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Alvarez & Marsal / Alvarez & Marsal Distress Alert zeigt: / ... 10.08.2026, 11:31 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Alvarez & Marsal Distress Alert zeigt: / Geopolitische Instabilität verschärft Unternehmenskrisen weiter N.Y./München (ots) -

- Sinkende Gewinne bleiben der stärkste Krisentreiber, verschärft durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten - Deutschland und Frankreich weisen die höchste Konzentration betrieblicher Schwierigkeiten auf - Über zahlreiche Branchen hinweg bleiben die Krisensignale in Europa und dem Nahen Osten unverändert hoch

Das weltweit tätige Beratungsunternehmen Alvarez & Marsal (https://www.alvarezan dmarsal.com/thought-leadership/a-m-activist-alert-for-europe-interim-2026-report ) (A&M) hat seinen aktuellen halbjährlichen "Alvarez & Marsal Distress Alert" (ADA) veröffentlicht. Die Analyse bewertet die finanzielle Leistungsfähigkeit und Bilanzstabilität von mehr als 15.000 Unternehmen in Europa und im Nahen Osten. Die aktuelle Ausgabe auf Basis der Geschäftsberichte 2025 zeigt, dass der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen in Europa und dem Nahen Osten ist auf 9,2 % gestiegen ist. Das bedeutet ein Plus von 18,4 % gegenüber vor drei Jahren und der höchste Stand seit vier Jahren. Der Anstieg zieht sich nahezu durch alle Regionen und Branchen und deutet auf eine zunehmend systemische Krise hin.

Die Analyse zeigt, dass sinkende Erträge der wichtigste Treiber der zunehmenden Unternehmenskrise sind. Fast 15 % der Unternehmen verzeichnen eine schwächere Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig setzen geopolitische Spannungen und volatile Energiemärkte die Margen weiter unter Druck und erschweren profitables Wachstum sowie eine stabile Cashflow-Generierung.

Obwohl sich der Anteil der Unternehmen mit anfälligen Bilanzen stabilisiert hat, liegt er mit 28 % weiterhin auf einem hohen Niveau. Höhere Finanzierungs- und Betriebskosten infolge geopolitischer Spannungen dürften den finanziellen Handlungsspielraum weiter einengen und die Erholung vieler Unternehmen verzögern.

"Die steigende Zahl von Unternehmensinsolvenzen zeigt, wie stark Unternehmen in Europa und dem Nahen Osten unter anhaltendem Kosten- und Margendruck stehen. Der Nahostkonflikt verschärft die Belastung durch höhere Energie- und Lieferkettenkosten und hat die Stabilisierung des vergangenen Jahres weitgehend zunichtegemacht. Gleichzeitig setzt die schwächere Nachfrage viele Unternehmen zusätzlich unter Druck. In diesem volatilen Umfeld werden sich vor allem diejenigen Unternehmen behaupten, die ihre finanzielle Widerstandsfähigkeit stärken und ihre operative Effizienz konsequent verbessern", kommentiert Volker Gross (https://www.alvarezandmarsal.com/our-people/volker-gross) , Managing Director bei A&M Deutschland.

Frankreich und Deutschland sind am stärksten von Unternehmensnot betroffen

Frankreich bleibt der Markt mit den höchsten Belastungen in Europa. Der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen stieg im Jahresvergleich um 30 % auf 12,4 % und verzeichnet damit den stärksten Anstieg aller untersuchten Länder. Mehr als jedes dritte Unternehmen verfügt zudem über keine solide Bilanz. Ursachen sind das schwache Wirtschaftswachstum, die anhaltende politische Unsicherheit und das eingetrübte Geschäftsklima.

In Deutschland hat sich der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen zwar bei 14,8 % stabilisiert, die strukturelle Anfälligkeit bleibt jedoch hoch. Mit 29,7 % weist nahezu jedes dritte Unternehmen keine solide Bilanzstruktur auf. Damit bleibt Deutschland der Markt mit dem zweithöchsten Ausmaß an Unternehmensnot in Europa.

Im Vereinigten Königreich ist der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen von 7,5 % auf 8,2 % gestiegen. Zugleich melden mehr Unternehmen rückläufige Erträge, und 25,8 % verfügen über keine ausreichende Bilanzstärke.

Auch Italien und die Benelux-Länder verschlechtern sich weiter, während sich die Lage im Nahen Osten mit einem Anstieg von 4,5 % auf 9,4 % nahezu verdoppelt hat.

Modeeinzelhandel, Chemie sowie Medien und Unterhaltung sind am stärksten belastet

Die geopolitische Instabilität verschärft die Krise in vielen europäischen Branchen. Höhere Kosten, anhaltende Lieferkettenstörungen und eine nachlassende Nachfrage belasten die Liquidität der Unternehmen und schwächen ihre finanzielle Widerstandsfähigkeit.

Besonders stark betroffen ist der Modeeinzelhandel. Rund 14 % der Unternehmen befinden sich in finanzieller Schieflage. Es folgen die Chemieindustrie mit 12 % sowie der Medien-, Unterhaltungs- und Mediendienstleistungssektor mit 11,7 %. In letzterem kämpft zudem fast jedes fünfte Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten, unter anderem infolge des tiefgreifenden Wandels durch KI in Werbung, Marketing und Content-Produktion.

Die stärkste Verschlechterung im Jahresvergleich verzeichnete die Automobilindustrie. Der Anteil finanziell angeschlagener Unternehmen stieg von 9 % auf 11,2 %. Ursachen sind die schwächere Nachfrage, anhaltender Kostendruck und der zunehmende Wettbewerb durch chinesische Hersteller.

Auch die Bauwirtschaft gerät weiter unter Druck. 9,1 % der Unternehmen befinden sich in finanziellen Schwierigkeiten. Besonders betroffen sind Hersteller von Baustoffen sowie Unternehmen im Wohnungsbau.

Methodik

Das Restrukturierungsteam von A&M hat eine eigene Methodik entwickelt, um die Leistungsfähigkeit und die Bilanzstabilität europäischer Unternehmen zu bewerten. Damit sollen diejenigen identifiziert werden, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden oder sich in diese Richtung entwickeln könnten.

Im Rahmen der Studie wurden Daten von über 15.000 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 20 Millionen Euro in 33 europäischen und nahöstlichen Ländern analysiert. Diese Unternehmen haben durchgängig Daten für alle Geschäftsjahre von 2022 bis 2025 bereitgestellt.

Der Index analysiert 18 KPIs, um zwei Teilwerte zu ermitteln: den Leistungswert, der auf der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Unternehmens sowie auf entsprechenden, im Branchenvergleich gemessenen KPIs basiert, und den Robustheitswert, der auf detaillierten Bilanzdaten beruht.

Den vollständigen ADA-Report erhalten Sie hier (https://www.alvarezandmarsal.com/insights/distress-alert-report-July-2026) .

Über Alvarez & Marsal

Alvarez & Marsal (https://www.alvarezandmarsal.com/de/global-locations/germany) zählt seit seiner Gründung im Jahr 1983 zu den weltweit führenden Unternehmensberatungen. Das Unternehmen genießt insbesondere für seine Expertise in den Bereichen Leadership, Strategie, Ergebnisverantwortung und Umsetzung höchstes Renommee.

Das Leistungsspektrum von Alvarez & Marsal umfasst Unternehmensberatung, Services zur Optimierung der Geschäftsentwicklung sowie Turnaround-Management - stets mit praxisnahen, auf die individuellen Anforderungen jedes Mandantenzugeschnittenen Lösungen. Gestützt auf ein globales Netzwerkerfahrener Industrieexperten, hochkarätiger und erfahrenden Beraterinnen und Berater - viele mit Board-Level Erfahrung -unterstützt Alvarez & Marsal Unternehmen, Vorstände, Private-Equity-Gesellschaften, Anwaltskanzleien und staatliche Institutionen dabei, Transformationsprozesse zu gestalten, Risiken zu reduzieren und in jeder Wachstumsphase nachhaltigen Wert zu generieren.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.germanyalvarezandmarsal.com/de

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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/118051/6330265 OTS: Alvarez & Marsal

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