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KfW / KfW Research: Deutscher Mittelstand zeigt sich wieder etwas ... 04.03.2026, 09:03 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

KfW Research: Deutscher Mittelstand zeigt sich wieder etwas

innovationsfreudiger

Frankfurt am Main (ots) -

- 41 Prozent der Unternehmen haben in vorangegangenen drei Jahren mindestens

eine Innovation hervorgebracht

- Innovationsausgaben steigen auch inflationsbereinigt an

- Innovationstätigkeit ist stark auf wenige, vor allem große Unternehmen

beschränkt

Deutschlands Mittelstand zeigt sich wieder etwas innovationsfreudiger. Im

Zeitraum zwischen 2022 und 2024 haben 41 Prozent - oder 1,6 Millionen - der

mittelständischen Unternehmen innerhalb der vorangegangenen drei Jahre

mindestens eine Innovation getätigt. Das waren zwei Prozentpunkte mehr als

zwischen 2021 bis 2023. Die Ausgaben der Unternehmen für Innovationen lagen 2024

bei 35,4 Milliarden Euro, das waren 1,8 Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Auch preisbereinigt blieb ein Plus von knapp drei Prozent.

Diese leicht positiven Entwicklungen können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen,

dass die Innovationsaktivität des deutschen Mittelstands seit Mitte der 2000er

Jahre deutlich zurückgegangen ist. Sie konzentriert sich außerdem auf immer

weniger - vor allem größere - Unternehmen. So haben zuletzt 73 Prozent der

großen Mittelständler mit mehr als 50 Beschäftigten eine Innovation

hervorgebracht. Bei kleinen Unternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten waren

es nur 37 Prozent. Die großen Unternehmen stehen auch für den Großteil der

Innovationsausgaben.

Unter Innovationsaktivitäten versteht man, vereinfacht ausgedrückt, Maßnahmen,

die ein Unternehmen zur Erschaffung neuer oder zur Verbesserung seiner

bestehenden Produkte, organisatorischen oder prozessualen Abläufe sowie

Marketingverfahren ergreift. Eine Innovation muss sich deutlich von der zuvor im

Unternehmen geübten Praxis oder von den bisherigen Angeboten unterscheiden.

"Dass wieder etwas mehr Unternehmen Innovationen tätigen, ist erfreulich. Es ist

mit Blick auf das weiterhin schwierige konjunkturelle Umfeld auch

bemerkenswert", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW. "Angesichts der

Bedeutung des Mittelstands für die deutsche Wirtschaft können wir mit der

Innovationstätigkeit der Unternehmen aber nicht zufrieden sein. Diese war in der

Vergangenheit schon einmal deutlich höher. Die Produktivitätsentwicklung und die

Transformationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft werden nachhaltig geschwächt,

wenn ein immer größerer Anteil von Unternehmen auf die regelmäßige Erneuerung

ihrer Produktionsprozesse und ihrer Produktangebote verzichtet."

Innovationen im Mittelstand kommen im Regelfall nicht aus eigenen Forschungs-

und Entwicklungsabteilungen, sondern entstehen aus dem Arbeitsalltag heraus. So

betrieben zwischen 2022 und 2024 lediglich drei Prozent der Mittelständler

kontinuierlich eigene Forschung und Entwicklung und weitere sechs Prozent

gelegentlich. "Es ist wichtig, dass wirtschaftspolitische Maßnahmen wie

Förderprogramme so gestaltet werden, dass auch kleine Unternehmen ohne eigene

Forschung und Entwicklung sie wahrnehmen können. Außerdem ist der Abbau

bürokratischer Hemmnisse und die Linderung des Fachkräftemangels für

mittelständische Unternehmen von zentraler Bedeutung", sagt Dr. Dirk Schumacher.

Die Studie ist zu finden unter KfW-Innovationsbericht Mittelstand KfW (https:/

/www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/KfW

-Innovationsbericht/)

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes den Mittelstand mit zahlreichen

Förderprogrammen. Weitere Informationen unter Wir stärken den Mittelstand (https

://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Mittelstand-st%C3%A4rken.html

?kfwmc=kk.o.kfwon.presse.na.na.na.allgemein-sonstiges.mittelstand-staerken.press

emitteilung.na.na.journalisten.na)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,

Tel. +49 69 7431 41336

E-Mail: mailto:nina.luttmer@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6228365

OTS: KfW

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