Mai

so weit vorangetrieben werden, dass bei Ankunft der Ausrüstung eine

unmittelbare Installation möglich ist. Für Montage und Inbetriebnahme ergibt

sich daraus ein enges, aber grundsätzlich nachvollziehbares Zeitfenster von

Ende Mai bis Mitte Juni 2026. Maßgeblich ist dabei weniger die Exaktheit

einzelner Datumsannahmen als die intakte Abfolge des gesamten kritischen

Pfads.

Bewertung: Barani East als potenziell selbsttragende Kleinmine

Unser Bewertungsansatz spiegelt den Wandel im Unternehmensprofil wider.

Unter Rückgriff auf den operativen Rahmen der PEA und die aktuellen Annahmen

zur Projektabwicklung spricht Barani East in der geplanten

Kleinminenstruktur für ein Projekt, das sich nach erfolgter Inbetriebnahme

aus eigener Kraft tragen kann.

Das zugrunde liegende Modell unterstellt für 2026 während der Anlaufphase

eine verarbeitete Menge von 96.000 Tonnen, gefolgt von 432.000 Tonnen pro

Jahr ab 2027. Auf Basis eines Gewinnungsgehalts von 0,96 Gramm pro Tonne und

einer metallurgischen Ausbeute von 87 Prozent ergibt sich daraus eine

Produktion von rund 2.578 verkauften Unzen im Anlaufjahr, etwa 11.600 Unzen

jährlich im Regelbetrieb sowie 6.847 Unzen im letzten Teiljahr. Bei einem

Goldpreis von 2.850 US Dollar je Unze steigt der Jahresumsatz damit von rund

7,35 Millionen US Dollar in 2026 auf etwa 33,06 Millionen US Dollar im

stabilen Betrieb.

Auch die im Modell unterstellte Betriebskostenstruktur ist klar und

vergleichsweise schlank. Die Abbaukosten liegen bei 10,10 US Dollar pro

Tonne, die Aufbereitungskosten bei 13,90 US Dollar pro Tonne und die

allgemeinen Verwaltungskosten bei 5,80 US Dollar pro Tonne. Daraus ergeben

sich gesamte Betriebskosten von rund 29,80 US Dollar pro Tonne. Auf

Unzenbasis entspricht dies Cash Costs von etwa 1.110 US Dollar je Unze.

Auf dieser Grundlage ergibt sich für 2026 ein EBITDA von rund 4,49 Millionen

US Dollar. Für den Zeitraum von 2027 bis 2035 unterstellt das Modell ein

jährliches EBITDA von etwa 20,19 Millionen US Dollar. Nach Abschreibungen

und unter Annahme einer Barabgabe von 20 Prozent bleibt der freie Cashflow

im Anlaufjahr noch leicht negativ, weil das Modell sowohl die anfänglichen

Investitionsausgaben als auch die Investitionen für Phase 2 in die

Vorlaufphase einbezieht. Danach dreht der freie Cashflow jedoch deutlich ins

Positive und erreicht im Regelbetrieb rund 16,29 Millionen US Dollar pro

Jahr. Über die modellierte Lebensdauer der Mine summiert sich der kumulierte

freie Cashflow damit auf mehr als 155,9 Millionen US Dollar.

Die zentrale Schlussfolgerung daraus ist, dass Barani East nicht als

großvolumiger, kapitalintensiver Minenaufbau bewertet werden sollte, der

wiederholt auf den Aktienmarkt zurückgreifen muss, um überhaupt den

Regelbetrieb zu erreichen. Vielmehr sprechen die Annahmen für einen

kleineren, kapitaldisziplinierten Startbetrieb mit begrenztem Vorabkapital,

einer schnellen Umwandlung von Umsatz in operative Marge und einem

nachvollziehbaren Weg zur Selbstfinanzierung nach der Inbetriebnahme. Unter

diesen Annahmen ergibt sich ein mit 10 Prozent diskontierter Kapitalwert von

rund 89,6 Millionen US Dollar.

Gerade darin liegt die strategische Relevanz des Projekts. Die Attraktivität

von Barani East bemisst sich nicht allein an der absoluten Produktionsgröße,

sondern an seiner Fähigkeit, mit überschaubarem Kapitaleinsatz einen

internen Finanzierungseffekt zu erzeugen. Das Projekt könnte dem Unternehmen

damit einen Mechanismus bieten, einen Teil seines Ressourcenbestands in

selbst generierte Finanzierungskapazität zu überführen.

Bewertung der Schwerkraftaufbereitungsanlage Barani East

Die Schwerkraftaufbereitungsanlage Barani East stellt das wichtigste neue

Element in unserem Bewertungsrahmen dar. Sie bringt eine kurzfristige,

bereits finanzierte Produktionskomponente in ein Projektportfolio ein, das

historisch vor allem durch Exploration und langfristige Entwicklungsoptionen

geprägt war. In unserer Sum-of-the-Parts-Bewertung weisen wir der Anlage

einen Wert von 89,6 Mio. US-Dollar zu. Damit leistet sie nach der

PEA-Bewertung des Mali-Oxid-Projekts in Höhe von 124,0 Mio. US-Dollar den

zweitgrößten Beitrag zum inneren Wert der Gruppe. Auf dieser Grundlage

entfallen rund 36,6 % des gesamten Unternehmenswerts von 244,8 Mio.

US-Dollar auf Barani East.

Diese Struktur bedeutet eine spürbare Verschiebung in der Bewertungslogik.

Das umfassendere Mali-Oxid-Projekt, das Tiegba-Projekt in der Elfenbeinküste

sowie die übrigen Ressourcen in Mali bleiben zentrale strategische

Vermögenswerte. Mit der Schwerkraftaufbereitungsanlage kommt jedoch eine

andere Wertkategorie hinzu. Sie wird nicht primär als langfristige

geologische Option bewertet, sondern als finanziertes, phasenweise

entwickelbares Bergbauprojekt mit einem realistischen Weg zu kurzfristiger

Cashflow-Generierung.

Diese Unterscheidung ist für den Investment Case entscheidend, da

Kapitalmärkte Vermögenswerte in der Regel höher bewerten, wenn sie innerhalb

eines überschaubaren Zeitraums und mit moderater Kapitalintensität von der

Genehmigungs- und Planungsphase in die Produktion übergehen können.

Die Anlage erhöht damit sowohl den Umfang als auch die Qualität der

Bewertung von Desert Gold. Rechnerisch steigert sie den inneren Gesamtwert

um 89,6 Mio. US-Dollar. Strategisch verändert sie zugleich die Wahrnehmung

des Unternehmens. Investoren können Desert Gold künftig nicht mehr

ausschließlich anhand seines Ressourcenpotenzials beurteilen, sondern

zunehmend anhand dessen, was das Unternehmen in absehbarer Zeit durch den

schrittweisen Aufbau einer Kleinmine mit bereits finanzierter erster Phase

monetarisieren kann.

Das Unternehmen verlässt damit die Phase hypothetischer

Finanzierungsdiskussionen und tritt in eine Umsetzungsphase ein, in der

Fragen der Bauausführung, des Hochlaufs und der operativen Leistung stärker

in den Vordergrund rücken.

Innerhalb der Sum-of-the-Parts-Struktur bleibt das Mali-Oxid-Projekt mit

124,0 Mio. US-Dollar beziehungsweise rund 50,7 % des gesamten inneren Werts

die größte Einzelkomponente. Das Tiegba-Projekt trägt etwa 9,5 Mio.

US-Dollar beziehungsweise rund 3,9 % bei, während die übrigen Ressourcen in

Mali etwa 21,7 Mio. US-Dollar oder 8,9 % ausmachen.

Vor diesem Hintergrund sticht die Schwerkraftaufbereitungsanlage nicht nur

aufgrund ihrer Größe hervor, sondern auch wegen ihrer strategischen Rolle

als klarste Verbindung zwischen Vermögenswert und operativer Wertschöpfung.

Sie ist damit die Komponente, die am unmittelbarsten mit einer möglichen

Neubewertung des Unternehmens vom Explorations- und Entwicklungswert hin zu

einem aufstrebenden Produzenten verbunden ist.

Auf Basis von 360,3 Mio. ausstehenden Aktien entspricht unser

Gesamt-Intrinsic-Value von 244,8 Mio. US-Dollar einem Wert von 0,68

US-Dollar je Aktie, beziehungsweise 0,93 CAD oder 0,59 EUR. Innerhalb dieses

Gesamtwerts entfällt rund 0,25 US-Dollar je Aktie auf Barani East. Damit

stellt das Projekt einen wesentlichen Anteil am gesamten Eigenkapitalwert

dar und unterstreicht unsere Einschätzung, dass die erfolgreiche Umsetzung

in Barani East ein zentraler Treiber für die Kursentwicklung in der nächsten

Phase der Unternehmensentwicklung sein dürfte.

Aus unserer Sicht geht die Bedeutung der Anlage zudem über ihren isolierten

DCF-Beitrag hinaus. Da die erste Phase bereits finanziert ist, bietet Barani

East etwas, das der Markt Desert Gold bislang nur begrenzt zugestanden hat:

einen glaubwürdigen und finanzierten Weg zu intern generiertem Cashflow.

Eine erfolgreiche Umsetzung könnte daher nicht nur die Bewertung des

Projekts selbst stützen, sondern auch das Vertrauen in das

Monetarisierungspotenzial des gesamten SMSZ-Portfolios stärken.

Wir betrachten die Schwerkraftaufbereitungsanlage daher sowohl als

eigenständigen Werttreiber als auch als potenziellen Katalysator für eine

breitere Neubewertung der übrigen Vermögenswerte des Unternehmens.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:

https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=00b2a89c8ba999f9862056714fa509ab

Kontakt für Rückfragen:

GBC AG

Halderstrasse 27

86150 Augsburg

0821 / 241133 0

research@gbc-ag.de

++++++++++++++++

Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR

Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher

Interessenkonflikt gegeben: (5a,6a,7,11); Einen Katalog möglicher

Interessenkonflikte finden Sie unter: https://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung

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Fertigstellung: 17.03.2026 (20:18)

Erste Weitergabe: 18.03.2026 (12:00)

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Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate

News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Originalinhalt anzeigen:

https://eqs-news.com/?origin_id=6794664d-2237-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de

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2293122 18.03.2026 CET/CEST

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