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KfW / KfW: Starkes erstes Halbjahr - Neuzusagen steigen um 46 Prozent ... 05.08.2026, 10:03 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

KfW: Starkes erstes Halbjahr - Neuzusagen steigen um 46 Prozent auf rund 58 Milliarden Euro Frankfurt am Main (ots) -

- Mittelstandsförderung für Klima- und Umweltvorhaben hat sich auf 11,2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt - Großes Interesse privater Kunden an Bundesförderung effizienter Gebäude einschließlich Heizungsförderung - Export- und Projektfinanzierungen wachsen um 33 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro - Ökonomisches Ergebnis mit 1.238 Millionen Euro deutlich über Vorjahr - Konzernergebnis bei 877 Millionen Euro - Stefan Wintels: "Es ist sehr erfreulich, dass wir unser Konzernergebnis deutlich steigern konnten. Die KfW setzt diese finanzielle Stabilität ein, um Wirtschaft und Gesellschaft wirksam zu unterstützen."

Die KfW Bankengruppe hat ein sehr gutes erstes Halbjahr verzeichnet und Finanzierungen in Höhe von 57,7 Milliarden Euro zugesagt (01-06/2025: 39,4 Milliarden Euro). Damit lag zum Halbjahr das Zusagevolumen für originäres Fördergeschäft auf Rekordniveau. Das Neugeschäft lag rund 46 Prozent über dem Vorjahreswert.

Vor allem in der inländischen Förderung entwickelte sich das zweite Quartal noch dynamischer als das bereits starke erste Quartal. Das Zusagevolumen erreichte zur Jahresmitte 38,9 Milliarden Euro (01-06/2025: 25,3 Milliarden Euro). Besonders ausgeprägt war die Nachfrage nach Förderkrediten im Segment Mittelstand für Klimaschutz- und Umweltvorhaben (11,2 Milliarden Euro gegenüber 5,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum). Auch die Programme für private Kunden - insbesondere die energieeffiziente Gebäudeförderung inklusive Heizungsförderung - wurden wieder intensiv nachgefragt.

Bei KfW Capital haben sich die Zusagen der Fondsinvestments auf 389 Millionen Euro mehr als verdoppelt (01-06/2025: 146 Millionen Euro).

"Die unvermindert hohe Nachfrage nach unseren KfW-Förderangeboten für Klima- und Umweltvorhaben zeigt deutlich: Unternehmen und private Kundinnen und Kunden sind bereit, in die Zukunft zu investieren - wenn die Rahmenbedingungen stimmen", sagte Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW. "Mit unseren zinsvergünstigten Krediten und Zuschüssen setzen wir wirksame Anreize für Investitionen. Unsere Förderung ist ein wesentlicher Beitrag zu Wachstum, Beschäftigung und zur Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland."

Das Neugeschäft der Export- und Projektfinanzierung erreichte 15,4 Milliarden Euro und liegt damit rund 33 Prozent über dem Vorjahresniveau (01-06/2025: 11,6 Milliarden Euro). Gründe für den Anstieg sind die Nutzung attraktiver Marktopportunitäten sowie der erfolgreiche Abschluss großvolumiger Einzelgeschäfte.

Die Zusagen in der KfW Entwicklungsbank lagen mit 3,1 Milliarden Euro sehr deutlich über dem Vorjahresniveau (01-06/ 2025: 2,0 Milliarden Euro). Ursächlich sind vor allem einige großvolumige Zusagen. Ein Großteil dieser Zusagen besteht aus KfW-Eigenmitteln. Dabei gewinnen deutsche und europäische Wirtschaftsinteressen zunehmend an Bedeutung. Auch die DEG verzeichnete einen Zusageanstieg auf 0,9 Milliarden Euro (01-06/2025: 0,6 Milliarden Euro).

Der KfW-Konzern erzielte im ersten Halbjahr ein Ökonomisches Ergebnis (Konzerngewinn vor IFRS-Effekten, Förderaufwand und Steuern) in Höhe von 1.238 Millionen Euro. Es lag damit rund 50 Prozent über dem Vorjahreswert (01-06/2025: 824 Millionen Euro).

In ihrem Fördergeschäft setzte die KfW 237 Millionen EUR eigene Mittel als Förderaufwand ein, um die Konditionen ihrer Förderung auch in schwierigen Zeiten zu verbessern (01-06/2025: 246 Millionen Euro). Schwerpunkte lagen in der Förderung von Gründung und Unternehmensinvestitionen, Innovation, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Hierdurch konnte das verbilligte Fördervolumen um rund 30 Prozent ausgeweitet werden. Der erfreuliche Konzerngewinn übertraf mit 877 Millionen Euro den Vorjahreswert deutlich (01-06/2026: 289 Millionen Euro).

"Das deutlich verbesserte ökonomische Ergebnis ist die finanzielle Grundlage unserer Handlungsfähigkeit als Förderbank des Bundes und der Länder. Diese Finanzkraft ist Voraussetzung, um unsere Eigenmittel zu stärken und Förderprogramme zu verbilligen", sagte Wintels.

Die positive Entwicklung des operativen Ergebnisses (Betriebsergebnis vor Bewertungen und Förderaufwand), das mit 1.103 Millionen Euro über dem Vorjahreswert (01-06/2025: 969 Millionen Euro) lag, resultierte vor allem aus dem Zinsüberschuss (vor Förderaufwand), der mit 1.567 Millionen Euro das Vorjahr deutlich übertraf (01-06/2025: 1.436 Millionen Euro). Der Provisionsüberschuss (vor Förderaufwand), der vor allem die Vergütung von Förderaktivitäten im Auftrag des Bundes umfasst, erreichte mit 340 Millionen Euro das Vorjahresniveau (01-06/2025: 336 Millionen Euro). Der Verwaltungsaufwand (vor Förderaufwand) konnte mit 805 Millionen Euro stabil auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden (01-06/2025: 803 Millionen Euro).

Das Ergebnis aus der Kreditrisikovorsorge zeigte sich mit minus 74 Millionen Euro weiterhin moderat (01-06/2026: minus 95 Millionen Euro). Es resultiert aus Zuführungen zur pauschalen Kreditrisikovorsorge und zu Einzelwertberichtigungen. Gegenläufig wirkten Erträge aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen.

Der Beitrag des Beteiligungsportfolios zum Bewertungsergebnis in Höhe von 192 Millionen Euro (01-06/2025: 110 Millionen Euro) ist vor allem auf die positive Entwicklung im Geschäftsfeld KfW Capital zurückzuführen und setzt mit 119 Millionen Euro den positiven Trend in der Venture-Capital-Finanzierung fort. Die Geschäftsfelder DEG und KfW Entwicklungsbank tragen ebenfalls zu einem positiven Ergebnisbeitrag bei.

Das Ergebnis aus der Fremdwährungsbewertung (vor IFRS-Effekten) beträgt 28 Millionen Euro (01-06/2025: minus 174 Millionen Euro). Hierin enthalten sind die in Fremdwährung gehaltenen DEG-Beteiligungen und deren Teilabsicherung.

Der Ertragsteueraufwand belief sich auf 90 Millionen Euro (01-06/2025: 68 Millionen Euro). Rein IFRS-bedingte Bewertungseffekte aus Derivaten, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, belasteten das Ergebnis mit 34 Millionen Euro (01-06/2025: minus 222 Millionen Euro).

Die Bilanzsumme lag mit 550,4 Milliarden Euro um 9,7 Milliarden Euro über dem Wert Ende 2025 (540,7 Milliarden Euro). Diese Entwicklung ergab sich vor allem durch einen Anstieg der Liquiditätshaltung und des Nettokreditvolumens.

Mit einer Gesamtkapitalquote sowie einer (harten) Kernkapitalquote von jeweils 28,1 Prozent liegen die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten weiterhin auf einem sehr guten Niveau (31.03.2026: 28,5 Prozent beziehungsweise 28,4 Prozent). Der Rückgang der Eigenkapitalquoten ergab sich im Wesentlichen aus einem neugeschäftsbedingten Anstieg des Gesamtrisikobetrags sowie erhöhten Abzugspositionen in den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln.

Die Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

1. Mittelstandsbank und Private Kunden

Im Geschäftsfeld Mittelstandsbank und Private Kunden lag das Fördervolumen per 30. Juni 2026 mit 32,9 Milliarden Euro mehr als 50 Prozent über dem Vorjahreswert (01-06/2025: 21,2 Milliarden Euro).

Mittelstandsbank

In der Mittelstandsbank wurden im ersten Halbjahr Förderkredite in Höhe von 16,5 Milliarden Euro zugesagt (01-06/2025: 10,2 Milliarden Euro).

Der Förderschwerpunkt Gründung und Unternehmensinvestitionen überstieg mit 3,9 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres (01-06/2025: 3,3 Milliarden Euro).

Im Bereich Klimawandel und Umwelt zeigte sich eine besonders hohe Nachfrage. Hier wurden per Ende Juni 2026 mit 11,2 Milliarden Euro mehr als doppelt so viele Mittel zugesagt wie im Vorjahreszeitraum (01-06/2025: 5,3 Milliarden Euro). Das positive Marktumfeld vor allem im Onshore-Windmarkt beflügelt das Programm "Erneuerbare Energien - Standard", in dem 7,6 Milliarden Euro zugesagt wurden (01-06/2025: 3,6 Milliarden Euro). Auch das Programm "Klimaschutzoffensive für Unternehmen" hat mit Neuzusagen in Höhe von 2,0 Milliarden Euro den Vorjahreswert deutlich übertroffen (01-06/2025: 0,3 Milliarden Euro).

Die Innovationsfinanzierung erreichte zum Halbjahr mit 1,5 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres.

Private Kunden

Im Segment Private Kunden ist das Neuzusagevolumen ebenfalls stark gestiegen und lag mit 16,4 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahreswert (01-06/2025: 11,0 Milliarden Euro).

Der Anstieg ist vor allem auf die hohe Nachfrage im Förderschwerpunkt Energieeffizienz und Erneuerbare Energien zurückzuführen. Hier wurden Mittel in Höhe von 12,9 Milliarden Euro zugesagt (01-06/2025: 7,1 Milliarden Euro). Verantwortlich hierfür waren zum einen die höheren Neuzusagen im Programm "Klimafreundlicher Neubau" (5,4 Milliarden Euro gegenüber 1,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum), wozu auch die Wiedereinführung des Energieeffizienzstandard 55 beigetragen hat. Zum anderen blieb das Interesse an der Bundesförderung für effiziente Gebäude inklusive der Heizungsförderung hoch; die Neuzusagen lagen mit 6,5 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert (01-06/2024: 5,2 Milliarden Euro.

Mit 2,8 Milliarden Euro leicht rückläufig waren die Zusagen im Bereich Wohnen und Leben (01-06/2025: 3,0 Milliarden Euro).

Im Bereich Bildung lagen die Neuzusagen per 30. Juni 2026 mit rund 0,8 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

2. Individualfinanzierung und Öffentliche Kunden

Das Geschäftsfeld Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Zusagevolumen von rund 5,6 Milliarden Euro und übertraf damit den Vorjahreswert (01-06/2025: 4,0 Milliarden Euro) deutlich.

Im Segment der k ommunalen und sozialen Infrastruktur konnte ein Volumen von 3,8 Milliarden Euro zugesagt werden. In einem guten Marktumfeld ist der deutliche Zuwachs gegenüber dem anteiligen Vorjahreswert von 2,8 Milliarden Euro maßgeblich auf große Einzelzusagen in der Basisförderung an kommunale Energieversorger und im "Investitionskredit Digitale Infrastruktur" zurückzuführen.

Die Individualfinanzierung Unternehmen erreichte im ersten Halbjahr ein Zusagevolumen in Höhe von 339 Millionen Euro. Insbesondere infolge eines großvolumigen Engagements im Konsortialkredit Nachhaltige Transformation wurde das Vorjahresergebnis (01-06/2025: 213 Millionen Euro) übertroffen.

Auch die Individualfinanzierung Banken und Landesförderinstitute konnte mit einem Geschäftsvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro das Vorjahresvolumen (01-06/2025: 1,0 Milliarden Euro) steigern. Zu diesem Anstieg trugen in erster Linie sowohl die Allgemeine Refinanzierung für Landesförderinstitute als auch die Förderung von KMU über Globaldarlehen Leasing bei.

3. KfW Capital

Der gute Jahresstart des Geschäftsfelds KfW Capital hat sich auch im zweiten Quartal fortgesetzt: die Zusagen beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf rund 389 Millionen Euro (01-06/2025: 146 Millionen Euro). Der Anstieg setzt sich aus den Zusagen des ERP-VC-Fondsinvestments (European-Recovery-Program Venture-Capital-Fondsinvestments), bei dem KfW Capital im Eigenrisiko in europäische VC-Fonds mit Deutschlandfokus investierte, in Höhe von 117 Millionen Euro und den Zusagen des Zukunftsfonds des Bundes, bei dem treuhänderisch über den Europäischen Investitionsfonds (EIF) weitere rund 117 Millionen Euro investiert wurden. Über die VC-Säule des Deutschlandfonds, die von KfW Capital umgesetzt wird, wurden zudem Investmentzusagen in Höhe von 130 Millionen Euro über das Tech-Fondsinvest-Programm und weitere 25 Millionen Euro über das Scale-up Direct-Programm in Form von Co-Investments im ersten Halbjahr getätigt. Insgesamt ist sowohl die VC-Fondsinvestment- als auch die Co-Investment-Pipeline von KfW Capital für den Jahresverlauf gut gefüllt.

Darüber hinaus fungiert KfW Capital als Anlageberater des "Wachstumsfonds Deutschland" - dieser zählt mit einem Gesamtvolumen von knapp über einer Milliarde Euro zu den größten VC-Dachfonds in Europa. Mehr als zwei Drittel des Kapitals wurden von privaten institutionellen Investoren bereitgestellt. Der Fonds ist weitgehend ausinvestiert: Bis einschließlich des ersten Halbjahres 2026 wurden rund 935 Millionen Euro an 48 VC-Fonds zugesagt.

4. KfW IPEX-Bank

Die KfW IPEX-Bank , die das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung verantwortet und Finanzierungen zur Begleitung deutscher und europäischer Unternehmen auf den globalen Märkten bereitstellt, hat ihren guten Jahresstart fortgesetzt. Ihre Neuzusagen übertrafen zum Ende des ersten Halbjahres mit 15,4 Milliarden Euro um rund 33 Prozent das Niveau des Vorjahreszeitraums (01-06/2025: 11,6 Milliarden Euro). Zum Neugeschäft haben alle Geschäftssparten beigetragen. Hervorzuheben ist allerdings der Bereich "Energy": Mit 4,9 Milliarden Euro entfiel auf ihn knapp ein Drittel der Neuzusagen (01-06/2025: 2,8 Milliarden Euro). Fast ebenso stark entwickelte sich der Bereich "Mobility", der die Sparten Schienenverkehr, Maritime Industrie und Luftfahrt umfasst: Auf ihn entfielen 4,8 Milliarden Euro (01-06/2025: 4,1 Milliarden Euro). Im zweiten Quartal wurden unter anderem Finanzierungen für Windparks in Kanada, Schottland und der Ukraine sowie für Solar- und Batteriespeicherprojekte in Chile, Australien und Kanada bereitgestellt. Hinzu kamen die Produktion von nachhaltigem Flugzeugtreibstoff in Brasilien, Elektrobusse und Ladeinfrastruktur in Großbritannien sowie das größte Fernwärmenetz Westeuropas in Berlin. Mit diesen Finanzierungen unterstützt die KfW IPEX-Bank den Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa sowie den weltweiten Transformationsprozess.

5. Förderung Entwicklungs- und Schwellenländer

KfW Entwicklungsbank

Das Geschäftsfeld KfW Entwicklungsbank hat im ersten Halbjahr 2026 für Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern 3,1 Milliarden Euro zugesagt (01-06/ 2025: 2,0 Milliarden Euro). Der überwiegende Anteil entfällt auf KfW-Eigenmittel: 2,3 Milliarden EUR, davon wiederum 1,3 Milliarden Euro auf Zusagen für Vorhaben in Asien. So wurden für zwei Projekte in Indonesien insgesamt 661 Millionen Euro zugesagt. Mit 261 Millionen Euro fördert die KfW Entwicklungsbank die nachhaltige Energiewende, mit 400 Millionen Euro ein Programm zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des Handels. Dieses Darlehen ist an wirtschaftspolitischen Zielen ausgerichtet. Durch seinen Bezug zum Freihandelsabkommen mit der EU und dem OECD-Beitrittsprozess stärkt es die positive Perspektive Indonesiens als aussichtsreicher Wachstumsmarkt - gerade auch für deutsche Unternehmen. Für Vorhaben in der Ukraine wurden 162 Millionen Euro zugesagt, davon 46 Millionen Euro während der Ukraine Recovery Conference im Juni in Danzig. Dort startete auch der "European Flagship Fund for the Reconstruction of Ukraine", der private Investitionen in moderne, resiliente Infrastruktur mobilisieren soll. Im Auftrag des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und der Europäischen Kommission nimmt die KfW eine führende Rolle im Finanzierer-Konsortium zusammen mit EIB (Europäische Investitionsbank), BGK (Bank Gospordarstawa Krajowego), CDP (Cassa Depositi e Prestiti) und Proparco ein. Das Zielvolumen des Fonds beträgt eine Milliarde Euro bis Ende 2027.

DEG

Die DEG konnte die Finanzierung und Begleitung privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern im ersten Halbjahr 2026 weiter ausbauen. Zum 30. Juni 2026 erreichten die Neuzusagen aus DEG-Eigenmitteln 903 Millionen Euro und lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert von 556 Millionen Euro.

Zusagen für private Unternehmen in Lateinamerika hatten daran mit 359 Millionen Euro den größten Anteil. Für Asien konnten 229 Millionen Euro zugesagt werden, für die Region Afrika/MENA 154 Millionen Euro.

Ausschlaggebend für die starke Entwicklung waren unter anderem Finanzierungen für Banken in Lateinamerika. Diese ermöglichen mit den von der DEG bereitgestellten Darlehen Investitionen vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen. Weitere Mittel gingen etwa an Telekommunikationsdienstleister, um in afrikanischen Ländern zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur und der wirtschaftlichen Teilhabe beizutragen.

6. Finanzmärkte

Die KfW erhöhte ihr Refinanzierungsziel für 2026 Anfang Juli im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung von bisher 75 bis 80 Milliarden Euro auf 80 bis 85 Milliarden Euro. Dies spiegelt sowohl die starke Entwicklung des inländischen Fördergeschäfts seit Jahresbeginn als auch die erwartete positive Entwicklung in den kommenden Monaten wider.

Im ersten Halbjahr 2026 hat die KfW zur Refinanzierung ihres Fördergeschäftes erfolgreich 58,2 Milliarden Euro an den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen (01-06/2025: 50,3 Milliarden Euro). Damit sind bereits über 70 Prozent der für das Gesamtjahr geplanten Mittelaufnahme von 80 bis 85 Milliarden Euro realisiert. Die europäische Heimatwährung stellte mit Zuflüssen von 34,7 Milliarden Euro den größten Anteil (60 Prozent), gefolgt vom US-Dollar mit umgerechnet 12,6 Milliarden Euro (22 Prozent). Hinter dem Pfund Sterling (5,8 Milliarden Euro) avancierte der Hongkong-Dollar im ersten Halbjahr 2026 mit umgerechnet 2,3 Milliarden Euro beziehungsweise vier Prozent des Gesamtvolumens zur viertwichtigsten Refinanzierungswährung.

Auch im Green-Bond-Segment verlief das erste Halbjahr 2026 sehr dynamisch: Das Green-Bond-Volumen erreichte 12,6 Milliarden Euro und lag damit rund ein Drittel über dem Vorjahreszeitraum (9,5 Milliarden Euro). Insgesamt wurden elf Transaktionen in sechs verschiedenen Währungen begeben, wobei ein besonderer Fokus auf großvolumigen, liquiden Euro-Green-Bonds lag, die seit Beginn diesen Jahres Teil des KfW-Benchmark-Programms sind.

Außerdem hat KfW Treasury im ersten Halbjahr 2026 weitere Digitalisierungsprojekte umgesetzt, um die künftige europäische Finanzmarktinfrastruktur mitzugestalten. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette testete die KfW gemeinsam mit Marktteilnehmern blockchain-basierte Pilottransaktionen, Settlement-Modelle auf Basis von Distributed-Ledger-Technologie (DLT), Interoperabilitätsszenarien und Experimente mit digitalem Zentralbankgeld. Jüngste Meilensteine aus dem Juni 2026: die dritte Emission einer DLT-basierten KfW-Anleihe als Kryptowertpapier nach dem elektronischen Wertpapiergesetz (eWpG) sowie ein Investment in den DLT-basierten Bond des Landes Sachsen-Anhalt - dem ersten Kryptowertpapier eines deutschen Bundeslands.

Eine tabellarische Übersicht der Geschäfts- und Förderzahlen finden Sie unter: Geschäfts- und Förderzahlen KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom /Pressematerial/Gesch%C3%A4fts-und-F%C3%B6rderzahlen/?redirect=77888)

KfW Geschäftsbericht online: Berichtsportal KfW (http://www.kfw.de/berichtsportal)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Sybille Bauernfeind, Tel. +49 697431 2038 E-Mail: mailto:Sybille.Bauernfeind@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6327598 OTS: KfW

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