Anzeige
+++Nevadas Goldtreffer in 3D: Für Anleger wichtig: Dieser Nevada-Goldtreffer lässt die Konkurrenz hinter sich+++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige

Ost-Agrarminister fordern Einsatz vom Bund für Großbetriebe 08.10.2026, 16:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die ostdeutschen Agrarminister erwarten von der Bundesregierung Unterstützung gegen die von Brüssel geplanten Kürzungen bei Großbetrieben in der Landwirtschaft. Im Berliner Kanzleramt übergaben die Minister von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen einen gemeinsamen Forderungskatalog zur künftigen Ausgestaltung der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) an Staatsminister Philipp Amthor (CDU). Das geht aus einer anschließend verbreiteten Mitteilung der Ressortchefs hervor.

Die EU plant, ab 2028 die Zuschüsse für Agrar-Unternehmen ab einer bestimmten Höhe schrittweise zu verringern (Degression). Außerdem sollen feste Förderobergrenzen je Betrieb eingezogen werden (Kappung). Die Minister befürchten dadurch Nachteile für die großflächige ostdeutsche Landwirtschaft und fordern eine Kurskorrektur. Dafür soll sich die Bundesregierung einsetzen.

Über 1.000 Hektar keine Seltenheit

In Ostdeutschland befinden sich überdurchschnittlich viele große Landwirtschaftsbetriebe. Unternehmen mit mehr als 1.000 Hektar sind keine Seltenheit. Der Grund dafür liegt in der ostdeutschen Geschichte: Zu DDR-Zeit wurden Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) gegründet, in die bis dahin selbstständige Bauern ihr Land einbringen mussten. Nach 1989 wurden diese Genossenschaften oft privatwirtschaftlich weitergeführt, wobei die umfangreiche Flächenausstattung in weiten Teilen beibehalten wurde, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium berichtet. Die heutigen Großbetriebe gelten als hocheffizient.

Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt (SPD) erklärte, allein in Brandenburg seien von den EU-Plänen knapp 1.800 Betriebe betroffen. Sie bewirtschaften demnach 92 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in dem Bundesland.

"Ideologische Engstirnigkeit"

Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Till Backhaus (SPD) sprach von "ideologischer Engstirnigkeit" bei der EU. Man könne nicht zulassen, dass über Jahrzehnte gewachsenen und erfolgreiche Strukturen, die auch den Menschen im ländlichen Raum Perspektiven gäben, geopfert würden, erklärte er. Sachsens Minister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) äußerte die Befürchtung, dass die Brüsseler Pläne die Betriebe schwächen und in der Folge verstärkt Investoren von außerhalb der Landwirtschaft angelockt werden.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer