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vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Geopolitische ... 19.03.2026, 12:51 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Geopolitische Unsicherheit treibt Rohstoffpreise 2025 in die Höhe / Brossardt: "Zuverlässiger Bezug von Rohstoffen zu wettbewerbsfähigen Preisen ist essenziell" München (ots) - Der Rohstoffpreisindex der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. lag im Jahresdurchschnitt 2025 bei 152,4 Punkten und damit um knapp 5,0 Prozent höher als im Vorjahr. "Eine unsichere geopolitische Weltlage , die erratische Außen- und Handelspolitik der Vereinigten Staaten sowie chinesische Exportkontrollen für Seltene Erden und Magnete haben im vergangenen Jahr die Rohstoffpreise kontinuierlich in die Höhe getrieben. Ein zuverlässiger Bezug von Rohstoffen zu bezahlbaren Preisen ist aber grundlegend, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern", so vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Besonders stark verteuerten sich im Jahr 2025 die Edelmetalle , um 41,6 Prozent gegenüber 2024. Der Goldpreis lag im Jahresdurchschnitt um 44,4 Prozent höher als im Vorjahr, der Preis für Silber stieg ebenfalls deutlich, um 41,0 Prozent . "Das unterstreicht die große Verunsicherung in der Weltwirtschaft. Anleger haben vermehrt auf sichere Vermögensanlagen wie Gold gesetzt. Die stark gestiegene Nachfrage hat folglich die Preise gravierend in die Höhe getrieben", erklärt Brossardt. Die Preise für Industriemetalle lagen im Schnitt um 4,5 Prozent über denen des Vorjahres. Besonders starke Preissteigerungen verzeichneten Wismut (+63,2 Prozent), Wolfram (+51,1 Prozent) und Kobalt (+34,7 Prozent). Die für die bayerische Industrie wichtigen Metalle Aluminium und Kupfer verteuerten sich um jeweils 8,7 Prozent .

Die Seltenen Erden verteuerten sich gegenüber 2024 um überdurchschnittliche 15,0 Prozent . Besonders hoch waren die Preisanstiege bei Neodym (+32,2 Prozent), Samarium (+31,0 Prozent) und Praseodym (+30,6 Prozent). "Hier werden die Auswirkungen der chinesischen Exportkontrollen für Seltene Erden und Magnete deutlich. Die weitere Erschließung von internationalen Märkten mit gleichwertigen Wettbewerbsbedingungen sowie die Nutzung von heimischen Rohstoffvorkommen ist unabdingbar", erläutert Brossardt.

Die vbw fordert, den Bezug von Rohstoffen sowohl politisch als auch in der unternehmerischen Planung dringend zu priorisieren: "Das Thema ist bei unseren Unternehmen ein Schwerpunkt. Die Rohstoffeffizienz und -substitution muss weiter vorangetrieben werden. Abzuwarten bleibt außerdem, wie sich der Iran-Krieg und die daraus resultierenden gestörten und blockierten Handelswege - vor allem der Straße von Hormus - auf die Entwicklung der Rohstoffpreise auswirken. Daher werben wir für eine Diversifizierung der Lieferketten . Hierfür muss die Politik die Rahmenbedingungen schaffen. Aber auch trotz solcher Krisen gilt: Die Globalisierung macht Volkswirtschaften krisenfester. Freier und intensiver Handel war lange unsere große Stärke - und wird es auch weiterhin sein, wenn wir uns breit genug aufstellen. Fakt ist jedoch, dass eine De-Globalisierung für ein Exportland wie unseres geradezu fatal wäre", sagt Brossardt.

Basisjahr für den vbw Rohstoffpreisindex ist 2015 (2015=100). In den vbw Rohstoffpreisindex fließen die Weltmarktpreise von 42 Rohstoffarten ein. Es handelt sich um Preise auf US-Dollar Basis. Diese werden gewichtet mit dem Importanteil des jeweiligen Rohstoffes nach Bayern. Den kompletten vbw Rohstoffpreisindex finden Sie hier (https://www.vbw-bayern.de/vbw/Themen-und-Ser vices/Konjunktur/Bayern-Deutschland/vbw-Rohstoffpreisindex-M%C3%A4rz-2013.jsp) .

Pressekontakt:

Charlotte Offermann, +49 (0) 89-551 78-203, mailto:charlotte.offermann@vbw-bayern.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/6239177 OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

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